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USA 2005
Originaltitel:Dot.Kill
Länge:86:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Irvin
Buch:Andrew Charas, Robert Malkani
Kamera:Damian Bromley
SFX:Frame Werk Produktion, Image FX
Darsteller:Armand Assante, Sonny Marinelli, Raffaello Degruttola, Stanley Townsend, Clare Holman, Frank Nasso, Jason Durran, Tony Schiena, Jeff Merchant, Ray Nicholas, Frank Henson, Morven Christie, Kieran Cunningham, James Jordan
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eine brutale Mordserie lässt New Yorks Polizei-Kommissar Charlie Gaines (Armand Assante) verzweifeln. Millionen von Menschen können live über das Internet bei den Folterungen zuschauen, die ein sadistischer Killer auf grausame Weise inszeniert. Jede Exekution ist ein Wettrennen gegen die Zeit, das Opfer zu finden und zu retten. Doch wie soll man einen Mörder fassen, der keine Spuren hinterlässt ...
Wird Kommissar Gaines diese schreckliche Mordserie beenden können oder ist er selbst das nächste Opfer, das vor der Kamera landet?

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Diesmal wird eine gute bis sehr gute Detailschärfe erreicht, ohne dass irgendwo Anzeichen von Nachschärfung ins Auge fallen würden. Sowohl die klare Zeichnung der Konturen als auch die gute Auflösung der anamorphen Abtastung machen damit einen sehr gefälligen Eindruck, denn trotz geringem Rauschen erkennt man noch bestens jedes Härchen von Gaines Dreitagebart. Die Farben wurden sichtlich zurückgedreht, was dem Film gut steht. Ebenso verhält es sich mit dem auf düstere Bilder getrimmten Kontrast. Ein paar Kritikpunkte sind anzubringen, beispielsweise die nicht ganz effiziente Bekämpfung des Rauschens, was zumindest in einem Schwenk (unter der Brücke) zu einer unsteten Bewegung führt. Fünf Punkte möchte ich aber dennoch anbringen, schließlich handelt es sich hier nicht mal um eine Kinoproduktion, die mit Topqualität protzen müsste.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Ein sehr ausgewogener Klang, in beiden Sprachen und allen Tonmodi, wobei sich mir die zusätzliche Wirkung des DTS-Tones nicht wirklich erschließt. Man nutzt die Möglichkeiten des Subwoofers gut aus, setzt eine sehr lebensnahe Abmischung der Synchronisation ein und hat auch ein paar Effekte zu bieten. Hierbei versucht man nicht, mit Dauerrumpelorgien auf Sub und Rears zu beeindrucken, sondern mit gelegentlichen, passenden Tönen den Ton aufzulockern und zu bereichern, was natürlich den einen oder anderen lauteren und spürbar beweglichen Effekt nicht ausschließt. Die deutschen Untertitel passen zum englischen O-Ton und sind an einigen Stellen abweichend von der deutschen Synchro, die uns ein paar interessante Feinheiten vorenthält.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:22 Min.)
  • Bio- und Filmografie Armande Assante (11 Seiten)
  • Behind The Scenes (9:02 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Cry_Wolf (2:16 Min.)
    • Running Scared (2:19 Min.)
    • Havoc (1:46 Min.)
    • Sky Fighters (1:45 Min.)
    • The Tenants (2:01 Min.)
    • Attentat auf Richard Nixon (2:25 Min.)
    • State Of Mind (2:12 Min.)
    • Hypnos (1:49 Min.)
    • Desolation (1:53 Min.)
VerpackungKeepCase
 Das Making Of bitte erst nach dem Film anschauen, hier wird schon eine ganze Menge vorweggenommen. Obwohl man nachher keine Notwendigkeit mehr sehen kann, sich diesen langen, aufbereiteten Teaser mit Filmszenen und Interviewsequenzen anzuschauen, vor allem, weil keine deutschen Untertitel dabei sind und die Tonqualität dank digitaler Tonartefakte lausig ist. Mehr hat man da schon von der Biografie zum Hauptdarsteller und gleichzeitigen Produzenten, die fürs Erste doch sehr umfangreich ausfällt. Der Originaltrailer und die 9 weiteren Vorstellungen dürfen natürlich nicht vergessen werden.
 +-----

Fazit
Anfangs zieht "Dot.Kill" die gleiche Show ab, wie viele seiner TV-Kollegen: Gaines ist ein miesepetriger Mensch, der sich nichts sagen lässt, am Tatort erscheint, rumkommandiert, selten selbst was tut - fällt ihm schon irgendwie zu -, letztlich aber doch eine gute Person ist. Das abgekartete Spiel wird erst in jenem Moment interessant, in dem wir von der Krebserkrankung des sichtlich geschafften Gaines erfahren. Die heftigen Hustenattacken sind noch die geringsten Übel des alsbald tödlich endenden Verfalls, der vom Maskenbildner Assantes deutlich nachgebildet wird. Die heftigen Schmerzen verlangen nach genügend Morphium, die sich Det. Gaines in seinem Arbeitsumfeld besorgen muss. Soviel zu Assantes Charakter, der, im Hinblick darauf, dass er im Angesicht des Todes nun nichts mehr zu verlieren hat, eine interessante Einstellung gegenüber seinem Job zutage fördert, was Assante selbst angemessen mit seiner Schauspielleistung unterstützt. Auf der anderen Handlungsebene braucht man auch erst ein paar Minuten, um mit dem Thema warm zu werden. Wenn es um Computer und Internet geht, wird natürlich viel Quatsch erzählt, zu weit geht "Dot.Kill" glücklicherweise aber nicht, das Drehbuch ist schließlich im Wissen um den Heimgebrauch mit der Digitalkiste etwas vorsichtiger geworden, wenn es Computerexperten und Web-Livestreams in die Runde wirft. Man vergisst nach den anfänglichen, schockierenden Liveübertragungen der Morde übers Internet sogar ein wenig das "Dot" im Namen und fokussiert auf Gaines Rolle als klassischer Ermittler. Stark sind sämtliche Szenen mit ihm, eher schwach, was um ihn herum passiert, denn hier scheint den Autoren die Puste ausgegangen zu sein. Zum einen entblättert sich das Ende etwas unkontrolliert, weil man plötzlich aus heiterem Himmel vor der Lösung des Falles steht, die der Zuschauer längst zu sehen bekommen hat, was dem Thriller spürbar Spannung raubt. Zum anderen gibt es keine richtige Auflösung für die Mordfälle, zwar einen Täter, aber kein Motiv, welches über "langweilig" herauskommt. Schade, denn insgesamt hat mir der Film doch Spaß gemacht, erinnert mich sogar ein wenig an "Der Knochenjäger", aber das Ende ist gleichfalls erfreulich (das Wie) als auch enttäuschend ausgefallen (das Warum).



Bilder der DVD




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