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USA 2002
Originaltitel:Secretary
Länge:106:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Steven Shainberg
Buch:Erin Cressida Wilson, Steven Shainberg, Mary Gaitskill
Kamera:Steven Fierberg
Musik:Angelo Badalamenti
SFX:Randall Balsmeyer
Darsteller:James Spader, Maggie Gyllenhaal, Jeremy Davies, Patrick Bauchau, Stephen McHattie, Oz Perkins, Jessica Tuck, Amy Locane, Lesley Ann Warren, Mary Joy, Michael Mantell, Sabrina Grdevich, Lily Knight, Lacey Kohl, Julene Renee
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Manchmal muss Liebe weh tun! Als der strenge Mr. Gray seine neue Sekretärin für ihre Tippfehler zum ersten Mal übers Knie legt, eröffnet sich für beide eine neue Welt. Die sympathischen Außenseiter ergänzen sich in perfekter Harmonie. Demütigung und Bestrafung werden fortan lustvoll zelebriert, das unscheinbare Büromäuschen erblüht zur verführerischen Schönheit. Und mit den Hieben wächst die Liebe - bis zum Happy End jenseits aller romantischen Klischees und gängigen Moralvorstellungen.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität gibt sich etwas wechselhaft. Die Schärfe ist durchweg gut, schwankt aber in einigen Szenen etwas und lässt Details vermissen. Die Farbgebung wirkt natürlich, könnte aber kräftiger sein. Der Kontrast wirkt stellenweise zu dunkel, geht insgesamt aber in Ordnung. Wirklich störend ist hier lediglich das leichte Bildrauschen, welches sich über die gesamte Laufzeit des Film bemerkbar macht und auch die Kompressionen fallen durch leichtes Blockrauschen auf. Auch Defekte und Verschmutzungen treten auf, allerdings in einem annehmbaren Rahmen. Insgesamt präsentiert sich noch ein recht ordentliches Bild.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Wie gewohnt bietet man uns neben der üblichen Dolby Digital 5.1- und 2.0-Spur noch einen DTS 5.1-Upmix, der wieder einmal recht unnötig ist. Der an sich frontlastigen Abmischung fehlt es an Druck und Dynamik. Ein richtiger Raumklang will daher nicht aufkommen und die Effektlautsprecher bleiben meist unberüht und kommen wenn überhaupt nur dezent zum Einsatz. Wie in einer Komödie üblich kann die Sprachwiedergabe überzeugen und auch die Musik wurde gut abgemischt. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Komödie handelt, kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein, aber anstelle von 5 verschiedenen Tonspuren, hätte man lieber mehr Platz dem Bild spenden sollen. Die englische Tonspur unterscheidet sich nicht sonderlich von dem deutschen Track. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzu schalten.
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Extras
Extras
  • Interview mit Steven Shainberg (3:15 Min., englisch mit deutschen Untertiteln)
  • Interview mit Maggie Gyllenhaal (5:22 Min., mit deutschen Untertiteln)
  • Interview mit James Spader (5:42 Min., mit deutschen Untertiteln)
  • Bio- und Filmografien:
    • Maggie Gyllenhall (13 Textseiten)
    • James Spader (8 Textseiten)
    • Jeremy Davies (13 Textseiten)
    • Steven Shainberg (6 Textseiten)
  • Behind the scenes (6:03 Min.)
  • Originaltrailer (2:15 Min.)
  • Trailershow:
    • Takeshi Kitano's Dolls (1:41 Min.)
    • Zug des Lebens (1:40 Min.)
    • Harvard Man (2:04 Min.)
    • Super Sucker (2:18 Min.)
    • I Witness (2:01 Min.)
    • Vidocq (2:03 Min.)
 Die Extras sind nicht sonderlich umfangreich, dafür sind die Interviews recht interessant und das kurze Featurette ist ebenfalls nett anzusehen. Der Rest besteht aus obligatorischen Trailer und Biografien.
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Fazit
Immer wieder liest man, "Secretary" wäre ein Sex- oder Erotikfilm, dies kann ich aber so nicht unterstreichen. Viel mehr haben wir es hier mit einer bitterbösen Gesellschafts- und Geschlechtersatire zu tun, dessen Protagonisten einer besonderen sexuellen Neigung frönen: Sadomasochismus. Steven Shainbergs Film über diese Art der Sexualität dürfte aber nicht jederman(n)s/frau Sache sein, da er mit dem Thema zwar recht locker umgeht, aber ohne dabei allzu freizügig zu werden. Wer hier also ausufernde Sexualpraktiken sucht, wir ebenso enttäuscht sein, wie diejenigen, die in "Secretary" Fäkalhumor à la Interner Link"American Pie" erwarten. Hier werden leise Töne gespielt ohne dabei zu langweilen.
Das merkwürdige Verhalten zwischen der devoten Sekretärin und ihrem dominanten Chef wurde beim Sundance Festival 2002 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet und das mit gutem Grund. Selten bot ein Film über Männer und Frauen soviel Originalität wie hier, selten war ein Klatsch auf dem Po so lustig und lustvoll zugleich wie in "Secretary". Maggie Gyllenhaal und James Spader spielen dabei die Hauptrollen und passen dabei wie die Faust aufs Auge. Gyllenhaal liefert hier ihre wohl beste Leistung seit ihrer Karriere und Spader scheint sich auf "spezielle" und "provokante" Themen eingeschossen zu haben. Er zeigte uns schon in "Sex, Lies and Videotapes" und in David Cronenbergs Interner Link"Crash", dass das Leben nicht nur aus der Missionarsstellung besteht.

Wer einmal niveauvoll lachen möchte und keine Angst vor den etwas anderen Sexpraktiken hat, sollte hier zugreifen. Zwar bietet man uns wenige Extras, aber dafür ist die Bild- und Tonqualität auf einem angenehmen Level und die Amaray-Hülle wird mit einem hübschen Pappschuber umschlungen. Hiebe statt Liebe - und das ist einfach lustig anzusehen ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
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Marc Schulz am 15.05.2006
Bewertung:

Soll ich lachen oder stöhnen, Darling?
Ein Film über Autoaggression und was danach kommt ist wohl die treffendste Bezeichnung für diese dramatische Komödie. Wobei ich unter dem Begriff Komödie etwas anderes verstehe, natürlich sollte man auch bei dem Begriff "Komödien" unterscheiden, da es auch in diesem Genre, wie in fast jedem anderen, Untergruppierungen gibt. Jedoch selbst unter dem Standpunkt, eine dramatische Komödie zu sein, kann man diesen Film nichts Humorvolles abgewinnen. Zwar kann eine gewisse und verrückte Art den Zuschauer vom Einschlafen abhalten, jedoch macht sich auf Grund der Laufzeit von 107 Minuten schnell Langeweile breit. Dies liegt wohl aber eher am Drehbuch als an der Umsetzung, da einfach zu wenig passiert. Hat man zu Anfang das Gefühl, sich ein Drama um eine junge Frau, die an Autoaggression leidet, anzusehen, verkommt der Film wenig später in Abschnitte, die stellenweise versuchen klarzumachen wie man am ehesten in die Sadomasochismus-Ecke abrutscht. Und dies gelingt dem Drehbuch, dem Regisseur und auch den Darstellern zu keiner Zeit. James Spader ("Crash") als Anwalt spielt seine Rolle so überzeugend, dass er sich wohl selber gefragt haben muss, was er da macht. Auch Maggie Gyllenhaal ("Donnie Darko") als seelisches Wrack kann nicht wirklich überzeugen, da man ihr den Schmerz, den sie durchmacht, nicht abkaufen kann. Zwar kann man dem Film eine solide Unterhaltung nicht absprechen, ist er jedoch augrund der Thematik am eigentlichen Thema vorbeigerauscht.



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