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D 2006
Originaltitel:Drawn In Blood
Alternativtitel:Drawing Blood
Länge:93:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Péter Palátsik
Buch:Derek Meister, Bennett Owen
Kamera:Isabelle Arnold
Musik:Moritz Denis, Eike Hosenfeld
Darsteller:Anna Fin, Tim Williams, Luise Bähr, Dan van Husen, Sabine Vitua, Tomas Spencer, Patrick Dewayne, Cornell Adams, Moritz Koch, Helmut Rühl
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Marian reist mit einer traurigen Aufgabe von New York nach Berlin: Ihr Bruder Michael hat Selbstmord begangen und sie muss seine Wohnung auflösen. Mit ihrer Berliner Freundin Susann macht sie sich an die Arbeit und findet dabei irritierende Fotos in Michaels Unterlagen. Nach und nach lernt sie die ebenso mysteriösen Nachbarn kennen: Bergen, den unheimlichen alten Mann, und Eric, den selbstbewussten Comiczeichner, den Marian jede Nacht mit einer anderen Frau beobachten kann. Als diese Frauen nacheinander ermordet werden, erscheint Michaels Tod plötzlich in einem anderen Licht. Marian glaubt nicht mehr an Selbstmord und schwebt unvermittelt selbst in Gefahr ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben sind oftmals sehr schlicht gehalten, um nicht sagen zu müssen, dass sie eine biedere, leicht angesäuerte Stimmung einfangen, die den Film leider auch etwas zu stark charakterisiert. Auf natürliche bzw. knallige Töne muss man fast gänzlich verzichten und der Kontrast passt sich dem jeweiligen Material auch nicht besonders gut an, so dass man ziemlich fix das etwas niedrigere Budget anhand des verwendeten Aufnahmeverfahrens erahnen kann. Mehr war vermutlich auch nicht aus dem Material herauszuholen, welches selten auch mal unscharf wird und besonders in dunklen Szenen ein deftiges Rauschen vorführt, welches sich dank zusätzlich heller Körnung jedem Versuch eine Filterung widersetzen würde. So bewegt sich die DVD-Umsetzung auf TV-Niveau und scheitert besonders an den düsteren Aufnahmen, trotz anamorpher Technik. Schlecht sieht die DVD deshalb nicht aus, man muss seine Ansprüche nur ein wenig herunterschrauben, dann gibt es sicher keine Enttäuschung.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Zwei statt vier Tonspuren hätten die meiste Zeit über für "Drawn In Blood" gereicht, denn die Surround-Dichte ist fast verschwindend gering, so dass man die blitzschnell einsetzenden und meist fix wieder verschwindenden Laute auf den hinteren Lautsprechern kaum wahrnehmen dürfte. Das soll nicht bedeuten, dass nicht zumindest der Score Dynamik erzeugen kann. Das gelingt recht gut und ist somit der überzeugendste Aspekt der Tonspuren. Sonst herrscht leichte Tristesse wegen Dialoglastigkeit, noch etwas mehr sogar beim befangenen deutschen Ton, einer Synchro, was man bei einer Produktion aus deutschen Landen sicherlich nicht vermutet hätte. Somit sind die Dialoge im Englischen ein wenig feiner und man hat noch die Wahl zwischen Untertiteln in beiden Sprachen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Trailer (1:42 Min.)
  • Making Of (18:16 Min.)
  • Entfallene Szenen (2:59 Min.)
  • Erweiterte Szenen (16:03 Min.)
  • Outtakes (4:23 Min.)
  • Interviews:
    • Péter Palátsik (18:00 Min.)
    • Tim Williams (7:07 Min.)
    • Tomas Spencer (7:23 Min.)
    • Dan van Husen (3:45 Min.)
  • Fotogalerien:
    • Hinter den Kulissen (1:58 Min.)
    • Cycle Of Pain (1:11 Min.)
  • Trailershow:
    • Bruderschaft des Todes (1:48 Min.)
    • Wer tötete Bambi? (1:31 Min.)
    • Praying Mantis (1:29 Min.)
    • Tropix (1:33 Min.)
    • Verführt (1:41 Min.)
    • Justitia / Rache für meine Tochter (1:36 Min.)
    • Kombat Sechzehn (1:18 Min.)
    • Clubland (1:46 Min.)
    • Broadcast Killer (2:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Die gute Nachricht hier ist, dass reichlich Bonusmaterial für diese kleine Produktion vorliegt, die schlechte, dass man vieles Englisch beließ und nicht Deutsch untertitelt hat. So dürfte der Audiokommentar mit Regisseur Péter Palátsik und den Darstellern Anna Fin, Tim Williams und Luise Bähr für viele Zuschauer vielleicht schon wegfallen. Selbiges gilt für den Einblick hinter die Kulissen, die zumindest teilweise deutsch gesprochen sind. Als nächstes sind fast 20 Minuten an entfallenen und erweiterten Szenen zu sehen, wobei unter den erweiterten Szenen nicht allzu viel neues Material dabei ist. Mit dem Regisseur und drei Darstellern wurden zusätzlich Interviews angefertigt, die eine Gesamtspielzeit von gut 26 Minuten haben. Unter den Fotogalerien befindet sich eine, welche die Cover zu den fiktiven Comic-Heften enthält. Subjektiv ausreichend und interessantes Material, objektiv muss man aber einwenden, dass für eine deutsche DVD kaum etwas dabei ist, welches auch in dieser Sprache vorliegt.
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Fazit
Es wird mal wieder deutsch gestochen, diesmal sogar mit Comic-Vorlage. Der weckt gleich zu Beginn die Vorfreude auf etwas Neuartiges, denn in Comic artig verfremdeten, animierten Bildern läuft ein Kind durch den Wald und steht schließlich unbemerkt hinter einem Kapuzenkiller, der gerade dabei ist, sein Opfer gar blutigst auszuweiden. Schnitt, Übergang und wir befinden uns im "realen" Leben, in welchem Marian gerade die Bude ihres in Berlin ansässigen Bruders auflöst, der - und das mag sie kaum glauben - sich per Sprung aus dem Fenster das Leben nahm. Extra angereist aus den Staaten hat die junge Frau kaum Verständnis für deutsche Sprache und Bürokratie, denn der Papierkram ist nervig, da doch der Rückflug in Kürze ansteht. Erster dicker und mir völlig unverständlicher Fauxpas: Während Marians Umfeld perfekt ihre Sprache, also Englisch, versteht und spricht, hört die Völkerverständigung beim Ausfüllen von Formularen schon auf. Während der englische O-Ton die Darsteller auch mal brockenweise deutsch sprechen lässt, geht dieser Aspekt im deutschen Tonmodus völlig unter. Ziemlich inkonsequent! Das, was sich später zu einem reinrassigen Slasher entwickeln soll, beginnt bieder, wenig aufregend und irgendwie typisch deutsch, soll heißen: einfallslos. Charaktere kommen und gehen und ihr Hintergrund spielt kaum eine Rolle, ebenso wie das Motiv und der mögliche Täter wechselt. Ich hätte mein Bier drauf verwetten können, dass der kleine Junge in den Comic-Visionen zu einem interessanten Ende führen könnte, aber diese Symbolik wird später einfach fallen gelassen.
Konstante Größen des Films sind auf jeden Fall unser "Alltime-Psycho" Dan van Husen, der als unheimlicher, etwas aufdringlicher Nachbar seine Rolle ausfüllt, Marians Freundin, die ihr ein wenig hilft, das Chaos in den Griff zu bekommen, und natürlich der Brutalo-Comic-Zeichner von gegenüber, der mit Sicherheit irgendetwas mit dem Tod von Marians Bruder zu tun haben muss. Sex und Herumschleichen in dunklen Kellern sollen darüber hinwegtäuschen, dass das hier nur behebig vorankommt und funktioniert, bevor die Schrankszene aus Interner Link"Halloween" zum zigsten Mal ihre Ehrerbietung bekommt und man das spätestens mit Interner Link"Scream" fest etablierte "Wer ist denn nun Feind und wer Freund?"-Schema zu einem doch ganz gelungenen Showdown führt. Die Auflösung kommt zurück zu den Comics, die in der Filmmitte noch einmal zelebriert werden, aber irgendwie überkam mich nach dem Anschauen des Filmes, dass gerade dieses vielversprechende Element viel zu wenig eingesetzt wurde. Natürlich muss man immer Zugeständnisse machen, wenn es um Independent-Filmerei geht, aber hinter den kurz aufblitzenden Ideen fehlt mir einfach die Substanz, um "Drawn In Blood" über die Durchschnittlichkeit zu hieven.



Bilder der DVD




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