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JP 2001
Originaltitel:Katakuri-ke no kôfuku
Länge:112:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Miike
Buch:Ai Kennedy, Kikumi Yamagishi
Kamera:Hideo Yamamoto
Musik:Kôji Endô, Kôji Makaino
SFX:Misako Saka
Darsteller:Kenji Sawada, Keiko Matsuzaka, Shinji Takeda, Naomi Nishida, Kiyoshiro Imawano, Tetsuro Tamba, Naoto Takenaka, Tamaki Miyazaki, Takashi Matsuzaki, Yoshiki Arizono, Chihiro Asakawa
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.01.2006 (Verleih) / 27.02.2006 (Kauf)



Inhalt
Die mehr oder minder glückliche Familie Katakuris eröffnet auf dem Land eine kleine Pension, um dort von deren Einnahmen ein behütetes und ruhiges Leben führen zu können. Dummerweise scheiden die Gäste von Beginn der Eröffnung auf sehr bizarre Weise aus dem Leben, so dass die Familie sich stetig darum bemühen muss, den friedlichen Schein zu wahren. Als die Polizei nach den vermissten Personen sucht, nehmen die turbulenten Ereignisse einen wahnwitzigen Verlauf.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Qualität ist diesmal doch ganz anständig, obwohl es so aussieht, als ob Miike hier wieder auf Digital Video drehen ließ. Deswegen ist die anamorphe Abtastung mitunter leicht unscharf und etwas zu grell, die Farben stellenweise wie gefiltert und manchmal auch mit leichter Blässe beladen. Wobei die vielen stilistischen Spielereien klar für eine Aufwertung sprechen, denn einige Szenen enthalten ein sichtbares, langsames Herunter- oder Raufregeln der Farbpaletten. Mit der Schärfe darf man weitestgehend auch zufrieden sein, auch wenn es manchmal sowohl an Details als auch an der ordentlichen Konturenplastizität mangelt. Deswegen werden die vier Punkte auch nur knapp vergeben, besonders in Anbetracht von fast makellosen Bildern im Freien. Dunkle Bildteile sind etwas seicht, aber nicht zu hell. Außerdem wird im Hintergrund oft Blockrauschen deutlich, welches in den wenigen hektischen Aufnahmen bis hin zur Verpixelung reicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton, der sowohl in der deutschen, als auch in der japanischen Fassung in 5.1 vorliegt, weist kaum größere Schwächen auf. Die Synchro steht über dem Standard der Eindeutschung asiatischer Filme, der Klang ist störungsfrei, klar und offen. Die wenigen Soundeffekte, die sich etwas vom Front fixierten Klang abheben, werden souverän umgesetzt, nur bei den Songs hätte man sich etwas mehr Fülle und vor allem mehr Raumklang gewünscht. Man muss allerdings dazu sagen, dass die musikalische Gestaltung mit ihren Latino-Klängen und Schnulzen-Balladen nicht gerade das volle Bass-Brett fährt. Von daher geht auch das schon in Ordnung und die Wertung geht noch mit hauchdünnen 4 Punkten durch. Untertitel gibt es einmal komplett in deutsch und einmal eine teilweise Untertitelung für die Songtexte, die natürlich im japanischen Original belassen wurden.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar Takashi Miike
  • Trailer des Originals "The Quiet Family" (2:32 Min.)
  • Animieren der Katakuris (5:28 Min.)
  • Trailer dt. (2:06 Min.)
  • Trailer jp. (1:45 Min.)
  • TV-Spot (0:15 Min.)
  • Interviews:
    • Tetsuro Tanba (4:01 Min.)
    • Kiyoshiro Imawano & Shinji Takeda (4:25 Min.)
    • Keiko Matsuzaka (2:46 Min.)
    • Naomi Nishida (2:17 Min.)
    • Takashi Miike (5:00 Min.)
    • Kenji Sawada (4:57 Min.)
  • Making Of (30:40 Min.)
  • Trailershow:
    • Survive Style (1:36 Min.)
    • Cutie Honey (2:03 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 Die Ausstattung der DVD weiß zu gefallen, denn neben einem Featurette über die Animationen und Interviews mit Cast & Crew gibt es ein halbstündiges Making Of in dem man hautnah miterleben kann, wie viel Spaß die Darsteller, die in vielen Fällen in Japan echte Stars sind, an diesem Film hatten. Neben dem Making Of ist der Audiokommentar, den Takashi Miike mit einem der Nebendarsteller eingesprochen hat, der Höhepunkt des Bonusmaterials. Merklich gut gelaunt schwanken die beiden zwischen informativen Fakten und totalem Blödsinn. Hier liegt zwar die eine oder andere Schwierigkeit, wenn man aufgrund der japanischen Sprache, allein auf die Untertitel angewiesen, so manch ironischen Klang in den Stimmen nicht wirklich mitbekommt, doch das Anhören bzw. Durchlesen des Kommentars lohnt sich auf jeden Fall. Abgerundet wird die DVD von verschiedenen Trailern zum Film und zu "The Quiet Family".
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Fazit
Nicht nur in Amerika erfreuen sich Remakes großer Beliebtheit, auch die asiatischen Länder covern sich oft und gerne gegenseitig. So haben wir es bei "The Happiness of the Katakuris" mit Takashi Miikes Neuinterpretation des koreanischen "The Quiet Family" von 1998 zu tun. Erzählt wird die Geschichte der Familie Katakuri, die irgendwo in den Bergen eine Pension führt, welche sich allerdings, was den Zuspruch der Gäste angeht, nicht gerade besonderer Beliebtheit erfreut. Als sich dann endlich der lang ersehnte erste Gast in die Gegend verirrt, gibt es nach der ersten Nacht ein wahrhaft böses Erwachen. Denn der Mann hat sich offenbar in seinem Zimmer selbst umgebracht. Aus Angst vor schlechten Schlagzeilen und der abschreckenden Wirkung auf potentielle Kunden beschließen die Katakuris, sämtliche Spuren zu beseitigen und die Leiche im Wald zu vergraben. Doch dies war nicht der letzte Todesfall unter den Gästen und so geht die morbide Nebenbeschäftigung der Familie Katakuri weiter.

Man sollte schon die eine oder andere Zeile über diesen Film gelesen haben, bevor man blind ins DVD-Regal greift. Denn was einen bei diesem kruden Genremix erwartet, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Die zunächst einmal als Familiendrama angelegte Handlung hält den Film absolut eigenständig zusammen und aufgrund der ursympathischen Familienmitglieder ist man als Zuschauer geneigt, ihnen beim Kampf um ihr Heiligstes, ihre geliebte Pension, alle Daumen zu drücken. Da der Regisseur aber Takashi Miike heißt, fließen in den Film noch jede Menge irrwitzige Elemente mit ein. Manche Szenen sind mit Knetgummi animiert, ein paar der Besucher sind spirituell oder anderweitig äußerst abgedriftet und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, werden weite Teile der Handlung über Lieder vermittelt. Oh ja, "The Happiness of the Katakuris" ist tatsächlich auch ein Musical, wobei ich hier allerdings den mittlerweile oft inflationär benutzten Begriff des 'Grusicals' vermeiden möchte. Zwar bietet die Story so manches Horror-Motiv, jedoch stehen diese Elemente aufgrund der Vielzahl an anderen Einflüssen nicht wirklich im Vordergrund. Außerdem ist der Film im Ganzen einfach viel zu bunt, um dem Zuschauer ernsthaft Angst einzujagen.

Stattdessen spielt er wunderbar mit so manchem Horror-Klischee und lässt die bedauernswerten Katakuris von einer hanebüchenen Situation in die nächste schlittern. Ob es darum geht, einen toten Sumoringer aus dem ersten Stock zu verfrachten, oder dass die Leichen wieder ausgebuddelt werden müssen, da plötzlich eine neue Straße in der Gegend gebaut wird - für Unterhaltung ist gesorgt, und die sollte bei einem Musikfilm ja auch im Vordergrund stehen. Takashi Miike ergänzt sie aber noch um so manche schrille Idee, die den Film auch für Nicht-Musical-Fans absolut interessant werden lässt.



Bilder der DVD




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