Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN, USA 1980
Originaltitel:Terror Train
Alternativtitel:Monstre du train, Le
aka. Train of Terror
aka. Monster im Nacht-Express
aka. Terror Train - Zum Aussteigen zu spät
aka. Tren Del Terror, El
Länge:92:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Roger Spottiswoode
Buch:T.Y. Drake, Daniel Grodnik
Kamera:John Alcott
Musik:John Mills-Cockell
SFX:Joe Elsner
Darsteller:Jamie Lee Curtis, Ben Johnson, Hart Bochner, David Copperfield, Derek McKinnon, Sandee Currie, Timothy Webber, Anthony Sherwood, Howard Busgang, Steve Michaels, Greg Swanson, Vanity, Joy Boushel, Victor Knight, Donald Lamoureux, Larry Cohen
Vertrieb:X-Gabu
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.06.2006 (Kauf)



Inhalt
Vor Jahren erlaubten sich die Mitglieder einer Universität auf einer Party einen bösen Scherz mit einem schüchternen Mitschüler und erniedrigten ihn. Der Schock brachte ihn in eine Psychiatrie. Jahre später ist der Abend der Abschlussfeier gekommen und die ehemaligen Beteiligten des bösen Scherzes ahnen nicht, dass sich das Grauen selbst auf die Party eingeladen hat. Und hinter einer Maske versteckt sich ein Killer, der nur eins im Sinn hat: Töten!

Bild
Format1.78.1 (anamorph) / 1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Wenn man die Wahl zwischen Vollbild und anamorphen, gematteten Breitbild hat, was nimmt man da wohl? Natürlich das Vollbild denn das wirkt weniger eingeengt als die Widescreen-Variante, die ansonsten gleiche Qualität erbringt. Die sehr starke farbige Ausleuchtung innerhalb des Zuges wird dementsprechend mit ebenso kräftigen Farben bei der DVD wiedergegeben. Beim Kontrast muss man mit einer etwas verträumten, in dunklen Szenen nicht immer deutlichen Atmosphäre auskommen, wobei es eigentlich keine Szene gibt, die im Schwarz ertrinkt, sondern vielmehr Details in den Schatten verschwinden. Bisher hierhin ist das 4 Punkte wert, aber selbst fürs Alter fällt die Schärfe etwas zu niedrig aus. Möglicherweise liegt es an der Kompression, denn sehr oft sind Verpixelungen zu sehen. Damit verspielt sich die DVD die Chance auf die gute Wertung, denn einen MPEG-Stream anzufertigen hat nun mal nichts mit dem Alter des Materials zu tun. Trotz löblich ausbleibender Verschmutzungen und Altersbonus ist nicht mehr drin.

Vergleichsbild zwischen Vollbild- und Widescreen-Version

 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szene
 Wie es eben so ist bei älteren Filmen, ist der deutsche Ton mittenlastig mit etwas Zischeln im Hochtonbereich. Trotz dieser Mängel, die einem unrestaurierten Ton einfach anhaften, kommt der Sound gut zur Geltung. Die Musik trägt keine merklichen Verzerrungen, hat aber ein paar kurze Sprünge drin. Eine Stelle zu Beginn flacht bei den Dialogen deutlich ab, aber auch das darf als Ausnahme angesehen werden. Eine andere, sehr kurze Sequenz besitzt keine Eindeutschung und wird daher mit Untertiteln versehen und im O-Ton wiedergegeben. Apropos O-Ton: Der wäre hier Pflicht gewesen.
 ++----

Extras
Extras
  • Dt. Trailer (1:36 Min.)
  • Originaltrailer (2:48 Min.)
  • Trailer (1:26 Min.)
VerpackungGroße Hartbox
 Die DVD, natürlich wieder schick in eine Hartbox gepackt, bietet leider nur drei Trailer, von denen ich eigentlich nur der Original-Trailer authentisch rüberkommt. Die anderen beiden scheinen mir später nachproduzierte Eigenzusammenschnitte zu sein. Die DVD selbst erschien in drei verschiedenen Covervarianten.
 ------

Fazit
- "Sie wird's überleben."
- "Ich weiß nicht, diesmal bin ich nicht sicher."

Ja, es ist wahr: Der überwiegende Teil der Horrorfilme, die auf der Erfolgswelle von Interner Link"Halloween" bzw. Interner Link"Freitag der 13." mitschwimmen wollten, sind einfach Scheiße, miese, billige Schnellschüsse, nur im Erfinden von kreativen Todesarten latent bemüht. Was ist es da eine Freude, wenn einem einer dieser Epigonen über den Weg hoppelt und der ist auch noch sorgfältig gemacht.

Man darf zwar schon vorsorglich mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob des dämlichen deutschen Verleihtitels, aber wenn die Reise endlich losgeht, dann ist dieses frühe Ärgernis schon so gut wie vergessen. Hier haben wir's mit der üblichen Wir-sind-mit-der-Uni-fertig-Clique zu tun, die sich, zum Zwecke ordnungsgemäßen Abfeierns (samt Saufen, Knutschen und ggf. Poppen) für die Abschlussparty einen alten Dampfzug gemietet hat, komplett auf sonst stillgelegter Strecke. Im Inneren wird die Party als Kostümfest abgehalten und einen Zauberer hat man auch engagiert, die Mädels sollen ja richtig in Stimmung geraten. Ausgangsposition bezogen? Gut, dann bitte jetzt metzeln!
Und es geht auch noch vor dem Start los, denn wie man schon vor den Vortiteln erfahren hat, wurde sich da vor einigen Jahren mit einer blassen Maus ein böser Scherz erlaubt, nämlich der Arme erst scharf gemacht (und zwar von Jamie Lee Curtis in persona "Lana") und ihm dann strategisch eine angematschte Anatomieleiche in die Heia gelegt, just als er sich draufstürzen will. Daraufhin in ein gut gepolstertes Kämmerchen eingekastelt, ist der gute Kenny aber pünktlich zur Abfahrt mit allerlei schlechten Absichten zur Stelle und reist in Verkleidung mit. Was nun folgt, ist recht einfach vorstellbar und so geschieht es auch, es wird schön der Reihe nach in wechselnden Masken gemeuchelt. Und damit dieses Killing-by-Numbers nicht allzu öde gerät, nutzt Roger Spottiswoode alle Möglichkeiten, die ihm das Drehbuch lässt: die bedrückende Enge in den Abteilen, Schlafwagen und Feierbereichen; die Maskerade, in deren Verlauf der Killer immer wieder für jemanden anderen gehalten wird, den er gerade schon beseitigt hat; die absolute Isolation der verschneiten Landschaft, durch die der Zug rast, nachdem auch die Zugbegleiter langsam ausgeschaltet werden. Zusätzlich punktet der Film durch die Anwesenheit des Mietzauberers, in diesem Fall Mr. David Copperfield höchstpersönlich in jungen Jahren, der einige noch einfache Nummern zum Besten gibt und auch gleich noch einem eigenen Trick zum Opfer fallen darf. Unwirklicher wird das Geschehen noch durch das vorherrschende Zwielicht und den Einsatz von jeder Menge Weichzeichner, die den besonderen Anstrich des Ganzen begünstigt. Schauspielerisch ist natürlich Unterforderung angesagt, Mrs. Curtis muss wenig mehr tun, als ordentlich kreischen und dazu hat sie reichlich Gelegenheit, nur Ben Johnson als Zugbegleiter kann etwas Charisma ins Spiel bringen, der Rest der Besetzung goes Burger.
Auf der Negativseite ist zu vermerken, dass bis auf die eine oder andere Finesse die Story der letzte Quark ist, der gute Kenny wie weilend Michael Myers auch unter größten Bemühungen nicht totzukriegen ist, obwohl so ziemlich alles in ihn reingestoßen wird, was da nicht hingehört und die Tatsache, dass er sich gegen Ende so hinreißend durch das Geschehen grunzt, dass man daran zweifelt, dass er in der Lage war, die Sache mit der Flucht und seiner Verkleidung (die hier nicht verraten werden soll) intellektuell zu bewältigen.

Das ist der Teenie/Studenten-Frühslasher, der noch am ehesten erträglich ist, wenn einem die Storyline nicht eh zu blöde ist. Handwerklich mit einigem Geschick gemacht, nicht zu sehr auf Ekeleffekte, sondern ein wenig mehr auf Suspense setzend, reicht er für einen gemütlichen Fernsehabend vorzugsweise ohne Freundin (Ausnahmen sind immer gern gesehen).



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.