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ESP 2006
Originaltitel:Películas para no dormir: Adivina quién soy
Alternativtitel:Films to Keep You Awake: A Real Friend
Länge:72:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Enrique Urbizu
Buch:Jorge Arenillas
Kamera:Unax Mendía
Musik:Mario de Bento
SFX:Montse Boqueras, Pepe Quetglás
Darsteller:Goya Toledo, Nerea Inchausti, Eduard Farelo, José María Pou, Aitor Mazo, Roelkis Bueno, Maria Blanco-Fafian, Andrés Marí, Federico Untermann
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die zehnjährige Estrella lebt allein mit ihrer Mutter. Sie mag Horrorgeschichten und in ihrer blühenden Fantasie freundet sie sich mit den Monstern an. Estrella gibt ihnen Gestalt, redet mit ihnen und nimmt sie mit zur Schule. Die Monster beschützen sie. Eines Tages macht sie Bekanntschaft mit einem Vampir. Doch kann es sein, dass dieser neue Freund nicht Estrellas Fantasie entspringt, sondern sehr wohl real ist ...?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer erweist sich als recht schwierig. Auf der einen Seite wäre hier das durchweg vorhandene, grobkörnige Bild, welches der Schärfe ordentlich beisetzt und auf der anderen Seite ist es dem eingesetzten Stilmittel des Regisseurs zu verdanken, dass das Bild nicht so gefällig wirkt. Zu allererst sind die Farben meist sehr blass und ausgewaschen gewählt und hätte ruhig etwas satter ausfallen dürfen. Der Kontrast hingegen arbeitet sauber und leistet sich selbst in dunklen Sequenzen keinerlei Patzer. Dafür lässt der Schwarzwert mitunter etwas zu wünschen übrig und leidet etwas unter dem teilweise kühl bläulichen oder bräunlichen Farbton des Filmes. Defekte und Verschmutzungen sind hierbei keine auszumachen und die Schärfe liefert meist angenehme Werte ab, kann jedoch im Detailbereich nur bedingt überzeugen. Hier wirkt der Transfer deutlich zu weich oder wird durch das vorhandene Bildrauschen beeinträchtigt. Die Kompressionen zeigen hin und wieder leichtes Blockrauschen im Hintergrund, arbeiten ansonsten aber sauber.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Dolby Digital und DTS-Spur unterscheiden sich mal wieder nicht sonderlich voneinander, jedoch scheint sich das DTS-Logo heutzutage besser auf einem Cover zu machen. Dabei ist es dann auch egal, ob ein hörbarer Unterschied auszumachen ist oder nicht. Dialoge sind auf jedenfall gut zu verstehen, obgleich die Stimmen etwas dünn wirken. Der Bass hätte etwas effektiver ins Geschehen eingreifen können, so wirkt das ganze etwas kraftlos und zu frontlastig, da die Rears hier lediglich beim Score und einigen dezenten Umgebungsgeräusche eingesetzt werden. Gerade bei den Sequenzen mit der Kettensäge wäre ein dynamischere und druckvollere Abmischung wünschenswert gewesen. Was bei den anderen Episoden also noch passte, kann bei dem etwas flotteren "A Real Friend" so nicht funktionieren. Optionale deutsche Untertitel unterstützen den spanischen 5.1 Mix, der hier etwas weiträumiger wirkt, sich ansonsten aber kaum von den anderen Spuren unterscheidet.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Sky Fighters (1:45 Min.)
    • Brotherhood (2:50 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Rottweiler (1:26 Min.)
    • 12 Days of Terror (1:57 Min.)
    • House of 9 (1:45 Min.)
    • The Riverman (1:34 Min.)
  • The Horror Anthology Trailershow:
    • The Baby's Room (1:52 Min.)
    • Spectre (1:50 Min.)
    • Blame (Blame (1:54 Min.)
    • A Real Friend (1:54 Min.)
    • Xmas Tale (1:45 Min.)
    • To Let (1:59 Min.)
VerpackungKeepCase
 Erneut keine Extras, außer ein paar Trailer.
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Fazit
Die vierte Film aus der spanischen Anthologieserie "6 Films to keep you awake" greift sich ein Thema, das auch in den "Creepshow-Comics" funktioniert hätte und mischt sie mit einem Hauch Sozialkritik.
Wie schon in Interner Link"Blame" sind auch in "A Real Friend" vom Arbeitsmarkt gebeutelte Mutter und Tochter Zentrum der Handlung. Und wie in "Blame" manifestiert sich das Unterbewusstsein und schlägt seine Fänge in die Realität, wenn auch wesentlich unterhaltsamer. Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist die junge Estrella, die sich gerne mit Horrorfilmen und der gängigen Literatur entspannt, da ihre Mutter lange arbeiten muss. Beide wohnen in einem sterilen und einsamen Apartmentkomplex, ein Musterbild der Isolation. Die introvertierte Estrella erschafft sich aber ihre eigenen Freunde ...
Auch diese Folge beginnt wieder relativ ruhig, startet aber wesentlich schneller durch, spätestens wenn der spanische "Leatherface" (der dem US-Vorbild verblüffend ähnlich sieht) Estrella in einem Raum der Tiefgarage erstmals erwartet. Richtig abstoßend ist er trotz brummender Kettensäge nicht, der Horror entstammt hier aus der Leblosigkeit der Umgebung. Natürlich sind die Monstren, die sich in Estrellas Nähe aufhalten, Ausgeburten ihrer Phantasie, was allen Sorgen macht und natürlich ahnt man, dass da noch mehr dran sein muss. Immer mehr spielt sich der "Vampir" in den Vordergrund, ein kahler Motorradfahrer, der zu den anderen gehört. Oder doch nicht? Schließlich ist da noch ein Kirchenmann, der einen Vampir verfolgt ...

Letztendlich ist "A Real Friend" auf Äußerlichkeiten angelegt, enthüllt dabei aber eine Zwiebelschale nach der Anderen. Fiktion oder Realität, wo beginnt das Übernatürliche, was ist echt und was nicht. Spätestens, wenn es die ersten Toten gibt, verunsichert Enrique Urbizu sein Publikum zunehmend. Am Ende scheint alles in die Realität einzusickern, was vormals Phantasie war und gerät dann doch wieder zu Phantasie und Illusion.
"A Real Friend" soll in erster Linie Spaß machen und verunsichern, dafür reichen aber weder Budget noch Inszenierung. Die Gruselmomente sind gelungen, ansonsten hat der Film trotz nur 73 Minuten Lauflänge einfach zu wenig Tempo. Erst am Ende, beim Aufmarsch der Monster (hier haben sogar Nosferatu und Pennywise ihren Auftritt), gewinnt das alles an echtem Drive, bis dahin gilt das Prinzip der langsamen Steigerung. Leider wirkt der finale Plot-Twist schon zu abgedroschen, um wirklich noch zu überraschen, aber als urbaner Fun-Horror funktioniert der Film durchaus gut.

Leider fehlt auch hier wieder Bonusmaterial. Kaum zu Glauben, dass es hier nicht einmal ein paar Interviews bzw. B-Roll-Aufnahmen geben soll. Ansonsten bleibt technisch alles beim Alten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Baby's Room, The (The Horror Anthology Vol.1)
Spectre (The Horror Anthology Vol.2)
Blame (The Horror Anthology Vol.3)
Xmas Tale (The Horror Anthology Vol.5)
Baby's Room, The
NewsVerkaufsstart der "The Horror Anthology"
IMDb.com OFDb.de



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