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CAN 2004
Originaltitel:Bagman - Profession: Meurtrier, Le
Länge:19:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Jonathan Prévost, François Simard, Anouk Whissell
Buch:Jonathan Prévost, François Simard, Anouk Whissell
Kamera:Joanna Kazmierzak, Jonathan Prévost, François Sima
Musik:Killwhitneydead, The Black Dahlia Murder, Black Taboo, Burnt By The Sun u.a.
Darsteller:Alain Bakayoko, Jimmy Beaudoin, Dave Bellerive, Guillaume, Blais-Dubuc, Stéphane Couto, Daniel Désormeaux, Katrine Girard, Dave Guinchard, Pascal Julien, Joanna Kazmierczak, Sébastian Kazmierczak, Maxime Lapiere, Jean-Marc Leduc, Yan Lhermite, Sébastian Machini, Olivier Mancini, Jonathan Prévost, Francois Simard, Pierre Verain, Stéphane Verspan, Anouk Whissell, Yoann Whissell
Vertrieb:Dragon Film
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Die "Geschichte" ist in nur wenigen Worten erzählt: Junge Frau erwacht im Krankenhaus, an ihrer Seite ein Polizist, der sie zu einem vorgefallenem Massaker befragt, das sie als Einzige überlebt hat. In einer Rückblende erfährt man, wie die Frau nach der Zerstückelung ihres Freundes durch den "Bagman" auf der Flucht vor diesem ist und vor ein Auto voller HipHop Boyz rennt. Jene beschwören ihn durch dreimaliges Nennen seines Namen und besagtes Massaker sondergleichen beginnt ...

Bild
FormatDragon Film
NormPAL
 Der Film ist mittels der Dragon-DVD anschaubar ohne größere Schwächen zu offenbaren, die auf eine schlechte Vorlage oder eine schlampige Digitalisierung schließen lassen würden. Für eine Produktion, die von ein paar Filmfreaks in Eigenregie zusammengeschraubt wurde, höchstwahrscheinlich auf Digital Video, macht es sogar einen mehr als ordentlichen Eindruck. Klaro, der Kontrast ist nicht immer hundertprozentig, was bei den taghellen Außenszenen höchstens mal zu geringer Überbelichtung führt, und die Farben sind je nach Lichteinfall auch mal etwas schwächer, die Schärfe gestaltet das Bild aber schon sehr angenehm. Hier und da ist die Kompression etwas gefordert, außer einem nicht näher zu identifizierenden Aliasing an manchen Kanten (möglicherweise durch die Vorlage) scheint hier aber nichts anzubrennen. Fast 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Billig-Synchro passt ziemlich gut zum Splatter-Spaß, ist also ausnahmsweise mal nicht kontraproduktiv. Eigentlich sind es auch nur die vielen Geräusche, die die Schwächen des Tracks offenbaren: Das Lautbild verzerrt elektronisch und klingt dabei billig und verbraucht. Beim französischen O-Ton, bei dem einige Rollen in Englisch gesprochen werden, wird das noch viel deutlicher, weil dort alles so klingt. Die Musik geht deftig zur Sache, dennoch bekommt man vom 5.1-Ton eher wenig mit. Für diese Art von Film aber völlig ausreichend.
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Extras
Extras
  • Making Of (5:12 Min.)
  • Kurzfilm "2 Morts" (16:12 Min.)
  • Kurzfilm "Chez Toni Spaghetti" (12:56 Min.)
  • Kurzfilm "Itsy Bitsy Grampy" (2:57 Min.)
  • Kurzfilm "La Roue Faucheuse" (3:03 Min.)
  • Kurzfilm "Bagman 2001" (2:45 Min.)
  • Kurzfilm "Pub Bagman" (2:05 Min.)
  • Kurzfilm "Mauvaise Dose" (6:00 Min.)
  • Bildergalerie (5:06 Min.)
  • Trailergalerie:
    • Calvaire (1:49 Min.)
    • Hellavator (2:04 Min.)
    • Rojo Sangre (1:31 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Slashers (1:24 Min.)
    • Zombie Self Defense Force (1:05 Min.)
VerpackungDigipack im Pappschuber
 Dickes Bonusmaterial ist bei einem grad mal 20minütigen Hauptfilm nötig, um die DVD im Vollpreissegment anbieten zu können. Ganz davon abgesehen, dass sich die Scheibe bereits ohne die vielen Extras lohnen würde, bietet man uns noch ein Making Of und ein paar Kurzfilme. Das Making Of ist witzig aufgemacht und zeigt flink zusammengeschnittene Erlebnisse vom Set, darunter viele Special Effects und Bloopers. Die Kurzfilme wurden alle untertitelt und stehen "Le Bagman" in Sachen Kreativität, Witz und Gore in nichts nach. "2 Morts" handelt von zwei Streithähnen, die sich ziemlich herb verkloppen, bis sie Gevatter Tod gegenüberstehen, der noch mal Spaß mit ihnen hat. "Chez Toni Spaghetti" ist eine gelungene Parodie auf Auftragskiller- und Vampir-Filme, im Speziellen auf Interner Link"Blade", und geizt natürlich nicht mit skurrilen Situationen und eimerweise Kunstblut. "Itsy Bitsy Grampy" ist eine garstige Animation um ein kleines Mädchen, das ihre Großeltern mit Spinnen in den Wahnsinn treibt. "La Roue Faucheuse" ist vom Zeichenstil noch etwas aufwendiger, schlägt aber in die selbe Kerbe wie die Vorgängeranimation und bietet abermals herrlich morbide Zeichnungen zu schrägem Humor rund um das Thema "Wiedergeburt". Mit "Bagman 2001" wird uns eine frühe Version des Papiertütenkillers vorgesetzt, die zwar nur im winterlichen Vorgarten gedreht wurde, aber als s/w-Stummfilm mit Texttafeleinblendungen angelegt ist und einen schön blutigen Schlusseffekt bietet. Noch ein Wiedersehen mit dem Bagman gibt es im Shorty "Pub Bagman", bei welchem dieser in einer Videothek unter den Anwesenden kräftig aufräumt - kurz, aber schmerzlich! Den Abschluss bildet "Mauvaise Dose", der sogar deutsch synchronisiert vorliegt und Universal-Monster-Motive auf die Schippe nimmt. Zuletzt wird uns noch eine Bildergalerie geboten, welche Fotos vom Set, von verschiedenen Festivals und Filmpremieren (inkl. dem Tromadance Film Festival) und Storyboard-Zeichnungen enthält. Fehlen eigentlich nur noch Sachen wie der Trailer und ein Audiokommentar bzw. weitere Informationen um die kanadische Filmtruppe.
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Fazit
Es ist schon länger her, da lief ein gewisser Interner Link"Staplerfahrer Klaus" als Vorfilm zu Interner Link"Jason X" auf dem FantasyFilmFest und hatte fast schon mehr positive Resonanzen als der Hauptfilm. Kein Wunder, die erfrischende Mischung aus knallharten Effekten, bitterbösen Humor und der etwas anderen Lehrfilmattitüde war etwas bisher noch nie Dagewesenes; im Vergleich zu dem ebenfalls starken "Jason X" eben der innovativere Beitrag. Auf dem letzten SplatterdayNightFever gab es eine ähnliche filmische Überraschung: der gezeigte "Bagman", definitiv ein klares Highlight des Festivals. Dieser kurzweilige (20 Minuten dauernde) Amateurfilm stahl so manchem, technisch gehobenem 90 Minuten Streifen glatt die Show. Die wenigen dort erhältlichen DVDs waren in der Pause binnen Minuten ausverkauft, zu Recht! Was die französisch sprechenden Kanadier hier fabriziert haben, gehört in jede gut sortierte Funsplattersammlung und wird zumindest momentan noch als absoluter Geheimtipp geahndet!
Diese Horrorfilmparodie reizt die Lachmuskeln, bis sie zerreißen - das kann man wörtlich nehmen, es gibt kein Organ oder Körperteil, das hier nicht bis aufs Ärgste "strapaziert" wird. Der Blutgehalt ist für den Zeitraum beachtlich und es gibt mehr Tote als in den ersten paar "Freitag der 13."-Filmen zusammen, an dessen zweiten Teil sich die Maskierung des Killers anlehnt. Statt Kartoffelsack trägt dieser eine Papiertüte, was mindestens genauso lächerlich aussieht. Im Gegensatz zu diesem nimmt sich der Film aber zu keiner Minute ernst, die Darsteller geben sich bewusst hemmungslos überdreht, die Figuren sind aufs Extremste überzeichnet und so verhält es sich mit den Goreeffekten, die im Amateurbereich ihresgleichen suchen. Schon lange nicht mehr so versierte Kunstblutattacken in dem Sektor gesehen (abgesehen von den geilen Interner Link"Plaga Zombie"-Filmen). Die Gliedmaßen fliegen im Sekundentakt, Köpfe werden zertreten, Gedärme gerupft, Leiber durchbohrt - das Repertoire und der Einfallsreichtum des Killers die knapp 20 Kopf starke Gangstercrew zu dezimieren, kennt keine Grenzen. Doch nicht nur effekttechnisch ist der Kurzfilm erstaunlich reif: Wilde Kameraeinstellungen, professioneller Schnitt, eine gewisse "Dramaturgie" und die geschickt platzierten, brachialen metallastigen Soundeinlagen lassen den Funfilm nicht wirklich zu einer reinen (tumben) Gewaltorgie werden. Dafür ist er zu überdreht, zu witzig anzusehen. Ein Streifen, der zeigt, dass es im Amateurbereich nicht immer die gleiche stupide Zombiethematik sein muss. Absolute Empfehlung, wer die Möglichkeit hat ihn sich anzusehen, sollte dies tun. Ich verspreche Euch: daz rogkt!!!

Nachtrag: Mit reichlicher Verspätung hat die FSK den Film am 09.02.2007 mit einer Freigabe ab 16 Jahre gewürdigt. Wer also bisher dachte (mich eingeschlossen), dort versteht man keinen Spaß, der dachte falsch.

2. Nachtrag: Mittlerweile wurde der Film in einer abgespeckten Version von I-On New Media neu aufgelegt. Technisch ändert sich nichts, nur muss man in der ab 16 Jahren freigegebenen, trotzdem aber ungekürzten Fassung auf den Großteil des Bonusmaterials verzichten.



Bilder der DVD




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