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ESP 2006
Originaltitel:Películas para no dormir: La culpa
Alternativtitel:Films to Keep You Awake: The Room Upstairs
aka. Room Upstairs, The
Länge:72:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Narciso Ibáñez Serrador
Buch:Luis Murillo, Narciso Ibáñez Serrador
Kamera:José Luis Alcaine
Musik:Víctor Reyes
SFX:Reyes Abades
Darsteller:Nieve de Medina, Montse Mostaza, Alejandra Lorenzo, Asunción Díaz, Mariana Cordero, Christina Perales
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die Gynäkologin Ana arbeitet vormittags in einer öffentlichen Klinik und betreibt am Nachmittag eine Privatpraxis in ihrem Haus. Sie bietet der jungen Krankenschwester Gloria an, mit ihrer kleinen Tochter Vicky bei ihr wohnen zu können. Bald wird jedoch klar: Gloria muss bei illegalen Abtreibungen helfen. Als Gloria selbst schwanger wird, stellt Ana sie vor die Wahl: Entweder auch sie lässt abtreiben oder sie muss das Haus verlassen. Mit schlechtem Gewissen willigt Gloria ein, doch nachdem sie ihr Kind verloren hat, geschehen merkwürdige Dinge: Vicky verhält sich seltsam, ein Fötus verschwindet aus der Praxis und vom Dachboden des Hauses dringen unheimliche Geräusche. Geschieht hier Übernatürliches oder wird Gloria von ihrem Schuldgefühl in den Wahnsinn getrieben?

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer macht einen deutlich besseren Eindruck als bei seinen Vorgängern. Das liegt unter anderen daran, dass Bildrauschen nur ganz selten und dezent auftaucht und sich die ohnehin schon gute Schärfe endlich auch einmal im Detailbereich entfalten kann. Lediglich die Bewegungsunschärfe trübt den Detailbereich etwas. Schmutz und Kompressionsprombleme sind hier nicht zu finden. Selbst der Kontrast liefert sehr gute Werte ab und offenbart jegliche Details. Die Farben sind meist sehr natürlich, bleiben aber nicht frei von Stilmittel bedingten Verfremdungen. Dann wirkt die Farbgebung sehr erdig und mitunter warm. Wäre der Detailbereich etwas ausgewogener ausgefallen, hätten wir gute fünf Punkte vergeben.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Auch der Ton erlebt eine kleine Steigerung und erlebt einen wesentlich effektiveren Einsatz der Effektlautsprecher. Diese werden nahezu permanent mit Musik oder dezenten Umgebungsgeräuschen genutzt. In passenden Momenten steigert sich der Effektbereich kontinuierlich und überzeugt durch ein räumliches Klangbild und dem Erzeugen einer wohligen Gruselatmosphäre. Richtige Surroundeffekte oder brachiale Schockmomente dürfen wir zwar auch hier nicht erwarten, dafür wirkt das Klangspektrum aber sehr dynamisch und baut vollkommen auf den Score und eine hervorragende Dialogwiedergabe auf. Mehr sollte man allein storytechnisch schon gar nicht erwarten. "Blame" bietet kaum Platz für Schocksequenzen und legt mehr Wert auf den stillen Horror. In Anbetracht dessen ein zufriedenstellendes Ergebnis. Unterschiede zur DTS-Spur lassen sich hier keine finden und selbst der spanische Mix unterscheidet sich nicht sonderlich von der deutschen Variante. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass alle drei Tonspuren über einen kräftigen Bass verfügen, welcher sehr effektiv für den Score genutzt wird.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Sky Fighters (1:45 Min.)
    • Brotherhood (2:50 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.)
    • Ein ferpektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Rottweiler (1:26 Min.)
    • 12 Days of Terror (1:57 Min.)
    • House of 9 (1:45 Min.)
    • The Riverman (1:34 Min.)
  • The Horror Anthology Trailershow:
    • The Baby's Room (1:52 Min.)
    • Spectre (1:50 Min.)
    • Blame (Blame (1:54 Min.)
    • A Real Friend (1:54 Min.)
    • Xmas Tale (1:45 Min.)
    • To Let (1:59 Min.)
 Wie immer gibt es hier nur eine Trailershow.
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Fazit
Nach zwei verblüffend intensiven Filmen der spanischen Reihe "6 Films to keep you awake", schlägt der dritte Film andere Töne an, nämlich leisere. Wer jetzt an jeder Ecke erwartet, dass irgendwo ein Monster aus dem Schrank springt, wird hier enttäuscht sein, denn hier spielt die Schuld die große Rolle. So ist denn "Blame" auch mehr ein unheimliches Drama rund um eine gynäkologische Praxis, in der eine relativ arme Mutter mit Kind Unterschlupf bei einer Freundin findet. Die allerdings hat so ihre Marotten, denn einerseits ist sie ihrer Freundin mehr als nur zugetan, andererseits organisiert sie in ihrer Praxis illegale Abtreibungen.
Narcisco Serrador setzt hier auf eine ganz andere Art von Horror, nämlich die selbstgemachte. Dabei braucht der Zuschauer jedoch ebenfalls einen langen Atem, denn wie schon in Iglesias Beispiel Interner Link"The Baby's Room" wird anfangs eine Menge zusammengeworfen. Da ist das alte Haus mit der verschlossenen Tür, hinter der es poltert; homoerotische Spannungen, illegale Abtreibungen und moralische Bedenken, eine scheinbar verrückte überreligiöse Nachbarin und ein Dachboden, der uns nicht geheuer ist. Das Übernatürliche bleibt dabei auf Andeutungen beschränkt, rollendes Kinderspielzeug, seltsame Geräusche, eine mysteriöse Blechdose, ein verschwundener Fötus. Das alles ergibt eine bedrückende Atmosphäre, in der stete Unsicherheit herrscht, wohin sich der Film nun verlagern wird und worauf das alles hinaus laufen wird.
Alles nimmt erst Formen an, als die verzweifelte Mutter wieder schwanger wird und trotz Widerwillen sich das Kind entfernen lässt. "Blame" ist nichts für Freunde des Eindeutigen - im Gegenteil, am Ende ist man genauso schlau wie am Anfang, weil nicht so ganz sicher ist, was denn hier nun eigentlich geschehen ist. Gewalt fällt da weitestgehend flach, erst in den letzten fünf Minuten fließt hier Blut und das Finale lässt offen, ob alles Einbildung oder Schuldpsychose war und was als nächstes geschehen wird. Ein bisschen fatal platt ist die offensichtliche Einstellung der Filmemacher contra Abtreibungen, denn deutlicher ist die katholisch-religiöse Haltung selten in einen Film geflossen oder gesagt worden, selbst die Schlusstitel weisen in diese Richtung. Dennoch ein Film, über den man diskutieren kann und der durchaus seine Qualitäten hat, in der ersten Hälfte zur Spannungsfindung aber zu lange herummäandert.

Bildtechnisch der bisher beste Teil der Reihe, doch leider müssen wir wieder auf Bonusmaterial verzichten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Baby's Room, The (The Horror Anthology Vol.1)
Spectre (The Horror Anthology Vol.2)
Real Friend, A (The Horror Anthology Vol.4)
Xmas Tale (The Horror Anthology Vol.5)
Baby's Room, The
NewsVerkaufsstart der "The Horror Anthology"
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