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USA, NL 2003
Originaltitel:Party Monster
Länge:94:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Fenton Bailey, Randy Barbato
Buch:Fenton Bailey, Randy Barbato, James St. James
Kamera:Teodoro Maniaci
Musik:Howard Paar, Jimmy Harry
SFX:Drew Jiritano Special Effects
Darsteller:Seth Green, Macaulay Culkin, Diana Scarwid, Chloë Sevigny, Marilyn Manson, Dylan McDermott, Mia Kirshner, Wilmer Valderrama, Daniel Franzese, Natasha Lyonne, Elliot Kriss, Wilson Cruz, Janis Dardaris, Justin Hagan
Vertrieb:McOne
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die verrückte, unglaubliche und doch wahre Geschichte des Aufstiegs und Falls des Paradiesvogels Michael Alig, dem New Yorker Party Veranstalter, der Anfang der 90er Jahre das Nachtleben des Big Apples wiedererfand, gibt dem Zuschauer Einblick in eine faszinierende und schillernde Halbwelt, atemberaubend schön und am Ende doch grausam und mörderisch ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Digital Video-Look lässt sich nicht verleugnen, sowohl bei den Farben als auch bei der Schärfe. Ersteres sieht schon etwas verfremdet, ist aber allein wegen der Aufnahmetechnik etwas unnatürlich, wobei das wahrscheinlich genau das Ziel war. Der Detailbereich ist etwas unterernährt, wobei das gesamte Bild weicher als üblich aussieht, vielleicht wegen etwas Ghosting. Die Kompression sieht man meist nur anhand von geringem Blockrauschen, sie kann aber auch mal kurzzeitig durch starke Verpixelungen, z.B. bei der Party in der Frittenbude, Probleme bereiten. Somit kommt oftmals der Eindruck einer Dokumentation auf, nicht aber einer Filmproduktion.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Surround (Deu), Dolby Digital 5.1 (Deu, En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Viel bringt der 5.1-Ton nicht zustande, denn bis auf die kraftvolle Musik, die auch etwas aus den hinteren Lautsprechern hallt, gibt es hier keine Effekte zu hören. Es mag seltsam klingen, der Film bietet aber wirklich nur wenig an, was man dahingehend hätte aufbereiten können. Trotzdem ist der Sound sehr überzeugend, angenehm basslastig und harmoniert gut mit den Dialogen. Gegenüber dem englischen Ton, zu dem sich deutsche Untertitel hinzuschalten lassen, ist er sogar um einiges direkter, voluminöser und vor allem lauter.
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Extras
Extras
Film-DVD
  • Trailershow:
    • Elvis Has Left The Building (1:31 Min.)
    • InterMission (2:13 Min.)
    • The Man From Elysian Fields (2:25 Min.)
    • Poolhall Junkies (2:11 Min.)
Bonus-DVD
  • Shockumentary (56:26 Min.)
  • Interviews:
    • Macaulay Culkin (4:26 Min.)
    • Seth Green (3:58 Min.)
    • Chloe Sevigny (2:06 Min.)
    • Marilyn Manson (2:20 Min.)
    • Wilson Cruz (3:00 Min.)
    • Vilmar Valderrama (0:46 Min.)
  • Michael Alig Interview (4:45 Min.)
  • Behind The Scenes (8:51 Min.)
  • Original Kinotrailer (1:28 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 Wesentlich besser als der Film hat mir die Dokumentation auf DVD 2 gefallen, welche innerhalb einer knappen Stunde das Leben von Michael Alig und den Rummel um seine Person und die Club Kids beleuchtet. Es werden sehr viele alte Wegbegleiter befragt, die man anhand ihres Outfits sehr schnell ihrem Filmcharakter zuordnen kann. Am Interessantesten dürfte ein Ausschnitt aus einem Interview sein, in welchem Alig einige Wochen bevor er verhaftet wird, den Mord an Angel anspricht. Aligs Interview wird später noch einer 5minütigen Sequenz komplettiert, aber auch die Darsteller dürfen Fragen beantworten. Zuletzt bietet sich noch ein Blick hinter die Kulissen an und der Originaltrailer ist natürlich auch vorhanden. Das bunte Coverartwork übrigens enthält keine wirkliche Szene aus dem Film, sondern orientiert sich an einer Fotografie (wahrscheinlich für ein Magazin) aus der damaligen Zeit, wie wir im Making Of sehen.
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Fazit
Seth Greene ("Austin Powers", Interner Link"Scream") und Macaulay Culkin (Interner Link"Kevin - Allein zu Haus") haben in "Party Monster" wohl zwei der abgefahrendsten Rollen abbekommen, die das Filmbusiness seit langem hergab: Als zwei bizarre, "heiße" Täubchen dürfen sich die beiden Extrem-Exzentriker in unzählige Fummel werfen, die schwer homoerotische Art und Weise ihrer Charaktere voll ausleben, die Club-Szene unsicher machen und sich Stoffe reinballern, als ob es die Krankenkasse subventionieren würde. Der Film ist daher auch weniger eine ernsthafte Erzählung (selbst die Überdosis ist schnell abgehakt und der Tote in der Wohnung wird problemlos zerstückelt und verpackt!!!), sondern ein buntes Kostümfest, welches die Selbstdarstellung der Club Kids in bunten Farben unterstützt. So richtig mag sich weder die Geschichte durchsetzen, noch kann man die zeitliche Einordnung wirklich festhalten (basiert wohl auf Geschehnissen von realen Personen innerhalb der 80er Jahre). Was soll's, es wird gefeiert, gekokst und geturtelt was das Zeug hält und schon bald stellt sich dank intensiv dargestellten Drogenkonsum auch die Folgewirkung und die Depression ein. Aber ebenso wenig wie das Vorangegangene kann man diesen etwas gesetzteren Teil der Geschichte wirklich für voll nehmen, zu wenig wird Wert auf Glaubwürdigkeit gesetzt und, falls das überhaupt der Regie wichtig war, so etwas wie Dramatik, die die Kids sicherlich in und mit der Realität bald ereilt hat, kann man hier überhaupt nicht entdecken. Das ist nur einer der vielen Kritikpunkte des Filmes, der sich etwas ziellos durch schrille Ideen schlängelt, auch die Darstellung des Partylebens mag nur bedingt klappen. Wie auch immer, Marilyn Manson als Gaststar musste sich wohl kaum für seine Rolle als Christina verstellen und den jungen Darstellern scheint es ebenfalls gefallen zu haben, könnte man meinen. In meinen Augen grober Unfug, aber vielleicht kann ja jemand von euch etwas damit anfangen, denn ganz kann man "Party Monster" seinen Unterhaltungswert nicht absprechen.



Bilder der DVD




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