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D 2005
Originaltitel:Happy End.
Länge:101:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahren
Regie:Daniel Stieglitz
Buch:Daniel Stieglitz
Kamera:Thomas Förster
Musik:Daniel Wehr
SFX:Anna Kirchhammer
Darsteller:Matthias Scherwenikas, Brunhild Falkenstein, Marta Heselberger, Christoph Hufenbecher, Vroni Kindermann, Erwin Leder, J.E. Rasch, Katharina Schiedermeier, Katharina Schwarz, Wolfgang Stieglitz
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der junge Schriftsteller Leo (Matthias Scherwenikas) zieht aufgrund einer Schreibblockade in ein altes Mehrfamilienhaus weit außerhalb der Stadt, um dort noch einmal von vorne zu beginnen. Seine Beziehung ist kurz vor dem Zusammenbruch, sein Geld wird knapper und seine Karriere scheint den Tiefpunkt erreicht zu haben. Auf der Suche nach der richtigen Geschichte für seinen neuen Roman stößt er auf die Spuren des verstorbenen Vormieters (Erwin Leder), der zusammen mit seiner Tochter Joana bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Im Kinderzimmer entdeckt er ein altes, merkwürdiges Tagebuch und plötzlich scheint die Wohnung ein unheimliches Eigenleben zu entwickeln. Gegenstände bewegen sich. Seltsame Geräusche ertönen. Leo recherchiert trotz aller Warnungen weiter und kommt mit Hilfe der ehemaligen Kinderpsychologin Dr. Grubert (Brunhild Falkenstein) einem wohl gehüteten Geheimnis auf die Spur, das ihn um seinen Schlaf und beinahe um den Verstand bringt. Die drei seltsamen Nachbarn scheinen eine wesentliche Rolle dabei zu spielen. Doch was war wirklich damals bei jenem Autounfall passiert? Was ist Traum und was Realität? Eines wird Leo auf jeden Fall klar: Jede Geschichte braucht ein Ende ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer wartet mit kräftigen und satten Farben auf, sowie einen ordentlichen Kontrast, bei dem jedoch der Schwarzwert kaum wirklich gute Werte abliefern kann und meist ins Gräuliche tendiert. Zudem werden feine Details in den dunklen Szenen verschluckt. Die Schärfe liefert überwiegend gute Werte ab, wobei der Detailbereich etwas zu wünschen übrig lässt und mit stehenden Rauschmustern und Blockrauschen im Hintergrund zu kämpfen hat, welche den Transfer aber niemals dominieren. Verschmutzungen finden wir produktionsbedingt keine.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch
 Da der Film eher ein ruhiger Vertreter ist, spielt sich der Großteil des Geschehens im Frontbereich ab. Jedoch immer wenn Spannung aufkommen soll, wird dies durch die gekonnte Abmischung der Soundkulisse hervorragend in Szene gesetzt. Im direkten Vergleich hat der DTS-Ton die Nase vorn, da er wesentlich mehr Druck und Klangvolumen als seine 5.1-Pendants hat und so eine richtig tolle Gruselstimmung aufkommen lässt. Ansonsten ist alles klar und deutlich zu verstehen und hinterlässt einen guten Eindruck.
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Extras
Extras
Disc 1: Hauptfilm
  • Audiokommentar mit Daniel Stieglitz
  • Originaltrailer (2:11 Min.)
  • Slideshow (25 Bilder)
  • Bio- & Filmografien:
    • Daniel Stieglitz
    • Matthias Scherwenikas
    • Erwin Leder
    • Katharina Schwarz
  • Trailershow:
    • Red Dust (2:22 Min.)
    • Bull Fighter (2:36 Min.)
    • Hongkong Crime Scene (2:07 Min.)
    • Ab-Normal Beauty (2:51 Min.)
    • Narco (1:59 Min.)
    • The Drone Virus (1:16 Min.)
    • Tamara (2:11 Min.)
    • Deal (2:09 Min.)
Disc 2: Bonus
  • Making of (42:07 Min.)
  • Deleted Scenes mit optionalem Audiokommentar (8 Stück; 26:37 Min)
  • Alternatives Fun-Ende (5:01 Min.)
  • Outtake (5:28 Min.)
  • Interview-Featurettes (6 Stück; 91:19 Min.)
  • Storyboards (10 Stück; ca. 16:13 Min.)
  • Produktionsnotizen (Texttafeln)
  • Bildergalerie vom Set (82 Bilder)
 An Extras hat man überhaupt nicht gegeizt, hier können sich andere Labels mal eine Scheibe von abschneiden. Auf der ersten DVD bekommt man den Audiokommentar, der sehr interessant und informativ von Stieglitz gesprochen wird. Der Trailer zum Film und eine Trailershow zum Koch Media-Programm dürfen genauso wenig fehlen wie die obligatorischen Bio- und Filmografien.
Auf der zweiten DVD bekommt man dann ein 42minütiges Making of zu Gesicht, welches noch mit Interviews voll gepackt wurde. Hierzu gesellen sich Deleted Scenes, die man mit oder ohne Kommentar vom Regisseur ansehen kann. Das alternative Fun-Ende macht ebenfalls Spaß, ist aber deutlich zu lang geraten. Zudem finden wir hier noch knapp 5 Minuten an Outtakes.
Die 91 Minuten an Interview sind informativ und gut, wobei man bereits das meiste im Audiokommentar oder im umfangreichen Making of erfährt. Der Rest besteht aus einer umfangreichen Bildergalerie mit Produktionsfotos dazu die Produktinsnotizen sowie der Storybord-Vergleich. Alles in allem sehr umfangreich und wirklich informativ. Zusätzlich wird die Erstauflage noch im edlen Schuber ausgeliefert, der sich durch reflektierenden Aufdruck optisch hervorhebt.
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Fazit
Was soll das für ein Film sein, dachte ich als ich mir diesen Film abends zu Gemüte führen wollte. Ein Geisterfilm bzw. Horrorfilm aus Deutschland? Kann das was sein? Weil dieses Genre doch eher ein Schattendasein mit hiesigen Produktionen darstellt. Und wenn, dann doch eigentlich als Wald- und Wiesenfilm von irgendwelchen Amateuren, die unbedingt einen Film machen wollen.
Wenn man den Betrag von 7000 Euro hört, den die Produktion gekostet hat, denkt man sofort, das kann und wird nichts sein. Doch was Daniel Stieglitz hier mit seinen 24 Jahren und dem geringen Budget als seinen Debütfilm gezaubert hat kann sich sehr wohl sehen lassen. Denn zum einen sieht man dem Film das geringe Budget zu keiner Zeit an.Stieglitz hat es geschafft seinen Film wie eine Großproduktion aussehen zu lassen, hier sollten sich z.B. RTL oder Sat.1 deutlich eine Scheibe bei dem jungen Mann abschneiden, schließlich kosten einzelne Folgen von "GZSZ" oder "Verliebt in Berlin" sehr viel mehr, sehen aber um vieles billiger aus. Entstanden ist hier die deutsche Antwort auf den Geisterhausfilm. Natürlich hat Herr Stieglitz das Rad nicht neu erfunden, und vieles wurde anderenorts schon oft gesehen, da viele Elemente von beispielsweise Interner Link"Ring" und Interner Link"Shining" übernommen wurden, aber er schafft es, den Zuschauer gut 100 Minuten in seinen Bann zu ziehen und für einiges an Gänsehaut zu sorgen. Hierfür zeichnet sich auch die tolle Sound- und Musikkulisse verantwortlich. Auch die Darsteller wurden hervorragend ausgesucht, und man hat mit Erwin Leder (Interner Link"Angst", "Das Boot") sogar Prominenz mit an Bord. Leder stand leider nur kurz für ein paar Drehtage zur Verfügung, spielt seine Rolle als alkoholkranken Vater mit einer unglaublichen Besessenheit, was richtig Freude beim Ansehen bereitet. Hier kann man wirklich sagen Kinski lässt grüßen, oder der Wahnsinn steht ihm ins Gesicht geschrieben. Auch Hauptdarsteller Matthias Scherwenikas kann in seiner Rolle als Leo überzeugen, wirkt in manchen Szenen aber etwas überfordert, da er es nicht vollends schafft den Film alleine zu tragen in den verschiedenen Stationen des Wahnsinns. Aber einen wirklichen Ausfall im Stab gibt es nicht, jeder gibt hier sein Bestes und das merkt man dem Film auch deutlich an.
Da die DVD ebenfalls sehr gute Qualität und eine gute Bonus-DVD aufweist, sollte einem Kauf nichts im Wege stehen, denn hier macht man garantiert nichts falsch!



Bilder der DVD




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