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USA 2004
Originaltitel:2001 Maniacs
Länge:84:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Tim Sullivan
Buch:Tim Sullivan, Chris Kobin
Kamera:Steve Adcock
Musik:Nathan Barr
SFX:Roy Knyrim, Robert Vazquez
Darsteller:Robert Englund, Lin Shaye, Giuseppe Andrews, Jay Gillespie, Marla Malcolm, Dylan Edrington, Matthew Carey, Mushond Lee, Bianca Smith, Brian Gross, Gina Marie Heekin, Adam Robitel, Brendan McCarthy, Christa Campbell, Wendy Kremer, Kodi Kitchen, Cristen Beavers, Ryan Fleming, Johnny Legend, Scott Spiegel, Craig Stark, David F. Friedman, Eli Roth, Tim Sullivan, Hugh Casey, Jacob Hair, Andy Mantineo, Ken Hooder, Kevin 'Pondo' Canady, Amanda Tuffin, Topper Jezebel, Grant Hayes, Cassandra Hepburn, Rachel L. Howard, Bill McKinney, Isaac C. Singleton Jr., Peter Stormare
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:06.04.2006 (Verleih) / 19.05.2006 (Kauf)



Inhalt
Auf ihrem Weg in die Ferien bleibt eine Gruppe von Teenagern in einem abgelegenen Südstaaten-Kaff hängen. Die Einladung der seltsamen, aber durchaus freundlichen Einwohner, an dem bevorstehenden großen Barbecue-Fest teilzunehmen, nehmen sie gerne an - nicht ahnend, dass sie selbst auf der Speisekarte stehen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 In erster Linie überzeugt der anamorphe Transfer durch seine überwiegend gute bis sehr gute Schärfe und wirkt vor allem in Nahaufnahmen sehr detailliert. Auch die Kantenschärfe lässt das Bild in einigen Szenen sehr plastisch erscheinen. Lediglich in den Totalen könnte das Ganze etwas knackiger wirken. Zudem fällt im Hintergrund immer wieder leichtes Rauschen auf und das Bild erscheint recht grieselig, was vor allem in Nachtaufnahmen zur Geltung kommt, ansonsten aber nie wirklich stört. Die Farbgebung ist ausgezeichnet und der gesamte Transfer erfreut sich satter und kräftiger Farben, welche meist natürlich, hin und wieder aber auch durch Farbfilter verfälscht, ausfallen. Der Kontrast macht ebenfalls eine gute Figur und liefert einen sehr satten Schwarzwert ab, der jedoch einige Bilddetails verschluckt. Helle Flächen wirken zudem etwas zu steil, was aber durchaus dem Look des Filmes dienlich ist. Die Kompressionen arbeiten sauber und Blockrauschen lässt sich nur äußerst selten im Hintergrund ausmachen. Dafür tauchen immer wieder leichte Defekte in Form von aufblitzenden Dropouts auf, was bei einem aktuellen Transfer eigentlich nicht der Fall sein dürfte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Neben dem Transfer darf auch der deutsche Dolby Digital 5.1 Track überzeugen und liefert uns einen meist weiträumig wirkenden Raumklang ab. Die Rears liefern neben den typischen Umgebungsgeräuschen und dem sauber abgemischten Score auch genügend kleinere Effekte. Besonders Herausragendes dürfen wir hierbei zwar nicht erwarten, aber für einen Horrorfilm reicht dieser Abmischung allemal, auch wenn wir uns etwas mehr Dynamik und direktionale Spielereien gewünscht hätten. Dafür macht der Bass eine gute Figur und darf sich hin und wieder sehr dominant am Geschehen beteiligen. Die deutsche Synchronisation ist durchweg gelungen, obgleich man es hier wie so oft nicht geschafft hat, den gesamten Witz des Originals zu übersetzen. Zudem klingen die gut verständlichen Dialoge in der deutschen Fassung eine Spur zu steril. Der englische Dolby Digital 5.1 Mix klingt insgesamt deutlich leiser in den Dialogen, auch wenn diese sich besser in die restliche Klangkulisse einfügen und dadurch natürlicher, insgesamt aber einen Tick zu dumpf wirken. Ansonsten unterscheidet sich der englische Track nicht sonderlich von der deutschen Variante. Optional lassen sich natürlich wieder deutsche Untertitel hinzuschalten. Der deutsche DTS 5.1 Mix klingt lediglich wieder etwas lauter, weist ansonsten aber keinerlei Unterschiede zur Dolby Digital-Variante auf.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Tim Sullivan und Hauptdarsteller Robert Englund
  • Audiokommentar mit Tim Sullivan / Autor Chris Kobin und Produzent Chris Tuffin
  • Original-Trailer [englisch / deutsch] (1:15 Min.)
  • Deleted Scenes und Outtakes (37:14 Min.)
  • Casting (6:35 Min.)
  • Making of - Inside the Asylum (42:28 Min.)
  • The Devil Rejects (1:08 Min.)
  • Trailershow:
    • Haus der 1000 Leichen (1:44 Min.)
    • Cabin Fever (1:22 Min.)
    • Arséne Lupin (1:47 Min.)
    • Nicotina (1:12 Min.)
    • Rancid (1:15 Min.)
VerpackungKeepCase mit Prägschuber
 Ursprünglich ohne Zusatzmaterial geplant, konnte Sunfilm kurzfristig doch noch sämtliches Bonusmaterial bekommen, welches später auch auf der US-DVD zu finden sein wird. Somit befinden sich auch alle beiden Audiokommentare auf dem Silberling, welche leider wie so oft nicht deutsch untertitelt wurden. Der erste Kommentar wird von Regisseur Tim Sullivan, sowie Hauptdarsteller Robert Englund gesprochen und ist gleichfalls interessant wie auch unterhaltsam ausgefallen, bietet aber deutlich weniger Infos als der zweite Kommentar mit Tim Sullivan und Produzent Chris Tuffin, welcher viel intensiver auf die eigentliche Produktion eingeht, ebenfalls aber sehr unterhaltsam, wie auch humorvoll ausgefallen ist.
Sehr schön ist auch das knapp 43minütige Making of "Inside the Asylum", welche nicht nur Cast & Crew zu Wort kommen lässt, sondern uns auch einen sehr schönen Einblick hinter die Kulissen gewährt. Zudem ist dieses in sechs Teile aufgesplittete Making of deutsch untertitelt worden, was man von den anderen Extras leider nicht sagen kann. Die Deleted Scenes / Outakes auf der DVD trumpfen mit einer Laufzeit von nahezu 38 Minuten auf und zeigen eine Unmenge an entfernten und verpatzten Szenen. So finden wir hier auch die herausgenommene John Landis-Sequenz. Leider sind die Szenen aber nur in einer durchwachsenen Bildqualität zu sehen und laufen in Einem durch, können aber geskippt werden. Am Schluss finden wir hier noch den Original-Trailer, sowie knapp 7 Minuten an unspektakulären Casting-Aufnahmen. Die obligatorische Sunfilm-Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
Remakes soweit das Auge reicht! Die Schwemme an Neuinterpretationen lassen nicht nach und es scheint als würde Hollywood in den letzten Jahren einen neuen Rekord in Sachen Recycling aufstellen wollen. Positive Ausnahme stellt hingegen Tim Sullivans Version des H.G. Lewis-Klassikers Interner Link"2000 Maniacs" dar, welcher eine blutig-groteske Mischung aus Komödie und Horrorfilm darstellt und mal wieder genau das Richtige für einen spaßigen DVD-Abend im Kreise seiner Liebsten ist. Zwar ist das Gezeigte weder originell noch neu, vielmehr schafft es Sullivan die bekannte Geschichte stilgerecht ins 21. Jahrhundert zu transferieren, verleiht der durchaus einfach gestrickten Geschichte einige neue Aspekte und würzt das Ganze mit ausgereiften und teilweise sehr überzogenen Goreeffekten. Hier darf man gerne von einem Wunder sprechen, dass der Film in seiner unzensierten Version bei uns auf DVD erschienen ist. Dies kann aber durchaus daran liegen, dass die blutigen Sequenzen dermaßen comichaft ausgefallen sind, dass selbst die FSK über die rauen Sitten der Südstaatler schmunzeln musste. Hier wird aufgespießt, zerquetscht, verätzt und gevierteilt. Blut fließt zwar in Strömen, doch Sullivan vergisst nie, den Humor auf einer Ebene zu halten. Zudem löste sich Sullivan in vielen Belangen sehr stark von dem Original, um seinem Film mehr Eigenständigkeit zu geben. So ist "2001 Maniacs" viel actionlastiger ausgefallen und versucht, die Möglichkeiten eines 3 Millionen-Dollar-Budgets voll auszuschöpfen. Fast schade, denn wir hätten gerne einmal die "Fässer"-Sequenz à la Sullivan gesehen.
Doch nicht nur die aufwendigeren Settings, sowie die überzeugende Atmosphäre machen "2001 Maniacs" aus. Die Verpflichtung Robert Englunds als Mayor Buckman, sowie einen kleinen witzigen Gastauftritt von Eli Roth (Interner Link"Cabin Fever", Interner Link"Hostel"), kombiniert mit schrägen Charakteren wie die lesbischen Cousinen, der bissigen aber äußerst attraktiven Wendy Kremer, oder aber den jungen Sodomisten mit seinem Schaf Jezebel, lassen "2001 Maniacs" zu einem wahren Splatter-Spaß werden, der keinen großen Wert auf Originalität legt, sondern einfach nur unterhalten will. Und das gelingt Sullivan mit seinem "Remake" in allen Belangen. Eine Fortsetzung ist bereits in Planung.

Völlig unzensiert überzeugt uns die DVD mit einer guten Bild- und Tonqualität, sowie einigen wirklich netten und ansehnlichen Extras. Leider fehlen die deutschen Untertitel bei dem Kommentaren und dem größten Teil des Bonusmaterials. Dafür erscheint die Erstauflage aber in einem edlen Schuber mit Prägschrift.



Bilder der DVD




Druckbare Version
  
2001 Maniacs
Two thousand Maniacs! (H.G. Lewis Collection #03)
The South will rise again - "2001 Maniacs"-Special
NewsFantasy Filmfest 2005: Termine und Filme
IMDb.com OFDb.de



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