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USA 1972
Originaltitel:Invasion of the Blood Farmers
Alternativtitel:Invasion der Blutfarmer
Länge:74:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Ed Adlum
Buch:Ed Adlum, Ed Kelleher
Kamera:Roberta Findlay
Musik:Beau Eurell, A.J. Smutt
Darsteller:Norman Kelley, Tanna Hunter, Bruce Detrick, Paul Craig Jennings, Jack Neubeck, Richard Erickson, Cynthia Fleming, Tom Edwards, Lucy Grant, Frank Iovieno, Warren D'Oyly-Rhind, Joseph McDermott, Allan Charlet, John Stewart
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Um das Leben ihrer Königin zu erhalten, benötigt eine mysteriöse Druiden-Sekte eine spezielle Blutart. Dafür begibt sich die Sekte auf eine erbarmungslose Blutjagd und findet ihre Opfer in den Einwohnern einer verschlafenen Kleinstadt. Wenn bis zum bevorstehenden Menanon-Fest die Königin nicht gerettet werden kann, müssen auch alle Anhänger zu Grunde gehen. Da sich die Polizei nicht genügend um die rätselhaften Todesfälle kümmert, nimmt der Pathologe Dr. Anderson mit Hilfe seines Assistenten und seiner Tochter Jenny den Fall selbst in die Hand. Noch wissen sie nicht, dass Jenny über eine seltene Blutgruppe verfügt, die das Leben der Königin retten kann. Aber die Druiden wissen es ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ich nehme an, hier hat eine vorbearbeitete US-DVD Pate gestanden. Diese besitzt noch so einige Unreinheiten in Form weißer Kratzer und ist auch nur durchschnittlich scharf, betrachtet man aber mal Exotenstatus und Alter dieses Trash-Streifens, kann man trotzdem noch von einem guten Eindruck sprechen. Die Farben sind ziemlich saftig und werden nur selten durch Kontrast bedingt überhellte Stellen beeinflusst. Die deutsche DVD setzt diesen guten Eindruck fort, muss jedoch zusätzlich mit verwischenden Bewegungen durch Ghosting auskommen. Die Vorlage scheint neben der Intensität der Defekte auch bei Farben und Kontrast wechselhaft: Mehrere Szenen zeigen ein sehr ausgewaschenes, fast farbloses und Konstrast schwaches Bild, das auf eine schlechtere Vorlage schließen lässt.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton rekrutiert sich wohl aus einer schon etwas geschundenen Videokassette, die in den Dialogen bis auf etwas ertragbares Zischeln einen ganz brauchbaren Eindruck macht. Mein anfänglicher Verdacht begründet sich darauf, dass das Rauschen im Hintergrund etwas brodelt und ein paar mechanische Störgeräusche enthält. Bei etwas stärker hervortretender Geräuschkulisse verwandelt sich dies in übersteuernde Laute. Die Grundcharakteristik des deutschen wie auch englischen Tons sind zwar wenig klar, aber die direkte Dialogwiedergabe reist dies wieder raus. Die englischen Dialoge erscheinen mir etwas zerfressener, die Umgebung ist im Original dann sogar noch besser verständlich.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (1:49 Min.)
  • Galerie (6:01 Min.)
  • Fred Olen Ray's Nite Owl Theater (6:22 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Ziemlich geiles Coverartwork wird hier wieder geboten und die Verpackung als kleine Hartbox gefällt mir ohnehin. Auf der Scheibe sind die Extras kurz zusammengefasst: In der Galerie kann man sich den deutschen und US-Aushangsatz, den FSK-Bescheid und anderes Bildmaterial wie Production Stills anschauen, ein Trailer in grünlich ausgewaschener Qualität zeigt die besten Szenen vom Film und ein kurzes, lustiges Special namens "Fred Olen Ray's Nite Owl Theater" kann angeschaut werden.
 +-----

Fazit
Leider schaffte es der wesentlich trashig-originellere Originaltitel "Invasion der Blutfarmer" nicht auf das Cover der CMV-DVD, welches dennoch sehr stimmig und atmosphärisch wirkt. Wahrscheinlich das beste am ganzen Film, ist dieser doch ein absolutes "Highlight" unter den mir bekannten Trashfilmen der siebziger Jahre.
Initiiert von den kruden Machwerken eines H. G. Lewis versucht Regisseur Ed Adlum ebenfalls eine skurrile Handlung gepaart mit einigen saftigen Effekten zu verbinden ... versucht!

"Sie ernten die Toten ...", so der Werbeslogan, "... und eine Menge Lacher!", führe ich es fort, denn der Film ist sowas von unfreiwillig komisch, dass es auf keine Kuhhaut mehr geht. Allein die Story um die "Sangruiden-Druiden-Sekte", die als Farmer getarnt eine Kleinstadt dezimieren, um eine bestimme Blutgruppe für die Wiedererweckung ihrer Königin zu bekommen, ist mehr als trashig. Doch die Inszenierung setzt dem Ganzen die (Erntedankfest-)Krone auf.
Die Darsteller handeln unglaubwürdig, unschlüssig und liefern einen zwerchfellreizenden Spruch nach dem anderen ab. Anstatt den Film anzugehen wie er wirken sollte - ironisch - versuchen die Akteure mit biederem Ernst ihre Rollen zu spielen; augenzwinkernden Humor gibt es gerade in mal in einer Szene. Vor allem die Druiden sind so etwas von grimmig dreinschauend, dass man ihnen ihren Part am wenigsten abnimmt. Überzeugen kann hier keiner, ein Darsteller unterbietet den anderen. Mit welch einer Überzeugung die Dialoge vorgetragen werden - herrlich! Regisseur Adlum bemühte sich augenscheinlich nicht einmal um eine sorgfältige Inszenierung, was sich durch holprige Ton- und Bildschnitte und der Kameraführung bemerkbar macht. Teilweise sieht es so aus, als würden die Darsteller in die Kamera schauen und auf Regieanweisungen warten. Zudem bewegen sie sich durch die billigen Kulissen sehr hölzern. Atmosphäre oder gar Spannung kommt hier zu keinem Zeitpunkt auf. Die Musik ist unpassend und wird teilweise bis zum Erbrechen ausgespielt. Die Effekte passen sich natürlich dem Film an. Das sprudelnde Blut in den Reagenzgläsern ist eindeutig als Ahoi!-Brause zu identifizieren, die "Splattereffekte" durchschaubar und dermaßen billig, dass selbst ein Lewis professionell dagegen wirkt. Krudes Highlight ist die "Blutpumpe", die aufgrund ihrer "wabbernden" Sounduntermalung so etwas wie Ekelgefühl erzeugen könnte. Die auf dem Cover abgebildete graphische Intensität wird jedoch in keinster Weise erreicht.

Warum macht der Film dennoch Spaß? Man muss schon ein ausgesprochenes Faible für solch einen hahnebüchenen Unsinn haben, um sich unterhalten zu lassen. Somit resultiert meine Bewertung eher aufgrund seiner naiven Art und damit verbundenen prächtigen Unterhaltung, denn wahren filmischen Qualitäten.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten am 24.06.2004
Invasion der Tollwütigen
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