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USA 2003
Originaltitel:Citizen Verdict
Länge:93:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Philippe Martinez
Buch:Tony Clarke, Kristina Hamilton-Grobler, Philippe Martinez, Frank Rehwaldt
Kamera:Michael Brierley
Musik:Guy Farley, Christopher Slaski
SFX:triple-e
Darsteller:Armand Assante, Jerry Springer, Roy Scheider, Raffaello Degruttola, Gideon Emery, Adrian Galley, Brett Goldin, Langley Kirkwood, Justine Mitchell, Brendan Pollecutt, Dorette Potgieter, Sheri Schifter, Paul Burton Wilson
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der bekannte TV-Produzent Marty Rockman hat ein Konzept für eine neue Show: "Citizen Verdict". Jede Woche wird einem Verbrecher live im Fernsehen der Prozess gemacht ... Und die Zuschauer sind die Richter. Wird jemand zum Tode verurteilt, so wird die Hinrichtung ebenfalls live ausgestrahlt. Doch schon beim ersten Kandidaten ist der Fall nicht klar, wie es scheint. Wird ein Unschuldiger hingerichtet?

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Stilbedingt gibt es einige Wechsel in der Bildqualität. Normalerweise wird ein angenehm scharfes Bild präsentiert, natürlich mit geringen Verbesserungsmöglichkeiten was den Detailgrad angeht. Der Rotstich wird hier schon deutlich erkennbar und Kontrast vermittelt nicht selten den Eindruck eines künstlich abgeschwächten Schwarzwertes mit Tendenzen zu transparenten Schatten. Mitunter ergibt sich ein stark verfremdetes Bild mit stark solarisierten Farben, also rot- und gelbstichig, inklusive eines sehr harten Kontrastes mit fast schon grünlichen Schattierungen. Auch wenn der Einsatzzeitpunkt nicht immer ein System dahinter erkennen lässt, versucht man damit sichtlich den TV-Look zu imitieren, was gelingt und keine großen Einbußen bei der Qualität mit sich bringt. Die weiteren Eckdaten wie Kompression und Sauberkeit der Vorlage stimmen auch.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Sauber umgesetzt, in allen Belangen, nur wieder etwas zu sehr auf eine Ausstrahlung im TV getrimmt. Es mangelt etwas am Surround-Erlebnis, obwohl bereits der etwa gleichwertige O-Ton in Dolby Digital 5.1 vorliegt. Die sehr knappe Entscheidung hin zu 4 Punkten gelingt dank der guten Akustik und dem stellenweisen Einsatz von untergeordneten Umgebungsgeräuschen oder dem Score, mehr ist es aber wirklich nicht.
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Extras
Extras
  • Trailer dt./engl. (1:26 Min.)
  • Making Of (12:17 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Attentat auf Richard Nixon (2:25 Min.)
    • Wal Mart - Der hohe Preis (2:36 Min.)
    • New Police Story (1:59 Min.)
    • Rottweiler (1:26 Min.)
    • Bloodsuckers (1:27 Min.)
    • The Riverman (1:34 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.)
    • 12 Days Of Terror (1:57 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Making Of eignet sich natürlich, um die Stars noch einmal hinter den Kulissen zu sehen und vielleicht auch, um aus ihren Mund zu hören, wie sie sich ihren Charakteren genähert haben und wie sie diese beschreiben würden. Ansonsten herrscht überall harmonisches Einverständnis über die Leistungen, die erbracht wurden. Es werden kaum Filmszenen gezeigt, leider fehlen aber hier die deutschen Untertitel.
 +-----

Fazit
Mediale Massenbeeinflussung, Todesstrafe, Korruption - allesamt Themen, die viel Feingefühl benötigen, um sie angemessen in einen Film einfließen zu lassen. Denn kleinere Fehler können bereits die Gunst des Zuschauers kosten, wie "Citizen Verdict" beispielhaft beweist. Grundlegend entblättert sich dieser Film mir genauso verachtenswert wie die Charaktere, die er aufzeigt, nur an wenigen Stellen kann man von besonderen Momenten sprechen, die Emotionalionatität versprühen und die auf amerikanischen Patriotismus fußende Überheblichkeit vergessen lassen. Wie mag eine wirklich nahe gehende Beiwohnung einer Hinrichtung beispielsweise mit einem dermaßen überzogenen, von stark verwackelten Bildern und Drehbuch technischen Patzern vermieste Szene im Gerichtssaal zusammenpassen? Die Inszenierung ist sicherlich nicht ohne Reiz, aber schon inhaltlich werden logische Fehler begangen, die grad hier, wo der Zuschauer doch darauf sensibilisiert wird, auffallen wie Eisberge in einer Wüste. Schön ist es, dass man das vermeintlich demokratische, in meinen Augen aber höchst populistische Konzept von Schöffengerichten kritisiert, die Reaktionen auf die ausstehende Reality-TV aber dermaßen platt liefert, dass man als Zuschauer nicht umhin kommt, "Citizen Verdict" schnell als wenig ernst gemeinten Unterhaltungsthriller abzutun. Schade, so ist es in meinen Augen nur durchschnittlich, was hierbei herauskommt und leider mehr als lasch endet. Betrachtet man nur die Komponenten, die zur Geschichte beitragen, gibt es unzählige Filme, die man da eher empfehlen könnte, angefangen von Interner Link"Running Man" über "Die Truman Show" und "15 Minutes" bis hin zu Interner Link"Death Game" oder "Dead Man Walking". Warum also das hier? Für den schnellen Zeitvertreib und vielleicht weil sowohl Armand Assante als auch TV-Show-Host Jerry Springer markante Gegenspieler abgeben.



Bilder der DVD




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