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IT 1976
Originaltitel:Roma a mano armata
Alternativtitel:Assault with a Deadly Weapon
aka. Brutal Justice
aka. Rome Armed to the Teeth
aka. Tough Ones
Länge:90:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Umberto Lenzi
Buch:Umberto Lenzi, Dardano Sacchetti
Kamera:Federico Zanni
Musik:Franco Micalizzi
SFX:Gino Vagniluca
Darsteller:Maurizio Merli, Tomas Milian, Ivan Rassimov, Giampiero Albertini, Stefano Patrizi, Biagio Pelligra, Luciano Catenacci, Valentino Macchi, Gabriella Lepori, Maria Rosaria Riuzzi, Mara Mariani, Fulvio Mingozzi, Tom Felleghy, Maria Rosaria Omaggio
Vertrieb:New Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.01.2006 (Kauf)



Inhalt
Rom. Brutale Raubüberfälle, Entführungen, Vergewaltigungen, Morde sind an der Tagesordnung. Kommissario Ferro (Maurizio Merli) - genannt "Die Viper" - führt einen einsamen Kampf gegen die Kriminalität vergebens. Der Staatsanwaltschaft sind durch Gesetzeslücken die Hände gebunden. Kaum hat Ferro einen Täter dingfest gemacht, ist dieser kurze Zeit spätr wieder frei, kann neue Straftaten begehen.
Als die Gewalt eskaliert, die Verbrechen immer brutaler werden, greift Ferro zu härteren Mitteln. Drahtzieher der kriminellen Machenschaften scheint Vincenzo Moretto (Tomas Milian) zu sein. Ein buckliger Psychopath, der skrupellos über Leichen geht. Für Ferro hat die Jagd begonnen. - "Die Viper" setzt an zum tödlichen Biss.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 New konnte sich anscheinend die Rechte am vorzüglichen Transfer der italienischen DVD sichern und kann somit ein überzeugendes Bild im Originalformat und bester Qualität präsentieren. Es entstand wohl eine 1:1-Kopie, denn es werden keine zusätzlichen Kompressionsschwächen ersichtlich. Die Restaurationsarbeit ist lobenswert, denn das Bild ist stets sehr detailliert und strotzt jeglichen Alterserscheinungen wie Verschmutzungen (äußerst selten), Unschärfen, Farbabweichungen oder Ausblutungen. Grad der satte Kontrast und die ausdrucksstarken, wenn auch ein wenig europäisch zurückhaltenden Farben geben dem meist bis zum Hintergrund gestochen scharfen Bild einen Bonus. In Schwenks oder Zooms mag man ein wenig von der ursprünglichen Partikelbewegung erkennen, aber erstens ist es nicht weiter schlimm und zweitens bin ich überhaupt überrascht, dass man die Rauschbeseitigung ohne größere Einbußen bei der Schärfe überstand. Auch die Ansätze von Nachschärfungen sind leicht übersehen, weswegen ich gern 5 Punkte vergebe.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Deu), Dolby Digital 2.0 (It), Dolby Digital 5.1 (It)
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Dachte eigentlich, die Zeit wäre vorbei, als die Labels den Monoton auch als solchen auf der Scheibe beließen. Es wäre schön gewesen, wenigstens doppeltes Stereo draus zu machen als das hier wenig erbauliche Center-Gequäke. Eine Umschaltung per Hand schafft Abhilfe und gibt einen besseren Einblick auf die moderaten Qualitäten der deutschen Tonspur, welche für seine Gattung nur durchschnittlich, aber irgendwie passend ausfällt. Die Musik flattert ein wenig und der Ton ist erwartungsgemäß des Öfteren mal dumpf oder flach, aber es kommen keine bemerkenswerten Störungen vor und Verzerrungen sind eher Seltenheit, so dass nichts vom Hauptfilm ablenken sollte. Anders beim aggressiveren O-Ton, welcher zwar heller ist und die Geräusche wie auch die Musik besser zur Geltung bringt, bei den Dialogen aber auch stärker übersteuert und zischelt und sich zusätzlich noch ein wenig verklirrt anhört. Trotzdem gefällt es mir hier besser, allein wegen der direkteren Musikeinspielungen, die deutlich mehr Kraft besitzen. In Dolby Digital 5.1 ist der italienische O-Ton nicht wirklich zu empfehlen, denn einzig der zusätzliche Bass unterscheidet ihn vom Zweikanalton. Und der grollt manchmal leise im Hintergrund, ganz und gar überflüssig, als ob man ein Gewitter aus der Ferne heranziehen hört. Die deutsche Synchro verleiht dem Streifen etwas mehr Spritzigkeit und Witz, was selbst ich anhand der deutschen Untertitel und praktisch kaum vorhandenen Italienischkenntnissen herausfinden konnte.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (5:37 Min.)
  • Über "Die Viper" (7:42 Min.)
  • Trailer (3:20 Min.)
  • Trailershow:
    • Der Einzelkämpfer (2:45 Min.)
    • The Card Player (2:03 Min.)
    • Der Tollwütige (3:05 Min.)
  • DVD-ROM-Teil:
    • Covermotive (2 Stück)
    • Aushangfotos (10 Stück)
Verpackungkleine Hartbox
 Das noch junge Label erfreut den Zuschauer nicht nur durch ein gelungenes Design der kleinen Buchbox, wie man sie beispielsweise auch von CMV-Veröffentlichung her kennt, sondern insbesondere durch eine passende Verwendung des DVD-ROM-Teils. War es sonst Brauch, dort nur dröge Weblinks oder Zweitverwendungen von Bonusmaterial anzubieten, welches man schon vom Filmteil her kennt und ich stets uninteressant fand, bekommt man hier Bildmaterial innerhalb eines Menus geboten, welches die Qualität von herkömmlichen Slideshows bei Weitem übertrifft. Die zwei Covermotive und insgesamt zehn Aushangfotos sind mit Größen im HD-Bereich und darüber bestens geeignet, um sie sich vielleicht auszudrucken und wurden mit Filmmusik im Hintergrund unterlegt. Natürlich kann man sich die Sachen auch direkt aus einem Ordner der DVD auf Festplatte ziehen. Dagegen verblassen die Extras im Hauptmenu fast. Die Bildergalerie enthält qualitativ gute Aufnahmen aus dem Film und erweist sich als bewegte gehaltene Screenshots mit musikalischer Untermalung. Eine sehr interessante Einführung in den Film mit umfangreichen Hintergrundinfos gibt es im Text von Michael Püttman (ich vermute mal, hinter diesem Synonym versteckt sich Ugo Piazza). Leider darf man nicht selbst blättern, sondern muss einem ablaufenden Text folgen. Außerdem beinhaltet die DVD den Originaltrailer und drei weitere Trailer, welche Italo-Fans sicherlich interessieren würden. Guter Einstand, wenn auch nicht überwältigend, was bei diesem Film ohnehin nicht zu erwarten war.
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Fazit
- "Ja, so wahr man mich die Viper nennt, ich geb' nicht auf!" (Ferro)

Maurizio Merli, im Grunde ein Mann guter Manieren und des Gesetzes, weiß, wie man mit dem kriminellen Volk umspringt. Bevor der charismatische Blonde mit der starren Mimik fragt, wird ordentlich draufgepatscht. Exploitation-Guru Umberto Lenzi lässt seinen abtrünnigen Kommissar mit derartig innerlicher Freude die Handkanten austeilen, dass es jedem Fan harter Poliziotti-Kunst einfach nur warm ums Herz werden wird. Um den roh waltenden Kräften des Gesetzes das nötige Betätigungsfeld zu sichern, wird der gröbste und widerlichste Abschaum an Kleinganoven zur Schau gestellt, den sich das Genre vorstellen kann. Unter den Mördern, Taschendieben und Vergewaltigern, mit ebenso knautschig-markanten Gesichtern besetzt wie die Hauptrollen, arbeitet besonders Tomas Milian seine Rolle als buckliger Widerling heraus, der sich aalglatt in seinem Metier profiliert. Da wird natürlich mit Schmackes gekloppt, was wegen der knisternd-trockenen Stimmung die Bude in Wallung bringt, aber abseits davon wird auch der Fan politisch motivierter Italo-Wüsterei seinen ungebremsten Spaß haben. Merli und Milian als konkurrierendes Duo halten die Fans bei Laune, auch wenn Lenzi Autoverfolgungsjagden gern zweit-, dritt- und vielfach-verwertet und es mitunter zu einigen Momenten führt, die dem Otto-Normal-Zuschauer wegen der unerbittlichen Methoden beider Seiten durchaus an die Grenze des Ertragbaren bringen. Grad deswegen darf sich "Die Viper" als nonkonforme, überaus gefällige Leistung zählen, die den Zuschauer mit ebenso rau-freundlicher Art und Weise ins Gesicht klatscht, wie Kommissar Ferro es mit seinem Klientel tut. Hier zählt die Begeisterung am Genre, die Lenzi mittels des einfachen, aber verwinkelt inszenierten Drehbuches auf die Zuschauer überträgt. So waren die 70er Jahre im italienischen Kino, man muss es gesehen haben, um es zu glauben und zu lieben.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Viper, Die
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