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CAN 1981
Originaltitel:Threshold
Alternativtitel:Herzchirurg Dr. Vrain
Länge:93:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Richard Pearce
Buch:James Salter
Kamera:Michel Brault
Musik:Micky Erbe, Maribeth Solomon
Darsteller:Donald Sutherland, Jeff Goldblum, Allan F. Nicholls, Sharon Acker, Jana Stinson, Jessica Steen, Mavor Moore, Mare Winningham, Lally Cadeau, Marilyn Gardner, John Marley, Michael Lerner, Bob Warner
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Wie weit darf medizinische Forschung gehen? Herzchirurg Dr. Vrain (Donald Sutherland) lernt auf einer Tagung den Wissenschaftler Aldo Gehring (Jeff Goldblum) kennen, der völlig neue Wege der Kunstherzentwicklung einschlägt. Beide arbeiten fortan auf diesem unerforschten wie umstrittenen Gebiet zusammen. Als eine junge Frau (Mare Winningham) zu sterben droht, will Dr. Vrain das Kunstherz einpflanzen, doch das "Ethische Komitee" stellt sich gegen ihn ...

Bild
Format1.55:1 (Letterbox)
NormPAL
 Hier hat man eine denkbar schlechte Vorlage auf DVD gebracht, die dem Alter des Films deutlich Tribut zollen muss. Eigentlich sogar noch mehr als das: Weiße Kratzer treten in geringem Maße auf, erinnern aber schon an eine alte TV-Aufnahme. Das Rauschen ist sehr stark ausgeprägt, ist aber mehr ein Flimmern als ein natürliches Rieseln, welches vielleicht noch von der Filmkörnung stammen könnte. Hier setzt dann auch noch die Kompression an, die das Ergebnis durch zusätzliche Muster im Pixelgewühl verschlechtert. Das Rauschen setzt sich übrigens auch in Bewegungen fort, sorgt dort für verschleppende Effekte. Wäre dies alles, bei der insgesamt befriedigenden Schärfe, wären 3 Punkte noch möglich. Aber das Letterbox-Bild versagt auch bei den Farben, die weitaus natürlicher sein sollten. Auch der Kontrast schlägt negativ zu Buche, denn das Bild ist oftmals zu dunkel, zu wenig ersichtlich, so dass beispielsweise das abendliche Treffen unter Freunden bei Dr. Vrain an einigen Stellen nur noch schwarz überzeichnet ist.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Tonspur rauscht dumpf im Hintergrund und bietet ein etwas knarziges Klangbild, das von den Dialogen dominiert wird. Der Hintergrund klingt karg und die Musik äußert sich nicht sehr überzeugend mit dünnen, dezent kratzigen Lauten. Wer nur darauf aus ist, den Dialogen problemlos folgen zu können, bekommt das natürlich, jedoch ohne große Schnörkel und mit einigen Abstrichen beim Klang. Zum Vergleich wäre der O-Ton interessant gewesen, nur leider existiert der hierbei nicht. Die deutschen Untertitel gehen konform mit dem Gesprochenen, nur manchmal werden die bereits abgelaufenen Untertitel noch kurzzeitig mit auf der Seite der nächsten Tafel angezeigt. Auch hier gilt die knappe Entscheidung von nur 2 Punkten.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:37 Min.)
  • Special Herz (2 Seiten)
  • Biografien:
    • Donald Sutherland (4 Seiten)
    • Jeff Goldblum (3 Seiten)
    • Mare Winningham (2 Seiten)
  • Trailershow:
    • Befreite Zone (1:27 Min.)
    • Kombat Sechzehn (1:18 Min.)
    • Das Lächeln der Tiefseefische (0:54 Min.)
    • Bruderschaft des Todes (1:48 Min.)
    • Midsummer (0:39 Min.)
    • Gib's ihm Chris (1:36 Min.)
    • Justitia (1:36 Min.)
    • Dina (1:23 Min.)
    • Omagh (1:37 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben 12 Trailern, dem Trailer zu A"Threshold" und einem sehr kurzen Special zum Thema Kunstherz werden uns noch drei Biografien mit Auszügen aus der jeweiligen Filmografie geboten.
 +-----

Fazit
Arztfilme, schauderhaft! Grad noch mal Glück gehabt, dass "Threshold" nicht in die Sparte der allseits beliebten TV-Serien um die Halbgötter in weiß springt - dafür ist er zu früh -, sondern ein relativ gut besetzter Nervenkitzel um die erste Kunstherztransplantation darstellt. Leider eine, die durchschnittlich und über lange Strecken auch langweilig ist. Donald Sutherland als Genius und Spezialist auf dem Gebiet der Herzchirurgie zeigt zwar immer wieder gegenüber seinen Patienten Gefühl, ist mir aber in vielen Szenen, beispielsweise wenn er im Eilschritt Hände schüttelnd an Hospitalbesuchern vorbeiläuft, zu selbstherrlich und berechnend. Ich bin mir nicht sicher, ob es am sterilen Umfeld liegt oder an der etwas emotionslosen Geschichte selbst, aber einzig Jeff Goldblum als Wissenschaftler (und Erfinder des künstlichen Organs) bringt etwas Wind in das siechende Szenario, verspielt aber gegen Ende hin wegen leichter Selbstüberschätzung und philosophischen Dauerphrasen seine Sympathien und wird dann vielleicht deswegen zur Randfigur degradiert. Was heute sicherlich zu einer dramatischen Berg-und-Tal-Fahrt ausgeschmückt würde, ist in der 1981er Umsetzung ein wenig bewegendes, von dauerhaft trauriger Stimmung berührtes Filmchen auf TV-Niveau, das sich besonders der Forschung und Entwicklung der medizinischen Revolution annimmt und natürlich auch ein paar sehr unappetitliche Operationen am offenen Herzen zeigt. Fast so, als ob man hier das wirkliche Leben dokumentieren möchte, welches nicht nur aus Helden besteht, dokumentiert man diese Geschehnisse etwas sachte. Hier wäre es unbedingt nötig gewesen, an der Dramaturgie zu arbeiten, denn was im Realen funktioniert, ist nicht immer für einen Film geschaffen.



Bilder der DVD




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