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UK 2005
Originaltitel:Evil Aliens
Länge:89:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Jake West
Buch:Jake West
Kamera:Jim Solan
Musik:Richard Wells
SFX:Tim Berry
Darsteller:Chris Adamson, Emily Booth, Sam Butler, Tree Carr, Tim Clark, Glenn Collier, Jennifer Evans, James Heathcote, Mark Holloway, Jamie Honeybourne, Scott Joseph, Norman Lovett, Peter O'Connor, Dan Palmer, Jodie Shaw, Nick Smithers, Chris Thomas, Mildred Von Heildegard, Mark Richard Williams
Vertrieb:Anolis/e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:18.10.2006 (Verleih) / 01.03.2007 (Kauf)



Inhalt
Moderatorin Michelle Fox sucht angesichts rapide sinkender Einschaltquoten verzweifelt nach einem neuen Aufhänger für die Show. Da kommt die Leidensgeschichte von Cat Williams wie gerufen. Das Farmgirl behauptet, in einer nebeligen Nacht nahe den "Devils Teeth", einer Stonehenge-artigen Felsformation, von Aliens entführt und befruchtet worden zu sein. Bald ist ein illustres Team aus Pseudowissenschaftlern und Fernsehtechnikern zum gottverlassensten Zipfel von Wales unterwegs. Vor Ort will man die ungeheuren Vorgänge beleuchten und die (mittlerweile angeschwollene) Cat interviewen. Die Einheimischen, auf ihr walisisches Kulturgut besonnen, lehnen allerdings die englische Sprache ab, was dem Team einige Kommunikationsprobleme bereitet. Den Aliens wiederum ist das ziemlich egal, verstehen sie sich ohnehin schlecht auf Konversation und verwursten, massakrieren und schwängern stattdessen alles, was ihnen in den Weg kommt - seien das Kühe, Waliser oder Touristen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen Digital gedrehten Independent-Film bekommen wir einen wirklich hervorragenden, doch auch recht wechselhaften anamorphen Transfer geboten. Die Farbgebung ist meist sehr natürlich, stellenweise etwas blass gewählt. In anderen Sequenzen bekommen wir knallige Farben zu Gesicht, welche sich offensichtlich als Stilmittel zu erkennen geben. Der Kontrast liefert ebenfalls eine gute bis sehr gute Arbeit ab, was dann aber immer Szenen abhängig ist. Hier unterscheiden sich viele Aufnahmen sehr stark voneinander. So sind z.B. die Sequenzen zu Beginn im Raumschiff sehr kontrastreich und mit einem tollen Schwarzwert ausgestattet. Details werden in den dunklen Sequenzen nicht verschluckt und zudem wirkt das Bild dank saubere Konturen sehr plastisch und angenehm scharf. In anderen Szenen fehlt es dem Kontrast gerade an diese Brillanz, was aber selten der Fall ist. Die Detailschärfe könnte insgesamt etwas besser sein und viele Sequenzen wirken sehr weich, aber niemals unscharf. Zudem ist ein Grundrauschen und daraus resultierende stehenden Rauschmuster keine Seltenheit. Die Kompressionen selber arbeiten sehr sauber, jedoch trüben starke Bewegungsunschärfen den Sehgenuss etwas und verhindern letztlich eine höhere Punktzahl.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Synchronfassung liegt in Dolby Digital 5.1 vor und bietet eine gute Sprachwiedergabe, wobei die Stimmen im Vergleich zur deutlich natürlicheren englischen Fassung steril und dumpfer wirken. Für die passende Räumlichkeit sorgen die vielen Umgebungsgeräusche, welche auf die Rears gelegt wurden, aber auch der Score wurde sehr schön auf alle Kanäle verteilt. Somit haben die Effektlautsprecher stets etwas zu tun, obgleich der Frontanteil immer noch etwas zu dominant ausgefallen ist. In den passenden Momenten dürfen direktionale Effekte nicht fehlen und diese verfehlen dann auch nicht ihre Wirkung. Insgesamt ein sehr dynamischer Mix, der zudem mit einigen schönen Basseinlagen aufwarten kann. Der englische 5.1 Mix klingt wie oben bereits erwähnt natürlicher in den Dialogen und wirkt zudem etwas weiträumiger als der deutsche Track, der im direkten Vergleich im Frontbereich zu laut und dominant abgemischt wurde.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit dem Regisseur Jake West und Produktions-Designer Neil Jenkins
  • A Tour of: Life Creations (4:38 Min.)
  • Bildergalerie (69 Bilder)
  • Trailer (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Death Trance (2:21 Min.)
    • 999 (2:14 Min.)
    • Dedales (3:15 Min.)
    • My Wife is a Gangster (1:22 Min.)
    • Zwei beinharte Profis (1:38 Min.)
    • Killer Tattoo (3:47 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben einen informativen, aber leider nicht untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur Jake West und Produktions-Designer Neil Jenkins, finden wir hier eine Bildergalerie, den Originaltrailer, sowie eine Trailershow. Zum Schluss gibt es noch das knapp 5minütige Featurette "A Tour of Life Creations", bei dem wir den Maskenbildnern bei ihrer Arbeit zu sehen dürfen. Leider viel zu kurz. Zudem ist das DVD-Menü recht mager ausgefallen und besteht lediglich aus Standbildern mit Musikuntermalung.
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Fazit
Nach dem genialen Vampir-Trasher Interner Link"Razor Blade Smile" ist "Evil Aliens" Jack Wests zweiter Regiestreich und ein ausgesprochen guter noch dazu. "Evil Aliens" nimmt sich kein Stück ernst, knallt uns einen Haufen durchgedrehter Charaktere vor den Latz und lässt diese gegen eine Horde fieser Aliens ankämpfen, welche wie eine Mischung aus Predator und E.T.s bösem Bruder aussehen. Dabei geht es in Wests Independent-Produktion recht blutig zu und mit Ekeleffekten wird nicht gegeizt. So werden wir Zeuge einer Alien-Embryo-Verpflanzung in den Bauch einer jungen Frau, dem Zersäbeln diverse Kühe, fliegende Gliedmaße, Blutfontänen à la Interner Link"Bad Taste" und einen Analbohrer, der mit Sicherheit bereits für Interner Link"Hostel 2" patentiert wurde. Wenn man "Evil Aliens" kurz und bündig beschreiben will, ist das "Bad Taste trifft auf Akte X"-Zitat auf dem Cover schon verdammt nahe an der Wahrheit, denn Splatter und Slapstick reichen sich die Hand und ganz nebenbei werden sämtliche Klischees der unzähligen Science Fiction- und Mysterie-Serien verheizt, ohne dabei billig oder gar wie ein Low-Budget-Streifen zu wirken.
Die Special Effects sind toll, die Gliedmaßen dürfen wieder gen Himmel fliegen und die Aliens wurden sehr atmosphärisch designt, wobei ich mich frage, warum die Aliens Pentagramme auf ihren Anzügen und Helmen tragen? Ist es schlussendlich doch kein Symbol der schwarzen Magie, sondern in Wirklichkeit ein interstellares Zeichen, welches wir vor Jahrhunderten von Außerirdischen bekommen haben? Spaß beiseite, denn ein Manko hat der Film dennoch und zwar die teilweise nur mäßigen CGI-Effekte, welche leider auch in einigen Goresequenzen zum Tragen kommen. Es gibt nichts Schlimmeres als Computer generiertes Blut. Der Rest, wie z.B. das animierte Raumschiff versprüht dafür einen trashigen Charme, den man sich so schnell nicht entziehen kann. Nach Sinn und Logik sollten wir bei "Evil Aliens" zwar nicht suchen, doch wer sich auf 90 Minuten trashige Splatter-Unterhaltung einlassen kann und es auch nicht störend findet, dass keiner der Protagonisten als Sympathieträger charakterisiert wird, sondern wir es hier durch die Bank weg nur mit Freaks zu tun haben, wird hier seine Freude haben. Alle anderen sollten vielleicht lieber die Finger von "Evil Aliens" lassen.
Die DVD bietet eine grundsolide Bild- und Tonqualität mit kleinen Mängel. Die Extras sind insgesamt recht mager ausgefallen und der Audiokommentar wurde nicht deutsch untertitelt. Anolis Entertainment hat aber bereits eine Special Edition angekündigt, welche wesentlich mehr Extras, sowie den Kommentar mit deutschen Untertiteln beinhalten soll. Leider gibt es noch kein offizielles Erscheinungsdatum.



Bilder der DVD




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