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PH 1986
Originaltitel:No Blood No Surrender
Länge:99:20 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Rudy Dominguez
Buch:Ernie Ortega
Kamera:Rudy Quijano
Musik:Carlos Rodriguez
SFX:Concordio Achay
Darsteller:Max Alvarado, Janice Jurado, Brandy Ayala, Ernie Ortega, Ruben Ramos, Sheella Mari, Michelle Aquino, Palito, Eddie Llanita, Eddie Valeriano
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Nach Kriegsende kehrt der traumatisierte Veteran Sgt. Samson in seine Heimat zurück, um der Familie eines gefallenen Freundes einen Brief zu übergeben. Doch schon kurz nachdem er in Santa Sepulco ankommt, wird er zusammengeschlagen und aus der Stadt getrieben. Von nun an wird er vom Bürgermeister, dem Polizeichef und seinen Männern verfolgt und im Dschungel gejagt, weil sie befürchten, die Kontrolle über die Stadt zu verlieren. Die korrupte Bande hat dabei jedoch den Killerinstinkt des erfahrenen Einzelkämpfers Samson maßlos unterschätzt, der die Schergen seines Widersachers einen nach dem anderen erledigt. Diese sehen nun ihre Chance im ehemaligen Captain von Samson, der ein endgültiges Blutbad verhindern soll ...

Bild
Format1.66:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier stimmt nicht viel. Während es mir grad bei der "Trash Collection" egal ist, ob das Bild nun anamorph oder nicht ist, sollte zumindest das Bildformat korrekt sein. Widescreen wirkt hier etwas aufgesetzt, so dass z.B. ein Teil der Credits verschluckt werden. Das große Problem der DVD liegt im hohen Verschmutzungsgrad, der stellenweise ein echtes Dropout-Massaker heraufbeschwört. Trotz stellenweise verschont gebliebener Szenen, die zudem etwas mehr als die sonst ausreichende Schärfe zeigen, bringt die Vorlage noch größere Aussetzer mit. So kippt das Bild oft zwischen merklichen Gelb- und Grünstich um, es sind Zerstörungen des Materials zu sehen, die das ganze Material betreffen und kurzzeitig bleicht das Bild aus. Auch der Kontrast ist bei passablem, bis hin zu leicht geschleiertem Schwarzwert meist lausig. Die Kompression ist dank des sehr weichen Materials nicht sonderlich gefordert, kann aber ein wenig Blockbildung nicht verbergen. 2 Punkte insgesamt nur, angesichts dessen, dass Alter und Herkunft dem Film einen kleinen Bonus verschaffen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Ähnliches wie fürs Bild gilt auch für den Ton. Hört man die ersten Sekunden zu, also während der Titelmusik, fühlt man sich noch ziemlich verarscht, denn die Tonqualität ist katastrophal. So schlimm wird's glücklicherweise nicht mehr, denn die deutsche Synchro mit geringem Zischen hebt die Qualität doch um einiges an. Auch die späteren Einspielungen von Musik sind um einiges besser, auch wenn das nichts daran ändert, dass drunterliegende Geräusche schon etwas matschig klingen und kurzzeitig Tonhöhensprünge (also: Leiern) auftreten, wenn auch seltener. Interessiert hätte mich, ob der Originalton den gleichen Score nutzt oder ob das nur eine Erfindung des Synchrostudios war, um Film- und Tonqualität zu verbessern, doch leider ist die deutsche Tonspur die einzige Möglichkeit, den Film zu genießen.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (3:10 Min.)
  • Trailer (8:45 Min.):
    • Teenage Exorcist
    • Dark Universe
    • Der 6. Kontinent
VerpackungKleine Hartbox
 Neben einem gelungenen Cover hat die DVD leider nichts zu bieten, was man als Bonusmaterial werten könnte. Die Bildergalerie enthält neben ein paar Coverbildern nur aus dem Film bekanntes Material und zum Film selbst gibt es keinen Trailer.
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Fazit
Was für ein Spaß! Was für ein Unsinn! Was für ein Wahnsinn! Noch bevor "Hot Shots" Stallones Paraderolle auf die Schippe nehmen konnte, taten das 1986 die Philippiner mit diesem höchst erfreulichen Werk. Unser Spargeltarzan, der es übrigens liebt, lauthals ebensolche Schreie auszustoßen, verkörpert 100%ig jene lächerliche Figur, die auf dem Cover ersichtlich ist. Natürlich macht sich die Interner Link"Rambo"-Karikatur ein wenig zum Affen, man wird dem kleinen, aber nicht hilflosen Mann ob der vorlauten, komödiantischen Sprüche, die die deutsche Kalauer-Synchro ihm in den Mund legt, aber sehr schnell Sympathie bekunden müssen. Die Geschichte, die auf annäherndem No Budget-Niveau erzählt wird, lehnt sich nicht nur leicht an "Rambo" an, sondern kopiert diese fast 1:1, natürlich nicht ohne einige Action-Einlagen der Vorlage durch haarsträubende Komik zu ersetzen. Selbst das Titelthema des Söldner-Dramas wurde gleich mit in "No Blood No Surrender" übernommen, was nicht bedeuten sollte, dass man nicht auch noch andere Stücke, z.B. aus Interner Link"Ghostbusters" oder Charlie Chaplins Eskapaden, mit einbringen könnte, was die Kasperparade sichtlich aufwertet und wahrscheinlich zum Mekka für Markenrechtsanwälte machen wird. Das Schöne an der völlig zum Nonsense verbogenen Grundhandlung ist, dass sämtliche Figuren zu überzogenen Trotteln erklärt werden und dass sich der Film mittels der zotigen Dialoge selbst als witzige Kopie auspreist und somit beim Zuschauer kein Anspruch auf nährreiches Kino gelegt wird. Stattdessen darf sich dieser zurücklehnen und den dürren Akteur zusehen, wie er im Waldgebiet unzählige Fallen montiert, seine Dschungelkämpfer-Qualitäten durch Trottligkeit ausbalanciert, den stark an "00 Schneider" erinnernden Bürgermeister und seine unfähigen Männer hinters Licht und über den Jordan führt und wie dabei Grimassen gezogen werden, dass sämtliche Baumbewohner mit Zwerchfellriss aus ihren Häusern zu fallen drohen. Als etwas gewöhnungsbedürftig ergeben sich einige Todesszenen, die doch wieder an die Exploitation-Vorbilder anzuknüpfen versuchen und die etwas abfallende zweite Hälfte des Filmes, die mehrere Monate lang das Katz-und-Maus-Spiel im Dickicht aufnimmt - zumindest lassen uns das die unzähligen Continuity-Fehler glauben -, dabei aber stets weniger gewalttätig und bedenklich als das große Vorbild ausfällt. Mit anderen Worten: Sinnloser, überfrachteter Spaß, bei dem der Protagonist sichtlich bemüht ist, wie das Söldner-Abbild einer Cartoon-Serie auszusehen und so zu handeln. Nicht umsonst kommen aus den Pistolen Gummipfeile vorn raus!!
Trash-Fans müssen hier also unweigerlich einen Blick riskieren, auch wenn die DVD-Qualität weniger an DVD als an eine mehrfach kopierte Videokassette erinnert. Sei's drum, hier zählt meines Erachtens nur der Film, den man sich ganz gut anschauen kann. Als Besonderkeit in der Trash Collection besitzt diese DVD eine Freigabe ab 16 Jahren (vermutlich Übernahmeantrag der alten Freigabe) und kann somit frei in jedem Laden erworben werden.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsCMV Trash Collection No. 24 Mitte März
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