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TH 2004
Originaltitel:Commitment, The
Länge:84:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Montri Kong-Im
Buch:Chaowalek Srangtook, Lunchana Sartnu, Montri Kong-Im
Kamera:Decha Srimanta, Somkid Phukpong
Musik:Chaibandit Peuchponsub, Lambda, Jetamon Malayoda, Smallroom
Darsteller:Pinsuda Tanphairoh, Prangthong Changtom, Viritipa Pakdeeprasong, Thitima Maliwan, Sarinya Boonprasert, Peerapol Jedsadapaisan, Chiyavee Chancheen, Sureerat Boonyarak, Pimchan Monthawornwong, Lawan Chaiyakul
Vertrieb:Adrena-Film / McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Drei thailändische Schulmädchen beschwören einen bösen Geist, der ihnen geheime Wünsche erfüllt. Im Gegenzug müssen die Mädchen dem Tod ins Auge sehen. Der Geist zwingt sie zu Selbstverstümmelungen und entfacht ein blutrünstiges Inferno ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Es muss der Fluch sein! Der allseits gefürchtete Fluch des schlechten asiatischen DVD-Masters, der alle Bemühungen etwas halbwegs Verwertbares für den Konsumenten auf die Beine zu stellen zunichte macht. Es ist nicht ganz so fatal, wie es klingt, aber es ist nun mal so, dass trotz anamorpher Technik kein gutes Bild entsteht. Farblich kann man noch ganz gut damit leben, auch wenn schon düstere Verfärbungen oder ein genereller Grünstich bemerkbar werden kann und der Kontrast ist auch brauchbar, wenn auch in einigen dunklen Szenen noch etwas verschlingend. Dass das Bild ziemlich frisch sein müsste, zeigt die Sauberkeit des Materials, aber plastisch wird es dabei nie. Zum Teil muss wohl ein Rauschfilter daran schuld sein, der das Bild und das vormalige Rauschen eineist, ja sogar zu einigen schleppenden Bewegungen führt. Die Kompression neigt zu leichtem Blockrauschen in einigen Szenen und auch mal ein paar deutlicheren Artefakten, beispielsweise beim Blick über die Skyline. Nur ist das das geringste Übel, mehr Möglichkeiten gab wahrscheinlich schon die Vorlage nicht her.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Thai
UntertitelDeutsch
 Das Drehbuch legt den Figuren wirklich solche abgehackten, mitunter sinnfreien Sätze in den Mund, wie man es im Deutschen hört? Kaum vorstellbar, aber eigentlich stören mich zwei andere Dinge mehr an der Eindeutschung: Besonders die laienhaften Sprecher, die uninteressiert und mit dem Taktgefühl einer Dampfwalze ihre Aufgabe erledigen, beeinträchtigen an mehreren Stellen die Stimmung des Films negativ. Das muss die technische Wertung nicht beeinflussen, tut es aber trotzdem: Der Sound der Sprecher deckt etwas dumpf ab, lässt ein metallisches Klirren im Hintergrund verlauten und macht aus dem lebendigen O-Ton ein tonales Kammerspiel. Da klingt der thailändische Ton, für den es auch deutsche Untertitel gibt, stets etwas offener und besitzt sogar die deutlicheren Surround-Effekte, die im Deutschen nur den Eindruck eines halbwegs gelungenen Upmixes machen. Ein leises dumpfes Rauschen scheint auch manchmal unter dem deutschen Ton durchzudringen, was ihn gegenüber dem O-Ton steriler macht. Wahrlich keine Meisterleistung, aber auch nicht so schlecht, dass man weghören müsste.
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Extras
Extras
  • Interviews:
    • Montri Kong-Im (2:51 Min.)
    • Pinsuda Tanphairoh (1:21 Min.)
    • Prangthong Changtom (2:33 Min.)
    • Viritipa Pakdeeprasong (3:17 Min.)
  • Slideshow (3:45 Min.)
  • Trailer:
    • The Commitment (1:31 Min.)
    • PTU (2:05 Min.)
    • Nude Fear (1:55 Min.)
    • Sars War (2:45 Min.)
    • Explosive City (2:12 Min.)
    • Kamikaze Girls (1:58 Min.)
    • The Circle (1:10 Min.)
    • One Nite In Mongkok (2:26 Min.)
    • Forest Of The Damned (2:04 Min.)
VerpackungKeepCase
 Den Interviews konnte ich jetzt nicht soo viel abgewinnen. Ich hab da manchmal das Gefühl, dafür werden die Leute herangezogen, obwohl sie, abgesehen vom Regisseur, nicht unbedingt etwas Wichtiges beizusteuern haben. Naja, mal durchschalten kann man schon, es schadet nicht. Da es kein Making Of gibt, übernimmt die Slideshow diese Aufgabe, schließlich wurden hier genügend Aufnahmen schmuck aneinandergereiht.
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Fazit
Die Rache der langhaarigen, stummen Geister wird uns wohl ewig heimsuchen, aber solange man solide Kost geboten bekommt - es muss ja nicht gleich jedes Mal ein Meisterwerk sein! -, bin ich damit immer einverstanden. Bei "The Commitment" konnte ich den durchschnittlichen Unterhaltungsgrad erst gegen Ende hin feststellen, wenn das kleine Mädchen, welches eine Mädchen-Clique verfolgt, mit relativ hoher Frequenz für Angst, Schrecken und Blutbäder sorgt. Mit Splatter hat das reichlich wenig zu tun, aber die durchaus harten Einlagen mit ein wenig Kunstblut stehen ganz in der Tradition solcher Filme und verleihen vielen Szenen Nachdruck. Der Einsatz der Schreckmomente, die, falls man die Vorlagen des J-Schockers in den letzten Jahren verfolgt hat, schematisch immer gleich aufgebaut sind, konnte mir den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagen, der Kontext verhindert aber, dass mehr daraus wird, beispielsweise ein wirklich atmosphärischer, bedrohlicher Horrorfilm. Dafür ist "The Commitment" zu sehr Abklatsch und in den ersten zwei Dritteln sogar extrem schwach. Ein sehr unwirsch verarbeitetes Konzept aus Erlebnissen der jungen Schulabgängerinnen mit dem Unheilvollen und ihre zeitgleichen Zukunftsängste sind hier so arrangiert, dass man den Regisseur für sein Flickenwerk gern verprügeln möchte. Denn auf der anderen Seite nehmen die jungen Darstellerinnen ihre Rollen sichtlich ernst, was dem späten Spannungsaufbau zugute kommt, wenn auch Defizite im Spiel klar erkennbar sind. Hätte man also vorher nicht die Niederungen des TV-Niveaus getroffen, wäre etwas Annehmbare draus geworden. So muss man feststellen, dass die Geschichte um nicht eingelöste Versprechen, für die die Mädchen bitter büßen müssen, zwar mit einem packenden Schlusspunkt versehen wurde, der aber vielleicht nur so überzeugend erscheint, weil das Vorangegangene so sehr schwächelte.
Es gibt zu viele sehr gute Filme dieses Subgenres und dazu noch eine ganze Menge mehr Alternativen, als dass ich diesen darunter einzuordnen Film wirklich empfehlen möchte. Durchaus gelungen ist aber wieder die nahtlose Einbringung der thailändischen Kultur in das Werk, was ihn gegenüber den Vorbildern aus Japan, die durch überdrehte Teens und die unsägliche Handy-Manie doch schon mal nervig ausfallen, zumindest eine Identität verleiht.



Bilder der DVD




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