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FR, USA 2002
Originaltitel:Femme Fatale
Länge:109:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Brian De Palma
Buch:Brian De Palma
Kamera:Thierry Arbogast
Musik:Ryuichi Sakamoto
SFX:L'Etude et la Supervision des Trucages, Mikros Image
Darsteller:Rebecca Romijn, Antonio Banderas, Peter Coyote, Eriq Ebouaney, Edouard Montoute, Rie Rasmussen, Thierry Frémont, Gregg Henry, Fiona Curzon, Daniel Milgram, Jean-Marc Minéo, Jean Chatel, Stéphane Petit, Eva Darlan, Jean-Marie Frin, Jo Prestia
Vertrieb:Universum / UfA
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Bei einem akribisch geplanten Diamantenraub spielt die hübsche Laura (Rebecca Romijn-Stamos) falsch und hintergeht ihre Komplizen. Sie kann mitsamt dem Schmuck entkommen, während ihr Partner für sieben Jahre im Knast landet. Durch eine Reihe zufälliger Ereignisse nimmt die Diebin die Identität einer Selbstmörderin an, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten scheint, und macht sich auf, Frankreich zu verlassen. Bereits im Flugzeug lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, doch dieser wird ausgerechnet zum amerikanischen Botschafter in Frankreich ernannt, womit auch seine Gattin ihr anonymes Leben in den USA aufgeben muss. Zur selben Zeit, als ihr damaliger Partner seine Haftstrafe abgesessen hat, gelingt es dem Ex-Paparazzo Nicolas (Antonio Banderas), ein Foto von der Botschafter-Gattin zu schießen, was Laura bislang um ihrer eigenen Sicherheit willen zu verhindern wusste. Damit ist die Spur zu ihr gelegt und die Betrogenen von einst sinnen auf Rache. Doch Laura ist bereits gewappnet ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier kann ich mich ziemlich kurz fassen: Es stimmt fast alles beim anamorphen Bild, Verdacht auf Referenz kommt mir aber noch lange nicht in den Sinn. Die ordentlich digitalisierte, verschmutzungsfreie Vorlage zeigt uns ein angenehm scharfes Bild mit Verbesserungsmöglichkeiten im Detail und natürlichen, sauberen Farben. Geboten wird auch ein satter Kontrast, bei dem bestimmte Szenen etwas träumerisch aufgehellt wurden. Negativ fällt die Kompression auf, die im seichten Rauschen zu einigen Artefakten führt und nicht selten Bildhintergründe mit Blockbildung bereichert, weswegen es zu 5 Punkten nicht mehr ganz reichen mag.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch und Englisch (jeweils komplett und teilweise)
 Überraschung innerhalb der ersten Stunde: Alle französischsprachigen Dialoge wurden im Original belassen (ebenso in der englischen Fassung) und deutsch untertitelt, um die regionale Einordnung der Handlung zu unterstützen. Die Abmischung ist, wie nicht anders zu erwarten, von hoher Qualität, nur im Surrond-Bereich herrscht noch etwas Zurückhaltung. Vorsichtig finden sich zwar Musik und zarte Effekte auf den Rear Speakern wieder, aber in Momenten der Action wird die Aufregung nicht so richtig vom Klang mitgetragen. Differenzen zwischen den beiden Sprachen sind kaum auszumachen, beide dürften gleichmäßig erste Wahl sein, wenn man dynamischen, klar aufgelösten 5.1-Sound haben möchte.
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Extras
Extras
  • Kinotrailer (2:01 Min.)
  • Making Of (34:59 Min.)
  • Dressed To Kill (1:46 Min.)
  • Cast & Crew:
    • Antonio Banderas (6 Seiten)
    • Rebecca Stamos-Romijn (4 Seiten)
    • Peter Coyote (5 Seiten)
    • Brian De Palma (5 Seiten)
  • Trailershow:
    • The Caveman's Valentine (2:07 Min.)
    • Ballistic (1:45 Min.)
    • Basic (1:41 Min.)
    • Die Purpurnen Flüsse (1:48 Min.)
    • The Transporter (The Transporter (1:24 Min.)
    • Dark Blue (1:51 Min.)
    • Tattoo (1:44 Min.)
    • The Score (2:31 Min.)
 Viel gegenseitiges Lob bestimmt das halbstündige Making Of, das sich ähnlich Brian De Palma auch ein wenig verträumt abspielt und schon deutlich spoilert, also nicht vor dem Film selbst zu empfehlen ist. Danach bekommt man einige oberflächliche Statements aller Mitarbeitenden, leider nur in Englisch ohne Untertitel, die aber durch die Laufzeit ein passables Feature abgeben. Es ist nicht überraschend, dass der Kinotrailer und auch das ähnlich geartete "Dressed To Kill", eine Art etwas geschickter verpackter Teaser mit Produktionsfotos, Filmszenen und werbeträchtigen Zitaten, nur englische bzw. französische Originalsprache besitzen.
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Fazit
Es ist nicht ganz einfach, "Femme Fatale" in eine Schublade zu stecken. Gerade durch die etwas irreführende Promotion dürften die Zuschauer mit den unterschiedlichsten Erwartungen an den Film herangehen. Doch weder dem Siegel Erotikfilm, noch der Bezeichnung Thriller wird der Film wirklich gerecht - vor allem aber gilt dies auch andersherum. Brian de Palma spielt hier gekonnt mit verschiedenen Motiven, ohne einem davon besonderes Übergewicht zuzugestehen. Wenn überhaupt, steht die die Spannung im Vordergrund, wenngleich diese aber weniger über intensive Szenen strapaziert wird, sondern insbesondere durch die gezielt gestreuten Wendungen und Aha-Erlebnisse. Dabei geht es vor allem um den Trickreichtum der Titelheldin, die, wie man bald herausfindet, mit allen Wassern gewaschen ist und dabei so kalt bleibt, wie das Glatteis, auf das sie Freunde und Feinde führt. Es ist schon eine Freude, nach und nach zu erkennen, was es mit der einen oder anderen vorangegangenen Kleinigkeit auf sich hatte, auch wenn die Ausmaße von Lauras Berechnung manchmal den Bereich der Glaubwürdigkeit verlassen.
Ohnehin spielt de Palma mehr als einmal mit den Grenzen der Realität, nicht zuletzt durch zahlreiche Elemente von symbolischer Bedeutung, die Teile des Films wie Traumsequenzen anmuten lassen. Speziell das Element Wasser spielt hier in variierenden Formen eine zentrale Rolle, wobei die Übergänge von Inhalt und Symbolismus im wahrsten Sinne des Wortes fließend sind.

"Femme Fatale" hat auf jeden Fall das Zeug, viele Zuschauer positiv zu überraschen, da der Film anscheinend weitestgehend als billiger Erotikthriller eingeschätzt wird, der versucht, das Publikum mit etwas nackter Haut in eine dämliche Story zu locken. Tatsächlich ist es eher so, dass diejenigen enttäuscht sein dürften, die einen handfesten Erotikthriller erwartet hatten. Die wenigen vorhandenen Erotikszenen sind zwar durchweg unglaublich sexy, sind aber jede für sich von großer Bedeutung für den Verlauf der Geschichte und verkommen auch keineswegs zur Fleischbeschau, sondern besitzen eine Ästhetik, die - genau wie viele andere Sequenzen des Films - de Palmas Gespür für Stil beweisen. Als weiteres Beispiel seien hier noch die Split-Screens genannt, für deren Verwendung Ang Lee ein Jahr später mit seinem "Hulk" seltsamer Weise wie ein Pionier des modernen Kinos gefeiert wurde.



Bilder der DVD




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