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D 2005
Originaltitel:Überfall der Mörderrucksäcke
Länge:74:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Ralf Kemper
Buch:Ralf Kemper
Kamera:Hanne Klaas
Musik:Ralf Kemper
SFX:Ralf Kemper
Darsteller:Eva Balkenhol, Alexandra Desoi, Gerrit Reinecke, J. Luis Martinez, Stefan Bornemann, Marieke van der Meer, Tino Rakut, Jürgen Jeanauer, Jörg Ruckel, Annette Seywert, Frank Siegk, Laila Müller, Jürgen Abt, Jeanine Melanie Kollatz, Lutz Becker
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.05.2006 (Verleih) / 19.06.2006 (Kauf)



Inhalt
Die abscheulichen Morde eines Serienkillers halten die Bewohner die Kleinstadt Sountheim in Atem. Die SOKO "Vorstadtripper" und Chefermittler Müller Karl Albertinari stehen vor einem Rätsel. Mitten in den Ermittlungen macht der SOKO-Ermittler Torben Win eine grauenvolle Entdeckung. Es lauert eine weitaus größere Gefahr als der Vorstadtripper auf die Bewohner Sountheims: eine Invasion zum Leben erwachter, fleischfressender Rucksäcke!
Zusammen mit Inis und Jannette flüchtet Torben in ein unterirdisches Bunkersystem. Vermeintlich vor den Rucksäcken in Sicherheit, finden sich in den Gängen Hinweise, die darauf schließen lassen, dass der Vorstadtripper genau hier seine Morde begangen hat. Jetzt sind nicht nur die blutgierigen Rucksäcke hinter ihnen her ...

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Wir treffen auf die typischen Krankheiten von Lowest Budget-Produktionen, auch wenn man insgesamt eine ganz gute Schärfe hinbekommt. Man muss also keine Bedenken haben, dass es typisch unscharf oder gar matschig wird, das passiert nur in seltensten Ausnahmen und kann eigentlich von den vielen detaillierten Aufnahmen überdeckt werden. Bei Farben und Kontrast muss man zwischen Innen- und Außenaufnahmen unterscheiden: Während unter künstlicher Beleuchtung sowohl die Darstellung der Schatten als auch die Farben bestens sind, bringt die natürliche Himmelsbeleuchtung ein paar Überhellungen und Verfärbungen mit sich. Das Bild ist für die niedrigen Produktionsstandards trotzdem sehr ordentlich geworden und deutlich über dem, was ich mir erwartet hätte. Eine anamorphe DVD zu verlangen, wäre sowieso zuviel, dafür ist das Bild sauber und beständig, was seine Merkmale angeht. Unter dem Vorbehalt also, dass es mit auf Film gedrehten Produktionen nicht mithalten kann, noch 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Je nach dem, aus welcher Quelle die Signale kommen, ist unterschiedlicher Klang zu erwarten. Die Musik bringt etwas Dynamik ein und hat die wenigsten Störungen, besitzt sogar eine sehr aktive Stereoabmischung. Bei den Stimmen kann der Live-Ton manchmal etwas übersteuern, ein paar Geräusche sind unsauber und in stillen Momenten hört man einen Geräuschpegel, der entweder Rauschen oder vielleicht das Aufnahmegerät ist. Grundsätzlich treten diese Dinge aber nicht so vordergründig auf, wie sich das jetzt vielleicht anhören mag. Da "Überfall der Mörderrucksäcke" eine deutsche Produktion ist, gibt es keine anderen Sprachversionen oder Untertitel.
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Extras
Extras
  • Hinter den Kulissen (24:06 Min.)
  • Geschnittene Szenen (1:40 Min.)
  • Die letzte Sendung von KTV (5:52 Min.)
  • Bildergalerie (1:36 Min.)
  • Trailer (6:18 Min.):
    • Lady Terminator
    • Das Orakel
VerpackungKleine Hartbox
 Auf einen Audiokommentar muss man leider verzichten, nicht jedoch auf ein ausführliches Making Of. Dies läuft weitestgehend unkommentiert als Aufnahme während der Dreharbeiten ab, ist aber witzig (die Darsteller kotzen sich mal so richtig aus) und für solch ein Special relativ aufwendig geschnitten. Danach folgen kleinere Extras wie zwei Outtakes, das komplette Material des TV-Senders, der sich mehrfach in den Film einblendet, und eine Bildergalerie.
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Fazit
Hatte eigentlich gedacht, man konzentriert sich hier voll auf die Mörderrucksäcke und dreht eine trashige Hommage an Zombie-Filme. Die Verbeugung vorm ursprünglichen Vorbild (Interner Link"Dawn Of The Dead") wird auch ständig deutlich, entweder wenn die Rucksäcke über Menschen auf offener Straße herfallen, gegen die Fenster eines Verstecks drücken (eigentlich: springen) oder Nachrichtensendung gesendet werden, die von der Apokalypse und den Übergriffen der gefräßigen, lebenden Taschen berichten. Doch das ist längst nicht alles. Neben gut gemachter, denn nebenher geht es auch um die Suche nach einem Serientäter, der junge Frauen übel zurichtet und der rein gar nichts mit den Rucksäcken zu tun hat. Die Verbindung zwischen diesen beiden Themen wird spät hergestellt und birgt natürlich eine unerwartete, böse Überraschung. Ralf Kempers Film, gedreht mit Mini-Crew, wahrscheinlich Freunden und auf Basis eines geringen Budgets, ist schon etwas ausgereifter als der Begriff "Amateurfilm" vermuten lässt. Neben ungeprobten Darstellern, die sich doch ganz wacker schlagen und ihre Rollen ernst nehmen und darstellen, überzeugten mich Schnitt und Kameraführung, die zu recht beschaulicher Action montiert werden und während der Hatz durch die bedrohte Stadt bzw. ein Haus gut funktionieren. Die tödlichen Stoffbehälter machen ähnliche Geräusche wie die roten Mörderfrüchte aus Interner Link"Angriff der Killertomaten", sind aber kreuzgefährlich und sorgen für splattrige Begegnungen, die den Opfern meist eine Gliedmaße oder gar den Kopf kosten können. Es ist also keine einfache Splatterkomödie, wie ich zuerst dachte, sondern Action-Horror im Kleinen mit ein paar lustigen Seitenhieben, die der Genre-Fan kaum übersehen kann. Deswegen gibt es auch keine wilde Wald-und-Wiesenjagd, sondern durchaus ein paar unübliche Szenen wie Beziehungsstress oder ein wenig Ermittlungsarbeit der Polizei. Wobei man hier die Rollen schon mit leichtem Hang zur Parodie anlegt, was den Spaß in jenen Szenen im Vergleich zu den Rucksack-Einlagen nicht abreißen lässt.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten "Trash Collection 27-29"
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