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HK 1990
Originaltitel:Long maan saat sau Zi jau jan
Alternativtitel:Crying Freeman: Killer's Romance
Länge:93:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Phillip Ko
Buch:Phillip Ko, Ryoichi Ikegami, Kazuo Koike
Kamera:George Ma
Darsteller:Simon Yam, Joey Wong, Carman Lee, Siu-Ming Lau, Phillip Ko, Marcus Fox, Kenichi Ishida, Cheung Lak, Yasuaki Shikamura
Vertrieb:McOne/Atomik Films
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ein Gangsterboss wird von einer rivalisierenden Bande umgebracht. Sein Sohn schwört Rache und macht sich auf, die verantwortlichen Killer zu ermorden. Bei einem Attentat wird er von einer jungen Frau beobachtet, die fortan immer wieder seinen Weg kreuzt. Die beiden kommen sich näher ... und gleichzeitig wächst die blutige Vergeltungsspur zu einem erbarmungslosen Bandenkrieg.

Bild
Format1.78:1 (Letterbox)
NormPAL
 Da hier keine tolle Vorlage existierte, sollte man seine Ansprüche herunterschrauben. Die im Letterbox-Format vorliegende DVD - Untertitel liegen beim Aufzoomen außerhalb des sichtbaren Bereichs - besitzt als positiven Aspekt eine zufriedenstellende Schärfe, wobei Konturen etwas zu stark hervortreten und die Details deutlich unterliegen. Zumindest dahingehend erscheint das Bild noch klar, was sich aber auch nur in den näheren Aufnahmen bestätigt. Mit Beginn der Action setzt auch Ghosting ein, welches als subjektive Bewegungsunschärfe hervortritt. Das sehr aktive Rauschen, meist fein granular grieselnd, aber manchmal auch für flackernde Bilder zuständig, und die sehr häufigen Kratzer machen den Film älter, als er eigentlich ist, wobei dies oft ein Problem von HK-Produktionen ist. Auch von der Farbgebung bin ich oftmals enttäuscht, weil statt Rottönen eher rosa und gelbliche Farben dargestellt werden, Bildhintergründe im gleichen grauen Brei verschwinden und insgesamt eine ausgewaschene Optik auftritt. Der Kontrast wechselt seine Intensität, mehr als die guten Anwandlungen fielen mir hier aber die auf, welche durch Überstrahlungen auf sich aufmerksam machen. Innerhalb des Rauschen hat sich trotz hoher Rate noch eine mäßige Kompression festgesetzt und nicht selten flackern Kanten auf, neigen zu Treppenartefakten. Stellenweise 3 Punkte wert, insgesamt aber nicht mehr als 2.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Kant)
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Wenn man diese Information schon direkt vom Labelchef hört, möchte ich sie natürlich auch an die Leser dieser DVD-Vorstellung weiterreichen, damit er versteht, mit welchen Problemen deutsche Labels oftmals beim Anfertigen ihrer VÖs zu Filmen asiatischer Herkunft konfrontiert werden. Der "durch die Socken genuschelte" kantonesische O-Ton ist wahrlich keine Freude für die Ohren und flattert dermaßen stark während der Musik, dass man sich fragt, was denn derartige Defekte hervorrufen kann. Er wäre wegen seiner schlechten Leistungen als Basis für eine Eindeutschung denkbar ungeeignet gewesen, besonders weil kein M+E-Track existiert, bei dem die Sprache von der Musik und den Effekten getrennt vorliegt, was eine Erarbeitung einer deutschen Fassung mit relativ geringen Mitteln ermöglicht hätte. Kurzerhand wurde also ein neuer deutscher Track angefertigt, der klanglich weitaus erhabener ausfällt als der O-Ton, glasklar ist und keinerlei Störungen enthält. Gleichzeitig muss ich aber harsche Kritik anbringen, abgesehen von all den Umständen: Ein derartig umfangreiches Vorhaben einer völligen Neuvertonung ist zeitaufwendig und überaus kostspielig und kann erreicht seltenst brauchbare Ergebnisse. So wird die deutsche Synchro dem Film keinerzeit gerecht und der ständige Einsatz eines neuen Scores ist mitunter störend, vermittelt stellenweise sogar gefürchtetes Amateur-Niveau (Timing, Nötigkeit der Sprechrollen in einigen Passagen, Geräuschkulisse) und lässt die zwischen synthetischen und traditionellen Klängen angelegten Stücke des Originals schwerlich vermissen. Somit ist mir rein atmosphärisch der O-Ton deutlich lieber, auch weil die Musik der deutschen Fassung manchmal die falsche oder eine übertriebene Stimmung fabriziert, die versucht, die kitschigen Passagen des Originals auszubessern. Da deutsche Untertitel (Dubtitles) existieren, soll jeder für sich entscheiden. Vom 5.1-Gefühl ist im Deutschen wenig präsent, vielmehr liegt hier ein klarer Stereoton mit einigen netten Effekten auf der Front vor, welcher 3 Punkte fürs Technische verdient hat.
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • Full Alert (2:26 Min.)
    • Lizard Woman (0:56 Min.)
    • The Circle (1:10 Min.)
    • Explosive City (2:07 Min.)
    • Nude Fear (1:54 Min.)
    • Sars War (2:46 Min.)
    • The Commitment (1:29 Min.)
    • Kamikaze Girls (1:58 Min.)
    • One Nite in Mongkok (2:23 Min.)
    • PTU (2:05 Min.)
 Keine Extras zum Film, dafür aber 10 Trailer aus dem Programm von Atomik-Films. Darunter auch der zu Interner Link"Sars War", der definitiv Lust auf mehr macht.
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Fazit
Interessant, einen Heroic Bloodshed-Vertreter in London anzusiedeln, was mal etwas andere, offenere Sets ermöglicht als die überlaufenen Schauplätze in Hong Kong, auch wenn man ansonsten genau das zu sehen bekommt, was man von einem HK-Actioner dieser Zeit so erwarten würde. Der Fan des Genres, und davon gibt es sicherlich genügend, bekommt mit der Verfilmung des Mangas genau das vorgeführt, was er sich vorstellt: Eine gewisse Ästhetik, soweit es das Budget zulässt, eine Romanze und hauptsächlich (natürlich!) eine bitterböse Rachegeschichte um einen etwas introvertierten Helden, die für toll inszenierte, mitunter blutige Action in Form von Shootouts und Martial Arts führt. Mit Christophe Gans' späterer Verfilmung kann sich "Killer's Romance" freilich nicht messen, dafür reichte wohl das Geld nicht, dafür aber besitzt er ganz eigene Qualitäten wie eine sehr direkte Geschichte und natürlich verlaufenden Kämpfen, die sowohl optisch als auch choreografisch nicht enttäuschen werden. Auch muss man sich, falls man den Erstkontakt wagt, auf leichte Zugeständnisse an etwas konstruierte Stränge einstellen, denn wo sonst steckt der Held mehrere Schläge ein, die sonst jeden Statisten im Nu zu Boden gestreckt hätte. Darüber kann ich aber leicht hinwegsehen, vor allem weil die Handlung immer wieder von kurzen Spannungspunkten durchzogen wird, so dass die Zeit sehr schnell vergeht. Sehenswert auch wegen des charismatischen Hauptdarstellers Simon Yam und dem ihn zur Seite gestellten Aktricen, besonders aber wegen des atemberaubenden "old school"-Finales, welches vollgestopft mit potenziellen Leichen, dicken Knarren und tragischen Wendungen ist.



Bilder der DVD




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