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ESP 1979
Originaltitel:Supersonic Man
Alternativtitel:Sonicman
aka. Super Sonicman
Länge:84:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Juan Piquer Simón
Buch:Juan Piquer Simón
Kamera:Juan Mariné
Musik:Carlos Attias, Juan Luis Izaguirre, Gino Peguri
SFX:Luis Castro, Juan Piquer Simón, Francisco Prósper, Emilio Ruiz del Río
Darsteller:Antonio Cantafora, Cameron Mitchell, Richard Yesteran, Diana Polakov, José María Caffarel, Frank Braña, Javier De Campos, Tito García, Quique Camoiras, Luis Barboo, Ángel Ter, Emilio Higuera
Vertrieb:Starlight
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:31.03.2006 (Kauf)



Inhalt
Doktor Gulik (Cameron Mitchell) ist ein machtgieriger Despot, der mit Hilfe einer elektronischen Wunderwaffe und einem gedrillten Roboter-Heer die Welt beherrschen will. Professor Morgan, der berühmte Forscher, soll ihm unfreiwillig dabei helfen. Unerwartete Hilfe wird der Erde zuteil durch die interplanetarischen Befehlshaber, die ihren besten Mann, den Supersonicman (Michael Coby) auf die Erde beordern, damit er das Unheil abwehrt. Als Erdenbürger lernt er die Tochter des entführten Professors (Diana Polakov) kennen und rettet sie mehrfach vor den Nachstellungen des Roboter-Heeres. Nach und nach verhindert er mit der ihm jederzeit abrufbaren Sonic-Fähigkeit den teuflischen Plan des Dr. Gulik. Doch die entscheidende Auseinandersetzung findet im galaktischen Befehlszentrum statt.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Ganz erhebliche Verschmutzungen und dicke Fehler der Vorlage zieren den Vorspann auf eine unschöne Art. Gerade die vielen Dropouts machen dem Film auch später noch zu schaffen, auch wenn es deutlich weniger wird. Trotz einem etwas starken Rauschen, welches durch Überarbeitung in Bewegungen zu Nachziehen bzw. Verschleppung führen kann, und dem nicht immer deckenden Schwarzwert gefällt mir die Umsetzung doch ganz gut. Die Befürchtung, deutliche Unschärfe würde den Film begleiten, wird schnell durch das doch recht detaillierte Bild ausgeschlossen. Die Details sind trotz Rauschen oberhalb der Erwartungen ausgeprägt. So kommt es eigentlich nie dazu, dass Objekte im Hintergrund oder Vordergrund verschwimmen, wie es teilweise bei weit aktuelleren Produktionen geschieht. Auch die Farben sind sehr kräftig, was nicht nur dem Film beim Anschauen zugute kommt, sondern auch 4 Punkte zulässt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Man könnte meinen, der Ton wollte mit dem Bild gleichziehen, so viele kleinere Unreinheiten wie man hier hört. Der 5.1-Upmix ist für alle die geeignet, die das geringe Rascheln, das schon etwas deutlichere Zischen (sehr deutlich während der Titelmusik) und das vorhandene Rauschen aus allen Boxen hören möchte - in meinen Ohren also so wichtig wie Nagel im Schienbein. Vor allem hat man hierbei das Gefühl, der ohnehin schon kräftig abgemischte Track wäre extra für Schwerhörige noch etwas aufgebohrt wurden. Der 2.0-Track bietet da ein wesentlich gefälligeres Klangbild, ebenfalls leicht zischelnd bzw. übersteuernd, aber doch kraftvoll genug, um sowohl in den Dialogen als auch im Score das Alter etwas zu überspielen. Schade, dass der Hintergrund da immer mit einem derart fülligen Rauschpegel und vielen kleinen Knacksern stört.
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Extras
Extras
  • Postkarte
  • Trailer (3:05 Min.)
  • Bildergalerie (8 Bilder)
  • Artwork-Galerie (21 Bilder)
  • Werberatschlag (11 Bilder)
  • Produktionsfotos (7 Bilder)
  • Kinoaushangfotos (16 Bilder)
  • Filmografien:
    • Antonio Cantafora (2 Seiten)
    • Cameron Mitchell (8 Seiten)
    • Diana Polakov (1 Seite)
    • Piquer Simon (1 Seite)
  • Alter dt. Vorspann (3:36 Min.)
  • Alter dt. Abspann (2:11 Min.)
  • US-Vorspann (4:42 Min.)
  • US-Abspann (2:00 Min.)
  • Weitere Highlights:
    • Invasion aus dem Inneren der Erde (1:04 Min.)
    • Koloss von Konga (2:12 Min.)
    • Daniel, der Zauberer (1:19 Min.)
    • Carnapping (3:08 Min.)
    • Xaver und sein außerirdischer Freund (2:00 Min.)
VerpackungDigipack im Schuber
 Es sieht wieder mehr aus, als es letztlich ist, lohnt aber dennoch einen Blick. Damit sind nicht unbedingt die beiliegenden Trailer oder die schlicht gehaltenen Filmografien gemeint, sondern vor allem die Bildergalerien mit aufschlussreichem Material. Zusätzlich wurden noch jeweils Vor- und Abspann der deutschen und der US-Videofassung mit auf diese DVD transferiert, wobei sich die US-Fassung, so erklärt eine Texttafel, sich etwas vom deutschen Tape unterscheidet. Das DVD-Menu ist schön bunt gestaltet und passt damit zum Covermotiv. Außerdem legte man dem Digipack eine Postkarte mit dem Supersonic Man bei.
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Fazit
- "Mehr wissen wir nicht ..." (Ganove)
- "Sie können uns glauben, Mr. Su-su-s-s-s-super ... oder wie sie heißen ..." (Stotternder Ganove)

1978 war mit Richard Donners "Superman" DAS Jahr für Superhelden-Fans; 1979 war mit "Supersonic Man" möglicherweise ein ebenso großes Freudenfest für Freunde des Superhelden-Trashs. Die Spanier kopieren in dieser bunten, auf leichte Unterhaltung ausgelegten Schnellschussproduktion derart hartnäckig den fliegenden Marvel-Mann mit der Maske, dass es eigentlich nach Unterlassungsklage schreit. Möglicherweise war es niemanden aufgefallen, vielleicht liegt es auch daran, dass man sich auch noch quer durch alle anderen Genres fräst, die etwas mit übernatürlichen Menschen zu tun haben. Am gewieften Dr. Gulik (souverän wie eh und je: Cameron Mitchell) hätte James Bond wohl einen Narren gefressen, denn dieser will mittels eines gekidnappten Wissenschaftlers und einer in Entwicklung befindlichen Superwaffe (natürlich: ein alles vernichtender Laser) die Weltherrschaft an sich reißen. Da kann nur eine außerirdische Macht eingreifen und ihren besten Kämpfer zur Erde schicken ... Braucht es noch mehr Erklärung oder kann das uneheliche Kind von Phantomas und Superman gleich loslegen, die Handlanger auszuboxen? Wie bereits erwähnt ist "Supersonic Man" zwar billig, dafür aber bunt, durchweg actionreich und voller abgedroschener Motive und Figuren, bei denen man nicht weiß, ob das Drehbuch sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen erdachte oder einfach nur den Vorgaben des Genres folgte. Ich vermute Ersteres, ansonsten wären nicht so putzige Szenen wie das Hochheben der Papp-ACME-Asphaltwalze oder die Champagner-Besorgung im Restaurant entstanden. Auch der Einsatz sichtlich billiger Miniaturen (generell für Explosionen, aber auch für den Hubschrauber) und optischer Effekte sorgt für Vergnügen und können dem etwas zu langweilig geratenen Luftflug des Helden aufwerten. Erwähnenswert ist natürlich auch der häufig zu sehende Kampfroboter, der wohl von der Crew selbst zusammen geklebt wurde (fehlt nur noch, dass man die Arme und Beine des darin befindlichen Darstellers). Selbst in der Basis des Dr. Golik kopiert man amerikanische Vorbilder - nur eben gerade das Hauptdeck einer Interner Link"Raumschiff Enterprise"-Folge. Der überaus trashige Anteil würde noch besser funktionieren, hätte man die Handlungsszenen dazwischen, entweder zwischen Golik und dem Professor oder Professors Frau und dem Helden in zivil, etwas gestrafft, denn da entwickelt es sich doch ein wenig zu altmodisch, vorhersehbar und langwierig.
Kurzum, wenn man's anspruchsvoll und auf Hochglanz getrimmt mag, besser diesen Film auslassen. Wenn man solcherlei Geschichten aber etwas abgewinnen kann, weil Superhelden immer mit Trash gleichzusetzen sind, dann sollte man unbedingt reinzappen.



Bilder der DVD




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