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CAN 2005
Originaltitel:Metal - A Headbanger's Journey
Länge:94:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Sam Dunn, Scot McFadyen, Jessica Joy Wise
Buch:Sam Dunn, Scot McFadyen, Jessica Joy Wise
Kamera:Brendan Steacy
Musik:diverse
Darsteller:Sam Dunn, Alice Cooper, Bruce Dickinson, Ronnie James Dio, Tony Iommi, Angela Gossow, Tom Araya, Lemmy, Tom Morello, Pamela Miller, Rob Zombie, Robert Walser, Dee Snider, James 'Munky' Shaffer, Einar Darri, Vince Neil
Vertrieb:Constantin
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Sam Dunn ist Journalist und bereits seit seiner Kindheit echter Heavy-Metal-Freak. Dieser gigantischen Musikbewegung folgend, begibt sich Sam auf eine völlig abgefahrene Recherche-Tour, um die "Bestie" Heavy Metal leibhaftig zu begegnen. An den berühmten Originalschauplätzen, begleitet von dem brachialsten Sound der Musikgeschichte, trifft er nicht nur auf Gleichgesinnte der Szene, sondern auch auf deren große Idole: die namhaftesten, legendärsten Heavy-Metal-Bands der Welt.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Material besteht zu großen Teilen aus Archivaufnahmen, was natürlich nicht die besten Ergebnisse erzielen kann, hierbei aber ganz gut ausfällt. Wenn man grad die Schärfe beurteilt, dann fallen einige Mankos auf und die Kompression könnte noch etwas ruhiger arbeiten, aber die teilweise bereits über 30 Jahre zurückliegenden Aufnahmen haben ähnliche Qualität wie die aktuellen Mitschnitte, was alles natürlich positiv beeinflusst. Die Farben sind stets um Natürlichkeit bemüht, der Kontrast hat nur leichte Anwandlungen von Überhellungen, das Rauschen ist schon mal etwas gröber, aber stets erträglich und es gibt keine nennenswerten Verschmutzungen. Sieht man also mal über leichte Schärfedefizite hinweg, die letztlich auch die Authentizität einer solchen Dokumentation ausmachen, ist das völlig ok. Die Kompression fällt ebenso unterschiedlich aus. Während in den frischen Aufnahmen etwas Blockrauschen im Hintergrund rumgeistert, sind alte Aufnahmen mitunter etwas pixelig, was wohl auf die Ausgangsqualität des Masters zurückzuführen ist.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (Auszüge), Deutsch (komplett)
 Etwas schwierig, hier wirklich Raumton herauszuholen, da es auch heute noch den wenigsten Bands vergönnt ist, ihre Sachen mit 5 oder mehr Kanälen abzumischen. Das merkt man dem Ton deutlich an, denn mehr als einen Upmix gibt es nicht, was in einigen Szenen ordentlich Feuer für die hinteren Lautsprecher gibt, nämlich, wenn die Musik als Untermalung genutzt wird und hauptsächlich aus den Rears ertönt. Etwas anders wird bei eingespielten Clips oder Live-Gigs, die dann hauptsächlich über Stereo erklingen und eine unnötige Unterstützung über die Rears erhalten. Am besten, weil Dicksten ist der Ton im deutschen DTS, sieht man aber von eher unbedeutenden Faktoren ab, sind die Dolby Digital-Spuren ebenbürtig. Die Doku wurde bei dessen Initiator deutsch synchronisiert, sämtliche andere Personen wurden aber im Originalton mit Untertiteln belassen. Das ist auch ganz ok so, schließlich will man wohl kaum die Musiker mit gedubbten Stimmen hören. Gute 3 Punkte, mehr ist schwerlich möglich.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Outtakes (16:42 Min.)
  • Black Metal in Norwegen (25:02 Min.)
  • Interviews:
    • Alice Cooper (3:16 Min.)
    • Bruce Dickinson (2:10 Min.)
    • Ronnie James Dio (1:53 Min.)
    • Geddy Lee (1:18 Min.)
    • Pantera (2:43 Min.)
    • Tom Morello (1:12 Min.)
    • Tony Iommi (3:56 Min.)
    • Rob Zombie (1:07 Min.)
    • Lemmy (7:44 Min.)
    • Alice Cooper und Tom Morello über Politik (1:08 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: Domino (2:13 Min.)
  • Trailershow:
    • Metal: A Headbangers Journey (1:39 Min.)
    • Man About Town (2:28 Min.)
    • Enduring Love (2:25 Min.)
    • Inside Deep Throat (2:20 Min.)
    • Standing In The Shadows Of Motown (2:11 Min.)
 Der Hauptfilm hat mich schon begeistert, aber dass es mit einer eigenständigen, wenn auch kürzeren Dokumentation im Bonusteil weitergeht, ist schon erstaunlich. Die etwas einseitige Darstellung des Black Metal in "Metal" führte wohl dazu, dass sich die Macher dazu verpflichtet fühlten, diesen Misstand mit einer nachgeschobenen, tiefer greifenden Dokumentation wieder zu beseitigen. Viele Musiker der Szene sind hier in Interviews am Start, verschiedene Kirchenvertreter kommen zu Wort und nebenher werden die Reaktionen auf "Metal" eingefangen. Ebenfalls sehr lustig sind die Outtakes. Hier hat man Alternativmaterial aneinandergereiht, was weitere Einblicke in die Dreharbeiten gewährt, aber auch ein paar zusätzliche Infos beinhaltet. Zuletzt hat man noch Zugriff auf verschiedenste Interviews. Hier wurde nicht etwa noch mal das Interview aus dem Film in voller Länge draufgepackt, sondern jeder der Musiker gibt eine interessante Anekdote zum Besten. Im Falle Lemmy entstand sogar ein kleines Best Of, da der Motörheader gut gelaunt und redefreudig aufgelegt war. Schade nur, dass man die kreativen Köpfe von "Metal" nicht noch zu einem Audiokommentar bewegen konnte, der durchaus Sinn gemacht hätte, wie die Outtakes beweisen. Unverschämte vier Punkte wegen hohem Unterhaltungs- und Wiedersehwert.
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Fazit
Grandios! Gab's zwar alles schon in Büchern, aber die sehr kompakte Abhandlung über die interessanteste, wahrscheinlich beständigste und mir persönlich liebste Spielart der Musikgeschichte erfüllt alle Ansprüche an eine Dokumentation über dieses Thema. Hier trifft ein echter Metalhead auf all die Musiker (na gut: ein paar davon), die das Genre groß und berühmt gemacht haben. Dee Snider, Lemmy, Ronnie Dio, um nur ein paar davon zu nennen - sie allen plaudern aus dem Nähkästchen, geben ihre reichhaltigen Erfahrungen zur Szene preis und runden die von fast schon wissenschaftlicher Seite vorgetragenen Ausführungen ab. Das wäre bereits ein triftiger Grund, als Metalhead hier unbedingt zugreifen zu müssen, weil die mit vielen Live-Aufnahmen, einem Bericht vom Wacken und sogar der Besuch eines berühmten Groupies schon das Ziel dieser Doku, die Musik begreifbar und spürbar zu machen, erfüllen. So richtig interessant fand ich es aber, weil vor allem der geschichtliche Teil interessant ausfällt. So darf man einen Teil von Sniders gewitzter Verteidigung vor dem Gericht im Kampf gegen die Heavy Metal-Hetze seitens der Politik und Elternvereinigungen beiwohnen, was der charismatische Sänger nun einige Jahre später mit Freuden kommentiert. Neben den musikalischen Wurzeln werden Themen wie Satanismus, Brutalität und Fans angerissen, aber auch die Rolle der holden Weiblichkeit in der Szene bzw. die ersten Frauen-Metal-Bands, das Glam-Rockertum oder aber kulturelle Ursprünge sind von Bedeutung, um einen möglichst allumfassenden Überblick zu geben. Klaro ist dabei, dass man von den Heavy Metal-Urgesteinen über den Death Metal bis hin zu "Neulingen" wie Slipknot und Kittie alle gleich behandelt, jedem Musiker oder auch Fan (meistens beides) Gehör schenkt und damit wirklich nah an der Basis ist. Einziger Kritikpunkt: Mangels mehrtägiger Laufzeit kann jeder Bereich nur angerissen werden. Aber dafür kann man ja dann wieder zur Fachliteratur greifen und sich die hier gezeigten Gigs vorstellen oder einfach kurzerhands selbst einen besuchen. Darauf wird man nämlich direkt im Anschluss an "Metal - A Headbanger's Journey" bock haben. Jedem wärmstens zu empfehlen, der die zweite Bedeutung des deutschen Wortes "bangen" kennt und schätzt.



Bilder der DVD




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