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Spanien 2002
Originaltitel:Trece campanadas
Alternativtitel:Thirteen Chimes
aka. When the Bell Chimed 13
aka. 13 campanadas
Länge:102:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Xavier Villaverde
Buch:Juan Vicente Pozuelo, Curro Royo, Xavier Villaverde, Suso del Toro
Kamera:Javier G. Salmones
Musik:Javier Navarrete
SFX:Héctor Gómez
Darsteller:Juan Diego Botto, Marta Etura, Luis Tosar, Elvira Mínguez, Rosa Álvarez, David Álvarez, Laura Mañá, Gonzalo Uriarte, Diogo Infante
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Jacobo - ein junger Bildhauer - kehrt nach vielen Jahren in seine Heimat zurück. Der einzige Grund für seine Rückkehr ist der schlechte Gesundheitszustand seiner Mutter, die in einer Nervenheilanstalt lebt. Dort trifft er drei Menschen, die er lieber vergessen hätte, denn sie erinnern ihn an die Vorkommnisse vor denen er sein halbes Leben lang davon lief. Sie werden ihn mitten in das Herz eines wahren Alptraumes führen. Er ahnt nicht, dass dies Teil eines teuflischen Planes ist ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Schwer zu beurteilen, ob der steile Kontrast so vom Regisseur gewählt wurde. Wenn Licht durch ein Fenster einfällt, dann überstrahlt dieses seine Umgebung, der Protagonist Jacobo wiederum erscheint in genau der selben Szene mit seiner schwarzen Lederjacke und seinen schwarzen Haaren bereits als tief dunkles Objekt, welches nicht sonderlich viele Nuancen an Grautöne abbildet. Zur kalten Farbgebung kann man mit Sicherheit sagen, dass sie so eingesetzt wurde, um jeden fröhlichen Gedanken bereits beim Anblick des tristen Bildes im Keim zu ersticken. Wenn man aber die technische Seite der DVD betrachtet fallen neben ein paar seltenen Materialschwächen wie weiße Kratzern auch die nicht ganz klare Schärfe auf. Auch wenn man einen plastischen Eindruck vom Geschehen bekommt, hat man immer das Gefühl, das besonders im Detail etwas mehr möglich wäre. Zu den guten Aspekten darf man die ordentliche Kompression und das selten sichtbare Rauschen zählen. 4 Punkte, wenn auch wegen der Schärfedefizite eher knapp.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Von der spanischen und deutschen Sprachversion stehen jeweils ein Dolby Surround und ein Dolby Digital 5.1-Ton zur Verfügung. Ein Effektfilm ist "Wenn die Glocke 13 schlägt" mit Sicherheit nicht, weswegen man die Unterschiede zwischen Surround und 5.1 nicht sehr deutlich hört. Bis auf ein paar Wettergeräusche gibt's für die hinteren Lautsprecher auch nicht viel, der spanische O-Ton hat hier noch mal leichte Vorteile durch räumlich tiefer klingenden Dialoge und einen heller erscheinenden M+E-Track. Achtet mal auf die Disco-Szene, die im Original noch ein wenig mehr Surround und Druck bietet oder auch auf die Musik im Abspann, um den Unterschied zur doch eher Center betonten deutschen Fassung zu hören. Die dt. Synchronisation ist aber mehr als solide, wohl klingend und passt sich dem rauschfreien Klangbild des Tones an.
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Extras
Extras
  • Making Of (15:03 Min.)
  • Behind The Scenes (9:13 Min.)
  • Originaltrailer (1:03 Min.)
  • Teaser (1:01 Min.)
  • Spots (0:30 Min.)
  • Videoclip "Near" (2:28 Min.)
  • Bildergalerie (23 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • Impulse (1:23 Min.)
    • Beyond Re-Animator (1:49 Min.)
    • Urban Killer (0:44 Min.)
    • Second Name (1:48 Min.)
    • Shiri (2:37 Min.)
    • Gacy (1:31 Min.)
 Abgesehen von Trailern und Teasern hat die DVD hier quantitativ einiges zu bieten, was im Hinblick auf den Informationsgehalt aber etwas enttäuscht. Das viertelstündige Making Of enthält zum einen zu viel Szenen aus dem Film, die nicht untertitelt wurden, und auch die Ausführungen der Crew verlieren nach einigen Minuten ihre Untertitel, so dass man nix mehr versteht. Das "Behind The Scenes"-Featurette zeigt unkommentierte Szenen vom Dreh aus einem alternativen Kamerablickwinkel. Wer den sehr schönen Song vom Abspann noch einmal hören möchte, der hat dazu die Möglichkeit beim Videoclip, der natürlich mit Szenen aus dem Film angereichert wurde. Dieser Titel wurde übrigens noch für die Bildergalerie genutzt, welche das Bonusmaterial mit ausgewählten Szenenfotos und Behind The Scenes-Aufnahmen abschließt.
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Fazit
Melancholie und Depressivität vermischen sich in "Wenn die Glocke 13 schlägt" mit unheimlichen, dunklen Momenten des Mysteryfilms. Einzig die etwas zu lange Spielzeit mit 103 Minuten kann man diesem spanischen Thriller ankreiden, abseits davon kreiert die sich immer deutlicher herausformende schizophrene Zweisamkeit des Hauptdarstellers eine packende Atmosphäre, die teils schon Geisterstimmung suggeriert, doch aber immer in einem rationalen Drama verankert ist. Die technische Umsetzung des Stoffes ist ebenso überzeugend wie die spannend angelegte Erzählung, denn der Kampf Jacobos gegen die ungeliebte Vergangenheit, die sich in seinem Vater widerspiegelt, wird ein immer dichter werdender Kampf gegen sich selbst. Dies führt über kleinere Umwege zu einem atmosphärischen Schlussteil mit einer intelligenten Auflösung. Die e-m-s-DVD ist gut, wenn man dem Werk die Surround-Armut nicht zu hoch anrechnet, und auch der Bonusbereich bietet ein paar kurzweilige Informationsquellen.



Bilder der DVD




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