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USA 1953
Originaltitel:It Came from Outer Space
Länge:76:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jack Arnold
Buch:Ray Bradbury, Harry Essex
Kamera:Clifford Stine
Musik:Henry Mancini, Irving Gertz, Herman Stein
SFX:David S. Horsley, Roswell A. Hoffmann
Darsteller:Richard Carlson, Barbara Rush, Charles Drake, Joe Sawyer, Russell Johnson, Kathleen Hughes, Budd Buster, George Eldredge, Morey Amsterdam, Ralph Brooks, Robert Carson, Edgar Dearing, Virginia Mullen
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5



Inhalt
Hobby-Astronom John Putnam (Richard Carlson) und seine Verlobte Ellen erschrecken zu Tode, als während einer Sternenbetrachtung in der Wüste von Arizona plötzlich ein Raumschiff vom Himmel fällt. Die mysteriöse Besatzung verschwindet unversehens in der Dunkelheit. Der örtliche Sheriff hält die Geschichte zunächst für ein absurdes Hirngespinst, doch als immer mehr merkwürdige Dinge geschehen, nimmt er die Sache sehr ernst ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Soll ich sagen, dass das Vollbild gut ist, weil die Aufnahmen schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben und die damalige Aufnahmetechnik eh nicht vergleichbar mit der technischen Raffinesse und den ultrascharfen, kontrastreichen Bildern heutiger Kameras ist? Oder soll ich erwähnen, dass man doch noch etwas mehr hätte herausholen können, wenn man noch ein wenig in die Nachbearbeitung gesteckt hätte, was ja durchaus möglich ist, wie einige Kunststücke der Restauration beweisen? Im Überblick betrachtet ist die Scheibe aber doch gut ausgefallen und wird sicherlich keinen Käufer enttäuschen. Die Schärfe ist mindestens immer ok, keine verschwommenen Szenen kommen uns unter und man kann in einigen Momenten sogar von einem sehr detaillierten Bildaufbau sprechen. Dem Kontrast fehlt es etwas an hellen Tönen, übrigens der Hauptkritikpunkt dieses s/w-Transfers, denn über einen gewissen Grad kommt man dabei nicht hinaus. Das Rauschen ist mitunter sehr heftig, nicht aber unangenehm, auch wenn es zu leichtem Flimmern führen kann. Das nimmt man aber lieber in Kauf als eine Rauschfilterung, so dass gerade in taghellen Szenen eine äußerst gefällige Schärfe geboten werden kann. Dafür sind aber grad die dunklen Aufnahmen schlechter und weiße Kratzer sind immer wieder parat. Mit Veteranenbonus also noch 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
 Neben einer Menge an Untertiteln bietet die deutsche DVD zusätzlich den englischen O-Ton, der besonders mit Einsatz der Musik einen überdurchschnittlich guten Eindruck hinterlässt. Zwar ist auch hier nur ein monaurales Signal zu hören, aber die Klangreinheit (lediglich Stimmen sind etwas kernig) und das geringe Rauschverhalten sprechen für diesen Modus. Im Deutschen nimmt das Rauschen zu, die Musik ist nicht mehr so klar, aber auch hier gibt es keinen berechtigten Grund zur Klage, da das Material sich doch noch in einem sehr akzeptablen Zustand befindet. Lediglich leichtes Knistern und Ploppen wäre ein Fall für eine Nachbearbeitung gewesen, die man sicherlich aus Kostengründen nicht in Erwägung gezogen hat.
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Extras
Extras
  • Hologramm-Cover
  • Audiokommentar
  • Das Universum laut Universal: Ein Originaldokumentarfilm zu "Gefahr aus dem Weltall" (31:46 Min.)
  • Foto- und Plakatgalerie (5:08 Min.)
  • Original-Kinotrailer (1:18 Min.)
 Zwar kann man Universal ersten Film in 3D nicht so auf der DVD präsentieren, als Entschädigung gibt es aber ein eingeschobenes Hologramm-Cover. Die Rückseite des Covers weist bereits daraufhin, dass der Audiokommentar nur in Englisch vorliegt. Schade, denn Tom Weaver, eingefleischter SciFi-Fan hat sich bestens vorbereitet und erzählt unaufhörlich über Details des Filmes, über die Entstehung, trägt Interview-Sequenzen vor und besitzt dabei ein unglaublich umfangreiches Wissen über diesen Klassiker, teilweise so, als ob er damals selbst dabeigewesen wäre. Das selbe gilt für die Dokumentation, die eine interessante Retrospektive über das klassische SciFi-Genre bietet, dabei aber auch nur englischen Ton besitzt. In der Galerie sind zu Beginn ein paar Covermotive aufgeführt, später sieht man diverse Stills und Fotos vom Set. Auch der alte Trailer ist mit vertreten. Wegen der unnötigen Sprachbarriere trotzdem nur zwei Punkte, schließlich wurde diese DVD auch für ein deutsches Publikum erstellt. Einen kleinen Fehler gibt es innerhalb der Menus, diese sind anamorph verzerrt, werden beim Abspielen aber nur im 4:3-Modus wiedergegeben, weswegen die Figuren auf den Bildern etwas groß gewachsen erscheinen.
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Fazit
Verglichen mit Jack Arnolds ("Der Schrecken vom Amazonas", Interner Link"Tarantula") Klassiker aus dem Jahre 1953 haben viele Alien- und SciFi-Filme inhaltlich doch Rückschritte gemacht, könnte man fast meinen. Wo sich der Genre-Film der 50er auf naive, romantisierte Romane bezog, die der Invasion der Erde durch allerlei fremde Mächte (nicht ausschließlich Aliens) mittels eines glorifizierten Heldens Einhalt geboten, nennt der liebenswert inszenierte "Gefahr aus dem Weltall" die Gefahr auch gleich beim Namen: Die Menschheit selbst, gedrängt aus (sicherlich auch politisch geschürter) Angst stets die offensive Position einnehmen zu müssen, um mit aller Macht und Gewalt die fremde Art zu vertreiben. Ray Bradburys (Interner Link"Fahrenheit 451") Story reflektiert diese Ängste ganz offen in Charakteren und ihren manchmal etwas künstlich angelegten Monologen, verneint aber keineswegs die Ursprünge des Genres, weswegen wir uns auf ein wunderbares, einäugiges Monster freuen können, durch dessen milchige Pupille wir des Öfteren die Übernahme von menschlichen Charakteren betrachten. Die Hüllenwandler übernehmen so einen Teil der Kleinstadtbewohner in der Wüste und der Hobbyastronom John Putnam sieht sich bald einer Horde von gefühlstoten Aliens gegenüber. Auch von seiten der Menschen kann er nicht viel Hilfe erwarten, denn man begegnet ihn mit Ignoranz und Unverständnis. Der Fan solcher Filme wird sich sehr wohl fühlen in der beklemmenden, bedrohlichen Atmosphäre, die natürlich wegen der schrulligen Effektkunst trashige Gefilde betritt und auch beim Zusammenspiel zwischen Männlein und Weiblein nicht immer Ernsthaftigkeit bewahren wird. Mitten in der beinahe menschenleeren Wüste wird den Protagonisten niemand zu Hilfe kommen, möchte man uns vielleicht sagen, denn dort nimmt der Hauptteil der Handlung platz. Der fast 40 Jahre später mit einer Fortsetzung bedachte Film bietet somit alles, was man von einem Klassiker dieses Jahrgangs erwartet: Stimmige Drehorte, ein die Zeit überdauerndes Skript und genügend Spektakel und Drive, um die sehr kurze Spielzeit wie im Flug verstreichen zu lassen.



Bilder der DVD




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NewsJack Arnold-Klassiker ab April auf DVD
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