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IT 1977
Originaltitel:Mannaja
Alternativtitel:Man Called Blade, A
aka. Mannaja, L´homme À La Hache
aka. Mannaya
aka. Mannen Med Köttyxan
Länge:96:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Sergio Martino
Buch:Sergio Martino, Sauro Scavolini
Kamera:Federico Zanni
Musik:Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
SFX:Cataldo Galliano
Darsteller:Maurizio Merli, John Steiner, Donald O'Brien, Sonja Jeannine, Philippe Leroy, Martine Brochard, Salvatore Puntillo, Nino Casale, Enzo Fiermonte, Rik Battaglia, Aldo Rendine, Enzo Maggio, Sergio Tardioli, Sofia Lombardo
Vertrieb:X-NK
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der Kopfgeldjäger Mannaja (Maurizio Merli) setzt 5000 Dollar, die Prämie für einen mit einer Axt verstümmelten Gefangenen (Donald O'Brien), beim Poker als Einsatz, gewinnt und lässt ihn frei. Er macht sich damit den korrupten, sadistischen Silberminen-Verwalter (John Steiner) zum Todfeind. Und soll auf grausame Weise sterben.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Wie gut oder schlecht eine DVD ist, erkennt man meist erst richtig, wenn man einen Vergleich ziehen kann, was wir natürlich auch getan haben (siehe Rubrik "DVD-Vergleich"). Nun die große Frage: Besser als die alte Marketing-DVD? Zwar nicht in allen Bereichen, insgesamt aber schon. Die nun anamorphe Abtastung bietet schon mal eine weitaus bessere Auflösung des Bildes, welcher - und das sieht man an einigen Konturen, noch etwas nachgeholfen wurde. Sieht aber schon mal sehr gut aus für einen Film dieses Alters. Die Farben sind mitunter leicht grünlich, trotzdem aber in Verbindung mit dem annehmlichen Kontrast und dem makellosen Schwarzwert sehr gefällig. Nur scheint die Vorlage ein NTSC-Master gewesen zu sein, weswegen weiches Ghosting auftritt. Auch die Kompression zeigt besonders in nebligen oder staubigen Szenen, dass sie noch mehr Spielraum bleibt, weil leichte Blockbildung beobachtet werden kann. Dies und der etwas träge Bildaufbau, der zumindest ohne nennenswertes Rauschen oder Defekte auskommt, festigen die Wertung auf 4 Punkte, wenn auch nur knapp. Ruhige Momente beispielsweise reißen qualitativ in bessere Gefilde aus, während Bewegung durch oben besprochene Momente etwas abbauen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelHinweis für Verwertungsrechte (fest bei englischem Ton)
 Der deutsche Ton hat mal wieder die Nase vorn, zumindest im Vergleich mit dem ebenso vorhandenen englischen Monoton. Es kommen zwar ein paar Szenen vor, die etwas knistern und knacksen, besonders gegen Ende, insgesamt kann man die klanglichen Eigenschaften aber als sehr "rund" für einen Monoton bezeichnen. Die Musik wird ebenso wie die Dialoge ohne merkliches Kratzen oder Verzerrungen wiedergegeben, nur an einer einzigen Stelle ist mir etwas dumpfe Akustik aufgefallen und die sonst eher dünne Charakteristik wird hier durch eine bessere Ausnutzung des Frequenzbandes aufgewertet, so dass man dank einiger leichter Tiefton- und Hochtoneinlagen etwas mehr als den üblichen Telefonhörer-Ton bekommt. Der englische Ton, der sich nur lästig übers Hauptmenu ändern lässt, was keine Fortsetzung gewährt, sondern den Film von Neuem startet, besitzt dann leider auch noch eine Zwangsuntertitelung mit rechtlichen Informationen über den Verwertungsbereich der DVD, die zum Glück im Bereich der schwarzen Balken platziert wurden. Der englische Ton präsentiert sich hörbar dünner und fragiler und krächzt etwas, kann aber auch genossen werden.
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Extras
Extras
  • Deutscher Kinotrailer (2:49 Min.)
  • DVD-Trailer (3:31 Min.)
  • US-Trailer (4:05 Min.)
  • Dt. Anfang (4:37 Min.)
  • Bildergalerie (16 Bilder)
VerpackungGroße Hartbox
 Leider nicht allzu viel Material, dafür aber Trailer, eine Bildergalerie und der Beginn des deutschen Tapes. Auch das Menu, welches einen kurzen Ausschnitt des Soundtracks enthält, wurde ansprechend gestaltet.
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Fazit
Für 1977 doch reichlich spät, fügt Sergio Martino mit "Mannaja" dem aussterbenden Genre noch einmal einen mustergültigen, wenn auch nicht bahnbrechenden Western bei. Martino, der, egal in welchem Genre, immer handwerklich saubere Arbeit abgeliefert hat, vertraut die Hauptrolle seines selbst für Italo-Westernverhältnisse harten und kompromisslosen Werks dem Landsmann Maurizio Merli an, der als einsamer Fremder in die Fußstapfen von Franco Nero tritt. Eine gute Wahl, denn wo der kantige Merli hinlangt, da wächst nichts mehr, wie er vorab beispielsweise in Interner Link"Die Viper" oder Interner Link"Camorra" bewies und hier gleich zu Beginn aufzeigt. Vorgestellt wird er dem Zuschauer in einer spannenden, fast schon atemberaubenden Verfolgung eines Gesuchten, bei der er, als er endlich aus dem Nebel heraustritt, seinem Gegenüber (Donald O'Brien) mit einem Beil die Hand abhackt. Sein wortkarges Spiel und sein verkniffener Ausdruck mögen nie recht zur Sympathiefigur hinreichen, aber Martino scheint hier ohnehin keinen Wert auf Auflockerung zu legen. Einzig der Wagentreck eines wilden Tanzensembles, welches den Protagonisten aus einer misslichen Lage befreit, markiert den menschlichen Bezugspunkt der Handlung. Der Rest charakterisiert sich als unerbittliche Mischung aus Verrat, tödlichen Überfällen, Rache und Ausbeutung von Menschen, in deren aller Mittelpunkt der großartig spielende, fiese Voller (John Steiner, Interner Link"Shock", Interner Link"Tenebre") steht, welcher seinen reichen Herrn, dem kranken McGowan (Philippe LeRoy, Interner Link"Milano Kaliber 9", Interner Link"Sandokan"), arglistig hintergeht. Neben dem grandiosen Finale, welches den Film ebenso im Nebligen enden lässt, wie er begann, kann Martino einige Aufnahmen montieren, die fast schon in den Horror-Bereich übergehen. Nicht etwa die wenigen, aber effektiven Gräueltaten sind damit gemeint, sondern beispielsweise der Überfall auf die Kutsche, welcher im Gegenschnitt zum bunten Treiben der tanzenden Mädels in der Stadt angelegt ist. Besonders als der schwer verwundete Kutscher sich mit letzter Kraft in die Stadt rettet, was sich in Zeitlupe abspielt, kommt Gänsehautstimmung auf.
Die Welt, in der Mannaja sich verdient, ist trostlos, nicht umsonst lässt Martino seinen Helden leiden oder lässt ihn in einem Faustkampf durch den Schlamm kriechen. Als darf man hierbei nicht erwarten, dass der Held am Ende mit seiner Liebsten in den Sonnenuntergang reitet. Nein, der von einer tiefen Bassstimme (etwas zu oft) vorgetragene, immer wieder leicht variierte Titelsong verkündet stets anders und wir wissen es auch, nachdem wir uns diese absolut empfehlenswerte Italo-Perle angeschaut haben. Das einzige Manko an der rundum gelungenen Veröffentlichung ist das wenige Bonusmaterial, sonst sollte man hier aber reinschauen!



Bilder der DVD




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Mannaja - Das Beil des Todes
Mannaja - Das Beil des Todes
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