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USA 1990
Originaltitel:Haunting Fear
Länge:84:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Juristisch geprüft/Strafrechtlich unbedenklich
Regie:Fred Olen Ray
Buch:Fred Olen Ray, Edgar Allan Poe
Kamera:Gary Graver
Musik:Chuck Cirino
Darsteller:Brinke Stevens, Jay Richardson, Delia Sheppard, Jan-Michael Vincent, Karen Black, Robert Clarke, Robert Quarry, Michael Berryman, Hoke Howell, Greta Carlson, Mark Thomas McGee, Jeff Yesko
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Die attraktive Victoria Munroe leidet unter der ständigen Angst, lebendig begraben zu werden und wird Nacht für Nacht wird von Alpträumen geplagt. Ihr Ehemann Terry kümmert sich kaum um sie, denn er braucht dringend Geld für den Kredit-Hai Visconti. Seine Sekretärin und Geliebte Lisa hat daher die teuflische Idee, Victoria in den Tod zu treiben, um an ihr Geld zu kommen.
Inzwischen hat sich aber Viscontis Geldeintreiber Trent mit Victoria angefreundet. Eigentlich sollte er nur feststellen, ob Terry zahlungsfähig ist. Doch dabei hat er sich in die stille Schönheit verliebt. Trent beobachtet misstrauisch das eigenartige Treiben von Terry und Lisa, die von seiner Existenz keine Ahnung haben. Als sie sich schon sicher sind, dass ihnen Vicky zukünftig nicht mehr im Wege stehen wird, erleben sie eine grausame Überraschung ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Zweifelhaft, warum auf eine so schlechte Vorlage zurückgegriffen wurde. Es sind eher wenige Kratzer auf dem Bild, aber die Detailschärfe fällt höchst mangelhaft aus. Unruhige, verziehende Bewegungen und Kantenflimmern kommen hinzu und die Farben sind eher schwach und gelbstichig. Der Kontrast erscheint ebenso wenig ausgeglichen, besitzt oftmals sehr helle Stellen und einen nicht gerade deckenden Schwarzwert. Auch ein Videoflimmern macht sich auf dem Material breit, was alles in allem den Film nochmals um 10 Jahre altern lässt. Dabei haben wir es hier mit einer Produktion der frühen 90er zu tun, nicht etwa der 70er!
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Man nehme ein altes Tonband, wasche, trockne und bügel es und nehme es als Tonspur für eine DVD! Mal im Ernst: Die Qualität hierbei ist ziemlich lausig. Nicht etwa wegen zu starker Verschmutzungen, sondern weil von der deutschen Synchro nicht viel mehr als ein ziemlich dumpfer und nicht selten unverständlicher Brei übrig geblieben ist. Ein starkes Rauschen begleitet mit kleineren Unreinheiten beide Sprachvarianten der DVD, aber besonders im Deutschen ist es ziemlich laut und der englische O-Ton erscheint mir zudem noch etwas heller, obwohl auch dieser seinem Alter unwürdig ist. Dieser schaltet sich anscheinend auch gegen Ende in einigen Szenen ein, wenn auf einmal das Klangbild kurzzeitig aufhellt, weil möglicherweise keine deutsche Tonspur hierfür existierte. Entwarnung ist aber gegeben, weil keinerlei englische Dialoge im Deutschen zu finden sind. Also hier besser nichts erwarten oder einfach vorstellen, wie ein sehr, sehr alter Film unbearbeitet klingen könnte.
 +-----

Extras
Extras
  • Fassungsvergleich (3:34 Min.)
  • Bildergalerie (3:23 Min.)
  • Trailer(10:38 Min.):
    • Hollywood Chainsaw Hookers
    • Invasion der Tollwütigen
    • Die Wurmfresser
    • Die Leichenmühle
    • Die Blutorgie der Satanstöchter
VerpackungKleine Hartbox
 Während das Cover eine ziemlich simple und nicht gerade ansprechende Fotomontage ist, hat man das Hauptmenu doch sehr schön gestaltet. Neben verschiedener Trailer umfasst das Bonusmaterial eine Bildergalerie mit Fotomaterial und Covervarianten und einen Fassungsvergleich zwischen dieser ungekürzten DVD und der alten Videokassette. Wer Jay Richardson in einer interessanten Rolle voller innerlicher Zerissenheit sehen möchte, mag vielleicht mal einen Blick in den Trailer zu Interner Link"Hollywood Chainsaw Hookers" werfen.
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Fazit
Beim Namen Fred Olen Ray bekommen manche bereits den blanken Horror zu spüren, ohne auch nur eine Szene gesehen zu haben. Hier verwurstet er in seiner unnachahmlich stümperhaften, billigen Art E.A. Poes Geschichte zu "Lebendig begraben", kann aber nicht mehr an seine weitaus trashigeren Werke heranreichen. Im Jahre 1990 offenbart sich ihm zudem ein recht namhafter Cast, wobei sämtliche Darsteller schon weitaus bessere Rollen gesehen haben und sich hier bereits auf dem absteigenden Ast ihrer Karriere befanden. So darf Interner Link"The Hills Have Eyes"-Galionsfigur Michael Berryman die Obduktion mit psychopathischen Selbstgesprächen und einigen blutigen Tatsachen auflockern, während Jan-Michael Vincent ("Airwolf", Interner Link"Kalter Hauch") eine ziemlich trostlose und unwichtige Show abzieht oder Jay Richardson ("Hollywood Chainsaw Hookers") sich ganz passabel zur nächsten Szene bringt, in der Hoffnung, sich dort einen Drink genehmigen zu können. Die Prämisse, nämlich der Gedanke daran, bei vollem Bewusstsein unter die Erde gebracht zu werden, stimmt soweit, nur ist das Drehbuch sichtlich einfach gehalten und bereits damals gute 10 Jahre zu spät. Wie so oft basiert die Geschichte auf den Alpträumen einer liebevollen, aber von allen verratenen Ehefrau, deren Mann ihr natürlich nur Unverständnis entgegenbringt, sie mit der Sekretärin betrügt (eine der doch recht zahlreichen Nacktszenen) und letztlich aus Geldmangel ihr frühzeitiges Ableben fingiert. Abgesehen von Berrymans gelungenem Einsatz und Karen Blacks hypnotischen Heilversuchen - übrigens die Einzige, die es später noch zu etwas gebracht hat - werden die ersten 70 Minuten sehr langatmig und voller Palaver abgespult, bis man endlich die etwas gefälligeren Szenen anbringt, die teilweise wegen der unfreiwilligen Komik punkten, andererseits auch, weil's nun endlich richtig rund geht. Hauptdarstellerin Brinke Stevens darf nach etwas seltsamer Verwandlung (lieber nicht drüber nachdenken!) ihre Rechnung begleichen, blutig versteht sich, bevor man ihr die Türen (und Fenster) für eine Fortsetzung weit öffnet und sie verschwinden lässt. "Das wars?", fragt man sich da. Außer viel Langeweile und einem halbwegs besänftigenden Schlussteil hat uns der Trash-Spezialist nicht wirklich etwas zu bieten. Statt unfreiwilliger Komik entdeckte ich hier billigst runtergekurbelte, fast schon kommerziell anmutende Schnellkurbelei, der der Charme früherer Produktionen schwer fehlt.



Bilder der DVD




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