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D 2006
Originaltitel:Exitus Interruptus
Alternativtitel:Exitus Interruptus - The Death Is Just The Beginning
Länge:114:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Andreas Bethmann
Buch:Andreas Bethmann
Kamera:Andreas Bethmann, Renee Pornero, Jörg Kopetz
Musik:Morgan Latte, KezKo, Bertucci feat. Media Control, Jascka, Ismanfat
SFX:Andreas Bethmann
Darsteller:Renee Pornero, Anja Gebel, Bertucci, Nicole Lilienthal, Veronika Kuezkova, Tanja Berger, Melanie Bethmann, Jorge, Tino Reinhart, Eine Mutter, sowie Lisa mit dem Springmesser
Vertrieb:X-Gabu Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Fünf Jahre ist es nun her, dass Manuela Opfer eines sexuellen Gewaltverbrechens wurde, welchem sie nur mit großem Glück entkommen konnte und ihren maskierten Peiniger in Notwehr tötete. Fünf Jahre voller Angst und Alpträume an dieses grauenhafte Erlebnis. Mittlerweile befindet sie sich in psychischer Behandlung, welche aber für Manuela nicht wirklich hilfreich ist, da sie sich ihrem Gegenüber nur langsam öffnen kann. Ihr einziger Halt ist allerdings ihre beste Freundin Monique, welche Manuela stets zur Seite steht und Trost spendet. Doch als beide Frauen von einem Psychopathen in eine alte Villa am Waldrand entführt werden, scheint die Vergangenheit Manuela einzuholen und für beide beginnt eine Zeit unvorstellbaren Grauens ...

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Gegenüber dem Director’s Cut hat sich bei der Export-Fassung nichts am Bild getan, da beiden Versionen das gleiche Master zur Verfügung stand. Der Letterbox-Transfer überzeugt beim Widescreen-Bild durch den ordentlichen Kontrastwert, welcher selbst in kritischen Momenten eine gute Figur macht und keinerlei Details missen lässt. Die Farbgebung ist ebenfalls sauber gewählt und man bietet uns stets kräftige und satte Farben. Doch auch Farbfilter als Stilmittel dürfen nicht fehlen, was mitunter etwas zu Lasten des Schwarzwertes geht, der hierbei deutlich ins Bläuliche tendiert. Dies kann aber auch ein generelles Problem der auf Digital-Video gedrehten Produktion sein, da dies meist nur in Szenen Auftritt, in denen helle Flächen auf dunkle stoßen. Sobald der Film komplett von einer bläuchlich dunklen Silouhette umhüllt wird, ist dieses Manko quasi nicht mehr existent. Wie bei einem auf Digital-Video gedrehten Film nicht anders zu erwarten, erscheint das Bild sehr plastisch und überwiegend scharf, wobei wir uns etwas mehr Detailschärfe in den Totalen gewünscht hätten. Doch sobald das Bild Close-Ups zeigt, oder einfach nur näher an die Protagonisten heranzoomt, wird uns ein außerordentlich detailliertes Bild geboten, in dem wir nahezu jede Pore erkennen können. Auch die Kantenschärfe leistet eine gute Arbeit und sorgt für die passende Plastizität. Etwas unschöner hingegen ist das dezente Blockrauschen im Hintergrund, was minimal zu Lasten der Schärfe geht und möglicherweise schon ein Überbleibsel der Aufnahmetechnik ist. Dafür arbeiten die Kompressionen sonst bis auf kleinere Ausrutscher sehr sauber und meistern selbst die vielen problematische Sequenzen, in den mit Filtern und Nebel (17:51 Min.) gearbeitet wird. Defekte und Verschmutzungen bleiben uns produktionsbedingt natürlich erspart und selbst Nachzieheffekte und Bewegungsunschärfen sind hier nicht auszumachen. Zudem gibt sich das Bild nahezu rauschfrei. Jetzt hätten wir davon gerne einmal einen anamorphen Transfer gesehen, der in puncto Schärfe mit Sicherheit noch mehr herausgekitzelt hätte. Für eine Independent-Produktion wird uns im Ganzen aber ein wirklich sehr gutes Bild geboten.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch
 Wie auch schon beim Bild hat sich beim Ton auch nichts geändert. Die neuen Szenen der Exportfassung passen sich Tonal hervorragen an die Director’s Cut-Fassung an, so dass man zu keiner Zeit einen Unterschied feststellen kann. Auch hier gilt, dass im Gegensatz zu einer Vielzahl deutscher Independent-Filme man sich hier die Mühe machte, den Film komplett zu synchronisieren und lle Umgebungsgeräusche und Soundeffekte neu abmischen lies. Hinzu kommt ein sauber aus der Front hallender Score, der wiederum von einem nicht zu verachtenden Bass begleitet wird. Die Dialoge der gut produzierten Synchronisation sind stets gut zu verstehen und dominieren nie den Stereokanal, lassen somit genügend Spielraum für Musik und Umgebungsgeräusche. Leider wurde "Exitus Interruptus" nur in Stereo abgemischt, wobei ein ordentlicher 5.1 Mix eine feine Sache gewesen wäre. Optional lassen sich hier noch englische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Trailer zum Film (1:07 Min)
  • Exporttrailer (1:19 Min)
  • Audiokommentar mit Andreas Bethmann und Jörg Kopetz (114:32 Min)
  • Teaser (1:20 Min.)
  • Intra Exitus (132:57 Min)
  • Entfernte Szene aus Intra Exitus (14:39 Min.)
  • 12 enfernte Szenen aus Exitus Interruptus (10:59 Min.)
  • Interview mit Anja Gebel (10:09 Min.)
  • Interview mit Andreas Bethmann (5:18 Min.)
  • Interview mit Renee Pornero (18:52 Min.)
  • Interview mit Jörg Kopetz (7:02 Min.)
  • Interview mit Bertucci (6:30 Min.)
  • Drehbilder (2:13 Min.)
  • Teaser "Exitus 2 - House of Pain" (0:47 Min.)
  • Bethmanns privater Bonus (2:33 Min.)
VerpackungHartbox
 Der Bonus dieser 3 DVD umfassenden Hardbox ist der absolute Hammer und der Zuschauer bekommt nur alles Erdenkliche um die Ohren geschmissen. Auf der ersten DVD, welche identisch mit der Director’s Cut-Version ist, befindet sich wie schon gehabt der Trailer zum Film. Auf der zweiten DVD, die die Export-Fassung enthält, darf sich der Filmfreund auf einen Audiokommentar mit Andreas Bethmann und dem von uns sehr geschätzten und dem Wicked Team angehörendem Jörg Kopetz freuen. Zudem gibt’s noch den Exporttrailer und den Teaser. Die absolute Krönung jedoch ist die DVD 3, die zudem "Intra Exitus" genannt wurde und die gleichnamige Dokumentation zur Entstehung des Films enthält. Dazu gesellt sich noch eine entfernte Szene aus "Intra Exitus" sowie 12 entfernte Szenen aus "Exitus Interruptus". Doch das ist noch lange nicht alles, denn man bekommt noch einige Interviews mit Andreas Bethmann, Renee Pornero, Anja Gebel und Jörg Kopetz präsentiert. Und zum Ende der DVD gibt’s noch Drehbilder vom Set und den Teaser für den 2007 anstehenden Interner Link"Exitus 2 - House of Pain". Und als kleine Überraschung gibt’s zum Schluss noch Bethmanns privaten Bonus. Filmherz was willst du mehr.
Hier noch ein paar Screenshots aus "Intra Exitus":



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Fazit
Funktionierte der Director’s Cut schon sehr gut und stellte bis dato Andreas Bethmanns beste Arbeit dar, gelingt ihm mit seiner für den ausländischen Markt erstellten Export-Fassung nochmals ein Schritt nach vorn. Es ist zwar immer noch derselbe Film, jedoch wirkt er mit den zusätzlichen Szenen noch besser und extremer. Der ohnehin schon sehr zeigefreudige Film ist in der Export-Fassung noch deutlich intensiver und betritt den Bereich des Hardcore-Spielfilms, was ihm aber nicht schadet. Vielen Fans war der Director’s Cut ja gerade in den Liebesszenen deutlich zu harmlos. Aber Bethmann hat auch hier deutlich dazu gelernt, da er nicht lange auf eine Szene draufhält, sondern durch rasante Schnitte dem Film ordentlich Schwung gibt. Die Atmosphäre dieses Gezeigten wirkt auf den Zuschauer deutlich verstörend. Eigentlich kann man sagen, abgrundtief pervers und brutal. Gerade die Folterung mit dem Wassertropfen muss hier Erwähnung finden, da sie gerade auch durch Renee Pornero geradezu unheimlich extrem rüberkommt und deutlich ihre Abhängigkeit zu ihrem Peiniger verdeutlicht. Oder die Vergewaltigungsszene, die durch den nekrophilen Gedanken mehr als erschreckend auf den Zuschauer wirkt. Viel mehr möchte ich zu diesem genial kranken Film auch nicht sagen und jeder sollte sich selber ein Urteil bilden. Für mich ist dies nicht nur Bethmanns bester Film sonder auch ein hervorragend durchdachtes Psychogramm menschlicher Abgründe.
Da die DVD bzw. das 3er Set durchaus durch gute Qualität und einer Menge an Bonusmaterial überzeugen kann, dürfte einem Kauf doch eigentlich nichts mehr im Wege stehen und sei von meiner Seite aus durchweg empfohlen. Aber bitte dran denken, Interner Link"Muttertag" war gestern, "Exitus Interruptus" ist heute.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Exitus Interruptus
Exitus Interruptus - Der Tod ist erst der Anfang (Director's Cut)
Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen Part 2
Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen Part 1 (X-Rated Hartbox Nr.0)
Exitus Interruptus
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