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CAN, USA 2005
Originaltitel:Deal, The
Länge:103:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Harvey Kahn
Buch:Ruth Epstein
Kamera:Adam Sliwinski
Musik:Christopher Lennertz
SFX:International SPFX Group
Darsteller:Christian Slater, Selma Blair, Robert Loggia, Colm Feore, Angie Harmon, John Heard, Kevin Tighe, Philip Granger, Françoise Yip, Jim Thorburn, Paul McGillion, Christine Lippa, Jennifer Clement, Mike Dopud, Vyacheslav Vinnik, Peter Hall, Jay Robert Inslee, Linda Darlow
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der Krieg Amerikas mit den arabischen Staaten hat sich zu einer weltweiten Energiekrise ausgeweitet. Ölfelder brennen und Benzinpreise haben astronomische Höhen erreicht. Mafiöse Organisationen bestimmen nun das blutige Spiel um Öl und Macht, in dem der junge Investmentbanker Tom Hanson vom skrupellosen Tolson auf den Erwerb einer russischen Ölfirma angesetzt wird. Dieser "Deal" ist aber so schmutzig wie die Weste der meisten Beteiligten. Zusammen mit der jungen Studentin Abbey kommt Tom einer gigantischen Verschwörung auf die Spur, an der auch die US-Regierung beteiligt ist.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Ist zwar alles chic und neu und auch sauber, so ganz sind die Ambitionen, hier das Maximum herauszuholen, doch nicht ganz aufgegangen. Das Restrauschen führt zu etwas unreinen Bewegungen und die Nachschärfung ist etwas zu stark, so dass feine Details zum Aufblitzen und Zittern neigen, wenn auch nur sehr sachte. Der Detailgrad ist sehr erfreulich, aber grad auf Gesichtern fällt sie etwas zu seicht aus - ein durchaus bekanntes Problem vieler DTV-Filme. Die Farben könnten etwas fröhlicher ausfallen, hüllen sich aber stattdessen in etwas triste Töne. Kompression und Kontrast verhalten sich gut, nur zu Beginn verstecken sich in den schnellen Szenenwechseln Artefakte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch wenn's keine Actionszenen gibt, ist besonders die DTS-Spur um Surround-Aktivitäten bemüht, meist in Form von Einspielungen von natürlich auftretenden Umgebungsgeräuschen. Zwar erschafft das keine der beliebten, durch alle Boxen zischenden Effekte, aber ein wenig füllt es trotzdem das sonst interessante Stereoklangbild auf. Die Musik ist durchaus kräftig, die Dialoge machen auch einen guten Eindruck und sind sogar etwas deutlicher abgemischt als die zarte englische Version. Sogar deutsche Untertitel gibt es, nur lässt sich die Tonspur ausschließlich übers Menu wechseln, was unheimlich nerven kann.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./engl. (2:08 Min.)
  • Making Of (20:39 Min.)
  • Trailer:
    • Tamara (2:10 Min.)
    • Mortuary (2:33 Min.)
    • Freeze Frame (2:16 Min.)
    • Premonition (1:30 Min.)
    • Blessed (2:21 Min.)
    • The Process (1:55 Min.)
    • Crash Landing (1:45 Min.)
    • Parasite (1:09 Min.)
 Das Making Of beginnt langweilig (alle dürfen sagen, was sie vom tollen Projekt so halten), bietet dann aber doch noch einige Blicke ans Set und Infos zur Entstehung des Skriptes. Leider ist bereits nach 14 Minuten Schluss, denn den Anschluss machen 5 Clips, die es unverändert auch im Film zu sehen gibt. Wofür das gut sein soll, weiß ich nicht.
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Fazit
Christian Slater scheint sich in der Rolle des smarten Yuppies gut zu gefallen, ob nun auf der Seite der Bösen (Interner Link"Pursued") oder hier als windiger Aufsteiger in einer Investment-Firma. Das aufgestellte Szenario greift auf eine Fiktion zurück, die gar nicht so fern liegt: Amerika erklärt den arabischen Ländern den Krieg, muss auf wichtige Erdölvorkommen verzichten und steht nun dank schwindender Reserven vor einem wirtschaftlichen Kollaps. Doch von Krieg oder Spritarmut merkt man bis auf einige wenige Zeichen (weniger Verkehr auf den Straßen und geschlossene Tankstelle) aber nichts. Die oberen Zehntausend kratzt das freilich wenig, die feiert des Abends in einschlägigen Nobelkneipen ihre Buisness-Pläne, was in oberflächlichen Labereien und kurzen "Hey, wie gehts?"-Kontakten abgefilmt ist, und die Wallstreet steht kurz vor dem Abschluss eines erleichternden Öl-Deals mit Russland, der aber nicht ganz sauber zu sein scheint. Um es kurz zu sagen: die Geschichte klingt erstmal viel brisanter und kritischer als sie letztlich ist. Es würde auch wundern, wenn in dieser Konstellation ein amerikanischer Film sich selbst den bösen Buben zuschickt. Stattdessen mischt die russische (Öl-)Mafia kräftig mit und zum Schluss wird sogar noch ein Patriot ausgerufen, auch wenn letztlich nicht alles zu einem guten Ende führt. Während bereits sämtliche Charaktere wussten, wo an der Milliarden schweren Ölfeldübernahme der Haken ist, hab ich noch eine ganze Weile gegrübelt, was man hier eigentlich von mir will. Zwar ist die Inszenierung gelungen, der Plot lahmt aber und kann sich auch mit kurzen Affären des Protagonisten oder eine Entführung bzw. Erpressung nicht richtig von der Mittelmäßigkeit losreißen. Slater hat mir hier dank menschlicherer Werte weitaus besser gefallen als in "Pursued", gleichzeitig hat man aber etwas das Gefühl, dass er müde geworden ist. Vielleicht liegt es am abgekarteten Spiel, welches mit ihm getrieben wird, während die anderen Darsteller eine solide Basis als sein Umfeld ausmachen. Etwas seltsam, aber durchaus interessant tritt Selma Blair (Interner Link"Eiskalte Engel") als kindliche, mitunter naive, aber auch einfallsreiche Öko-Studentin in die Welt des großen Gelds ein und wird natürlich gleich von ihr "aufgefressen". Nicht, dass sie und alle anderen keinen Wert auf Authentizität der Figuren gelegt hätten, aber so richtig erwärmen kann ich mich für "The Deal" dann doch nicht.



Bilder der DVD




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