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D 2006
Originaltitel:Exitus Interruptus
Alternativtitel:Exitus Interruptus - The Death is just the beginning
Länge:93:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Andreas Bethmann
Buch:Andreas Bethmann
Kamera:Andreas Bethmann, Renee Pornero, Jörg Kopetz
Musik:Morgan Latte, KezKo, Bertucci feat. Media Control, Jascka, Ismanfat
SFX:Andreas Bethmann
Darsteller:Renee Pornero, Anja Gebel, Bertucci, Nicole Lilienthal, Veronika Kuezkova, Tanja Berger, Melanie Bethmann, Jorge, Tino Reinhart, Eine Mutter, sowie Lisa mit dem Springmesser
Vertrieb:X-Gabu Film
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Fünf Jahre ist es nun her, dass Manuela Opfer eines sexuellen Gewaltverbrechens wurde, welchem sie nur mit großem Glück entkommen konnte und ihren maskierten Peiniger in Notwehr tötete. Fünf Jahre voller Angst und Alpträume an dieses grauenhafte Erlebnis. Mittlerweile befindet sie sich in psychischer Behandlung, welche aber für Manuela nicht wirklich hilfreich ist, da sie sich ihrem Gegenüber nur langsam öffnen kann. Ihr einziger Halt ist allerdings ihre beste Freundin Monique, welche Manuela stets zur Seite steht und Trost spendet. Doch als beide Frauen von einem Psychopathen in eine alte Villa am Waldrand entführt werden, scheint die Vergangenheit Manuela einzuholen und für beide beginnt eine Zeit unvorstellbaren Grauens ...

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Trotz Letterbox-Transfer überzeugt das Widescreen-Bild durch den ordentlichen Kontrastwert, welcher selbst in kritischen Momenten eine gute Figur macht und keinerlei Details missen lässt. Die Farbgebung ist ebenfalls sauber gewählt und man bietet uns stets kräftige und satte Farben. Doch auch Farbfilter als Stilmittel dürfen nicht fehlen, was mitunter etwas zu Lasten des Schwarzwertes geht, der hierbei deutlich ins Bläuliche tendiert. Dies kann aber auch ein generelles Problem der auf Digital-Video gedrehten Produktion sein, da dies meist nur in Szenen Auftritt, in denen helle Flächen auf dunkle stoßen. Sobald der Film komplett von einer bläuchlich dunklen Silouette umhüllt wird, ist dieses Manko quasi nicht mehr existent.
Wie bei einem auf Digital-Video gedrehten Film nicht anders zu erwarten, erscheint das Bild sehr plastisch und überwiegend scharf, wobei wir uns etwas mehr Detailschärfe in den Totalen gewünscht hätten. Doch sobald das Bild Close-Ups zeigt, oder einfach nur näher an die Protagonisten heranzoomt, wird uns ein außerordentlich detailliertes Bild geboten, in dem wir nahezu jede Pore erkennen können. Auch die Kantenschärfe leistet eine gute Arbeit und sorgt für die passende Plastizität. Etwas unschöner hingegen ist das dezente Blockrauschen im Hintergrund, was minimal zu Lasten der Schärfe geht und möglicherweise schon ein Überbleibsel der Aufnahmetechnik ist. Dafür arbeiten die Kompressionen sonst bis auf kleinere Ausrutscher sehr sauber und meistern selbst die vielen problematische Sequenzen, in den mit Filtern und Nebel (17:51 Min.) gearbeitet wird. Defekte und Verschmutzungen bleiben uns produktionsbedingt natürlich erspart und selbst Nachzieheffekte und Bewegungsunschärfen sind hier nicht auszumachen. Zudem gibt sich das Bild nahezu rauschfrei. Jetzt hätten wir davon gerne einmal einen anamorphen Transfer gesehen, der in puncto Schärfe mit Sicherheit noch mehr herausgekitzelt hätte. Für eine Independent-Produktion wird uns im Ganzen aber ein wirklich sehr gutes Bild geboten.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
UntertitelEnglisch
 Anders als bei einer Vielzahl deutscher Independent-Filme macht man sich hier die Mühe, den Film komplett zu synchronisieren und lies alle Umgebungsgeräusche und Soundeffekte neu abmischen. Hinzu kommt ein sauber aus der Front hallender Score, der wiederum von einem nicht zu verachtenden Bass begleitet wird. Die Dialoge der gut produzierten Synchronisation sind stets gut zu verstehen und dominieren nie den Stereokanal, lassen somit genügend Spielraum für Musik und Umgebungsgeräusche. Leider wurde "Exitus Interruptus" nur in Stereo abgemischt, wobei ein ordentlicher 5.1 Mix eine feine Sache gewesen wäre. Optional lassen sich hier noch englische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Original-Trailer (1:07 Min.)
 Auf Bonusmaterial müssen wir hier leider verzichten, lediglich ein Trailer zum Film ziert diese DVD.
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Fazit
Die inoffizielle Fortsetzung zu Andreas Bethmanns Interner Link"Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen 2" schlägt in eine ganz andere Kerbe als der Vorgänger, setzt mehr auf puren Psychoterror denn auf nackte Gewalt und erzeugt dadurch einen kontinuierlich ansteigenden Spannungsbogen. Er vermischt ganz nebenbei gekonnt Elemente bekannter Gerneklassiker und lebt mitunter von den zynischen Monologen des Psychokillers, der hier vom Regisseur und Drehbuchautor Andreas Bethmann unter dessen Pseudonym "Bertucci" selbst verkörpert wird. "Exitus Interruptus", was übersetzt soviel heißt wie "Den Tod unterbrechen", verzichtet nahezu gänzlich auf Sex und ausschweifende Gewaltakte. Kein Hardcore, aber dafür sehr viel nackte Haut, lassen "Exitus Interruptus" noch als Bethmann typische Produktion erkennen, bei der erstmalig auf ein professionelles Equipment, bestehend aus Kamerawagen, Kran und Schienen zurückgegriffen werden konnte, welche dem Regisseur ganz neue Möglichkeiten offenbarten, seine Ideen visuell umzusetzen. Zudem ist es den drei Hauptdarstellern zu verdanken, dass "Exitus Interruptus" so gut funktioniert und sich aus der Schwemme deutscher Indies positiv hervorheben darf. Kein Overacting und auch kein emotionsloses Schauspiel, sondern viel Ehrgeiz und Mut sind in diesem Film zu finden. Das Gespann Bethmann-Pornero-Gebel ergänzt sich dabei perfekt und die gelungene Mischung aus Thriller und feinstem Terrorfilm lässt kleinere inszenatorische Schwächen, sowie ein eher weniger innovatives Skript über einen Psychopathen, der sein Haus mit Stacheldraht umwickelteten Kinderpuppen dekoriert hat und seinen Opfern psychischer Folter unterzieht, schnell wieder vergessen. Zudem ist nicht nur die gesamte Arbeitsweise deutlich professioneller (der Film wurde in einem Rutsch, ohne Verzögerrungen in knapp 2 Wochen abgedreht) geworden, sondern das Erzeugen einer morbiden Grundstimmung, die beängstigende wie Alptraumhafte Ausstrahlung der alten Villa, kombiniert mit den perfiden Spielchen des Killers, zeigen einen deutlichen Reifungsprozess und dürften Fans und Kritiker gleichermaßen positiv überraschen.
"Exitus Interruptus" ist der mit Abstand beste Film aus dem Hause Bethmann und präsentiert statt Sex und Gewalt das gesamte Spektrum an psychologischem Terror - Made in Braunschweig.

Die diesem Test vorliegende Single-Disc überzeugt durch seine angenehme Bildqualität, lässt aber ebenso einen anamorphen Transfer, wie ein Dolby Digital 5.1 Mix vermissen. Dennoch sind beide Bereiche im Rahmen der technischen Möglichkeiten eines Independent-Filmes gut ausgefallen. Das Fehlen der Extras ist jedoch wirklich bedauerlich. Wer aber Wert auf umfangreiches Bonusmaterial legt, sollte bis Ende September warten. Denn dann kommt die 3-Disc Special Edition von "Exitus Interruptus" auf den Markt, welche massig Bonusmaterial enthalten wird. Die vorliegende Director's Cut-Version ist trotz einer FSK-Prüfung völlig ungeschnitten, was sich unter anderem als ein Drahtseilakt herausstellte, da die FSK den Film erst gar nicht freigeben wollte. Die DVD erscheint wie gewohnt bei X-Gabu Film in einer schicken Hartbox-Edition.



Bilder der DVD




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Exitus Interruptus
Exitus Interruptus - Death Is Just The Beginning (3er DVD-Set)
Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen Part 2
Vegetarierinnen zur Fleischeslust gezwungen Part 1 (X-Rated Hartbox Nr.0)
Exitus Interruptus
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