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D 1986
Originaltitel:Xaver
Alternativtitel:Xaver und sein ausserirdischer Freund
aka. Mein außerirdischer Freund
Länge:85:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Werner Possardt
Buch:Werner Possardt
Kamera:Jakob Eger
Musik:Hans-Jürgen Buchner
Darsteller:Rupert J. Seidel, Carlos Pavlidis, Gabi Fischer, Marinus Brand, Heinz Josef Braun, Josef Thalmeier, Heinrich Blum, Andreas Bouloubassis, Ayse Ercyn, Franz Gässler, Hans Gschlössl, Renate Hummel, Roland Kern, Gabi Patzarek, Renate Leskey, Willi Lex, Jürgen Sprenzinger
Vertrieb:Starlight
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:31.01.2006 (Kauf)



Inhalt
Xaver (Rupert Seidel) wird Zeuge einer Brandstiftung. Auf der Flucht vor dem Feuerteufel Eberhard (Heinz-Josef Braun) erlebt er ungewollt die Notlandung eines außerirdischen Wesens. Diesem Fremden gibt er den Namen Alois (Carlos Pavlidis) und nimmt ihn mit auf seinen Bauernhof. Inzwischen versucht Eberhard, die Schuld an dem Brand auf Xaver abzuwälzen, was nicht ohne Folgen bleibt. Aber Alois ist mittlerweile begeistert vom irdischen Leben und besonders vom süffigen Gerstensaft. Auch Anni (Gabi Fischer), die Freundin von Xaver hat es ihm angetan. Trotz allem gelingt es Xaver und seinem Freund Hubert (Marinus Brand), das defekte Raumschiff zu reparieren. Doch die Polizei ist ihnen immer noch dicht auf den Fersen.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Wie es der Regisseur bereits im Vorwort erwähnt, hat sein Film noch sie gut ausgehen wie auf dieser DVD. Saftige Farben, ein angenehmer Kontrast und eine Schärfe, die zumindest in statischen Szenen mehr als überzeugend ist, sind der große Pluspunkt dieser anamorphen Abtastung. Natürlich muss man alles relativ betrachten, denn es kann schon mal sein, dass leichte Verwischungen in Bewegungen oder mal eine geringe Verfärbung der sonst frischen Farben auftritt. Aber für einen 20 Jahre alten Nischenfilm ist die Leistung hier mehr als ok, fast schon 5 Punkte wert. Zumal die Vorlage fast keinerlei Kratzer aufweist und man nie das Gefühl hat, eine Kinorolle oder Ähnliches vorgesetzt zu bekommen. Bestens!
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die Unart, jeden Film in Dolby Digital 5.1 bringen zu müssen, obwohl er ursprünglich nicht einmal in Dolby Surround erschien, setzt sich mit dieser Veröffentlichung fort. Der 5.1-Mix bringt zwar ein wenig mehr Kraft mit ein, aber auch die Geräusche von der Front auf die Rear Speaker, ohne eine Unterscheidung vorzunehmen, was wirklich dort hingehört oder tontechnisch Sinn macht. Da die Vorlage die etwas lautere Abmischung ohnehin nicht hergibt, ist man mit dem Dolby Digital 2.0-Ton besser beraten. Hier übersteuert alles etwas, besonders der Musikbereich und manche Stimmen haben einen dumpfen Nachhall. Zieht man das geringe Rauschen mit ein, bekommt man eigentlich genau das, was man erwarten konnte: einen nicht ganz sauberen, aber doch angenehmen Stereoton.
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Extras
Extras
DVD 1:
  • Einleitung des Regisseurs (0:44 Min.)
  • Audiokommentar
  • Kinotrailer (2:00 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur Werner Possardt (17:05 Min.)
  • Slideshow (9 Bilder)
  • Hinter den Kulissen (31:18 Min.)
  • Artwork-Galerie (4 Bilder)
  • Geschnittene Szene (1 Seite, 1:13 Min.)
  • Kinoaushang-Fotos (11 Bilder)
  • Werner Possardt-Galerie (6 Bilder)
  • Presseheft (9 Seiten)
  • Bayrisch für Außerirdische (3 Seiten)
  • Gedrucktes Interview mit Werner Possardt (4 Seiten)
  • Filmographie Werner Possardt (4 Seiten)
DVD 2:
  • 20 Jahre Xaver in Mittelneufnach (62:46 Min.)
  • Bildergalerie (67 Bilder)
  • Interviews (55:28 Min.):
    • Gabi Fischer
    • Rupert Seidl
    • Uwe Pranke
    • Gottfried Wenger und Hermann Zott
    • Axel Pecher
  • Storyboard-Auszüge (39:10 Min.)
  • Bonusfilm "Fünf Flaschen für Angelika" (80:00 Min.)
  • Weitere Highlights:
    • Car Napping (3:08 Min.)
    • Hatschipuh (1:49 Min.)
    • Daniel, der Zauberer (1:19 Min.)
    • Onkel Otto (1:43 Min.)
    • The Finder (1:47 Min.)
    • Walhalla (3:13 Min.)
    • Mayor Of The Sunset Strip (2:18 Min.)
    • Project Genesis (11:15 Min.)
VerpackungDigipack im Pappschuber
 Gewundert, dass man, bevor man ins Hauptmenu kommt, die Wahl zwischen "bayrisch" und "hochdeutsch" hat? Je nach Wahl wird uns die kurze Einleitung des Regisseurs präsentiert. Um den Rest muss man sich keine Gedanken machen, falls einem die süddeutsche Mundart nicht ganz leicht fällt, denn alle anderen Extras sind hochdeutsch und bestens verständlich. Der Audiokommentar des Regisseurs hilft, den Film besser zu verstehen. Sein Independent-Projekt wurde hauptsächlich mit Laien- oder Amateurdarstellern und natürlich an Originalschauplätzen gedreht. Sogar der Motorrad-Stunt wurde von Freiwilligen gemacht. Possardts wichtigste Aussage in diesem Special ist jene: Ihm ging es nicht darum, einen intellektuellen Film zu schaffen, sondern eine lustige Komödie, in der er all die Eigenheiten seiner Heimat verarbeiten kann. Danach bekommt er mittels dem Interview gleich noch einmal die Möglichkeit, das Wort an seine Fans zu richten, auch wenn man schon einige Überschneidungen seiner Aussagen mit dem Audiokommentar feststellen muss. Er erwähnt hier, dass er es schade findet, dass er damals von all den Veranstaltungen (z.B. den Drehs im Bierzelt) leider nicht genug Behind The Scenes-Material erstellt hat. Trotzdem ist das nächste Extra ein halbstündiges, mit der handelsüblichen Videokamera aufgenommenes Feature mit genau diesem Inhalt. Die Qualität ist trotzdem ganz brauchbar, man zeigt aber wirklich ungeschnitten und am Stück verschiedene Einblicke vom Dreh. Wo man die Slideshow noch knicken konnte (Screenshots aus dem Film), zeigt die Artwork-Galerie bereits vier Verpackungen des deutschen Filmes. Mehr Bildmaterial gibt es unter den folgenden Galerien, u.a. das komplette Pressematerial und den Aushangsatz. Unsinnig fand ich, unter die Bilder zum Regisseur noch welche von Interview zu packen. Weiterhin gibts in Textform ein paar Dialogsequenzen aus dem Film, ein Interview mit und eine Filmografie über den Regisseur und natürlich den Trailer.
Weiter auf DVD Numero 2: Man mag es nicht glauben, aber zum 20jährigen Jubiläum und natürlich dem Start der DVD hat man ein riesiges Bierzelt mit Fans vollgestopft und ein lustiges Treffen veranstaltet, welches das gut einstündige Making Of einfängt. Im Anschluss daran kann man sich auch noch ein paar Fotos dazu anschauen. Als ob es unendlich viel Material gäbe, hängt man danach eine Stunde an Interviews mit Darstellern, Machern und Supportern dran. Auch Auszüge (über 200 Seiten) aus den ausführlichen Storyboards kann man in den Extras einsehen, wobei es ratsam wäre, sowas als navigierbare Texttafeln zu gestalten. Könnt ihr danach noch? Dann hat man nochmal 80 Minuten mit einem Bonusfilm aus dem Jahre 1980 von Werner Possardt vollbekommen. Ich hab hier nur reingezappt, sah aber ganz lustig aus. Die Übergänge auf der Film-DVD sind mit "Xaver"-Ausschnitten ausgeschmückt, die DVD steckt in einem aufklappbaren Digipack, welches wiederum in einem Pappschuber steckt. Rechnet man alles zusammen, kommt man mit dem Audiokommentar auf über 6 Stunden Bonusmaterial, was extrem viel für diese Art von Film ist. Das gibt natürlich die Höchstwertung. Achso: Unter den Trailern findet man nicht nur "Daniel, der Zauberer" (gröhl!!), sondern auch den Kurzfilm "Project Genesis".
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Fazit
Ganz ohne Frage, wer die meist sehr seichten deutschen Komödien der 80er Jahre mag, wer mit Otto, den Supernasen, Lisa-Filmen und Karl Dall groß geworden ist, der bekommt bei "Xaver und sein außerirdischer Freund" die komplette Ladung ab - vorausgesetzt, man hat keine Abneigung gegen die bayrische Kultur an sich, die hier bis ins letzte Klischee ausgelebt wird. Das wegen der traditionellen Verwurzelung sicherlich besonders im bayrischen Raum beliebte SciFi-Kasperle-Theater dürfte dank zweier sympathischer Figuren im Vordergrund, einem gut funktionierenden Gespann, bei vielen für Freude sorgen. Gemeint sind die beiden Verlierertypen Xaver und der außerirdische Alois, der nach dem Absturz auf der Erde erstmal mit den Bräuchen und Sitten der urigen Dorfgemeinde bekannt gemacht wird, ebenso mit der Sprache der Eingeborenen, von denen er anfangs nur Fetzen in die Runde wirft, und besonders seinen Spaß am Hopfenbräu hat - ach, was sag ich, der kleine Mann säuft sämtliche Kollegen gnadenlos unter den Tisch, nachdem er seinen ersten dicken Hangover überwunden hat und veranstaltet eine "Mordsgaudi" im Bierzelt. Die Idee, was wohl passieren könnte, wenn "E.T." wohl in Bayern spielen würde, wird ziemlich trashig, manchmal actionreich und eigentlich immer sehr vergnüglich umgesetzt. Der Dorftrottel Xaver versucht nicht nur, das Raumschiff seines Kompagnons wieder zu richten, er muss sich auch gegen eine Gruppe von Rowdies wehren, die ihm den Brand an der Dorfdisco anhängen möchten. Das sorgt für Trubel, was die beiden, manchmal auch mit Hilfe, ganz ordentlich meistern. Der niedrig budgetierte, volkstümliche Klamauk endet typisch mit dem verrückten Massenauflauf, bei dem jede Menge zu Bruch geht und der wilde Mob sich dämlicher verhält als Polizei bzw. das Theaterstadl erlauben, während Xaver und sein Anhang sich mühelos von einer Patsche in die nächste flüchten kann. Hoffe nur, dass dieser Film im Ausland nicht den Eindruck erweckt, es wäre der ernsthafte Versuch der Deutschen, "E.T." einzubürgern. Das könnte lange dauern, bis da die Rehabilitation einsetzt ...



Bilder der DVD




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