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MEX 1986
Originaltitel:Placer de la venganza, El
Alternativtitel:Angel in the Night - Eine Frau sieht rot
Länge:87:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Hernando Name
Buch:Carlos Vasallo
Kamera:Xavier Cruz R.
Musik:Carlos Torres
SFX:Sergio Jara
Darsteller:Susana Dosamantes, Hugo Stiglitz, Pedro Armendáriz Jr., Andre Garcia Jr., Eleazar Garcia Jr., Diana Ferretti, Ricardo Carrion, Guillermo Lagunes, Javier Hugo Garcia, Rojo Grau, Morris Grey
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Eine unbescholtene Familie wird von einer Bande bestialisch zusammengeschossen. Nur die Mutter überlebt den heimtückischen Überfall. Sie, obwohl Psychiaterin, findet nur mühsam in den Alltag zurück. Doch dann spielt ihr der Zufall eines der Bandenmitglieder in die Hände. Ein junger Bursche, der seinerseits mit den Erinnerungen nicht fertig wird und ahnungslos die Hilfe der Ärztin in Anspruch nimmt. Diese erkennt sofort, dass der geschilderte Fall ihr eigener ist. Die Frau kennt jetzt nur noch eines: Rache. Unter Drogen gibt ihr Patient Einzelheiten und Namen preis. Trickreich und in wechselnden Verkleidungen macht sie sich daraufhin an die einzelnen Bandenmitglieder heran. Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Ziemlich viele Bildfehler und Kratzer beackern die gesamte Spielzeit über die Mattscheibe, was selbst für diesen Jahrgang und das Genre etwas zu intensiv ist. Warum man aus der verschmutzten Vorlage auch noch eine anamorphe DVD gemacht, ist mir rätselhaft, zumal der Film nicht grad nach einer echten Widescreen-Auswertung "riecht", die das große Kinoformat benötigen würde. Die Schärfe ist dank Nachbesserung annehmbar, wobei der Detailbereich immer noch matschig aussieht und einige Szenen stark verschwommen aussehen. Im Schnitt wird man zwar nicht mir argen Aussetzern konfrontiert, aber ein grundlegendes Rauschen, ein stehendes Rauschen in Bewegungen und die seltsame, wechselhafte Farbgebung erzeugen schon ein Bild unter dem gängigen Durchschnitt. Es muss wohl kaum extra dazu gesagt werden, dass die Farben schon ein wenig ihre Kraft verloren haben und manchmal grünlich schimmern, ebenso wie der Kontrast auf typischem Videoniveau ist, also teils heftig überstrahlende Bereiche aufzeigt.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die ersten kleineren Tonstörungen begegnen einem auch gleich innerhalb der ersten Minute. Man nimmt sie als geringe Lautstärkeschwankungen wahr, wobei die Tonspur ohnehin etwas verschwimmt und im oberen Bereich zischelt. Die deutsche Spur scheint schlichtes Mono zu sein, mehr hört man nicht raus. Dank geringem Rauschen und später angenehm sauberer Akustik sind es noch grad so 3 Punkte. Die deutsche Synchro ist natürlich vom Allerfeinsten und verpasst dem Film einen unnachahmlichen Charme voller Stilblüten und Nonsense.
 +++---

Extras
Extras
  • Bildergalerie (3:58 Min.)
  • Trailer:
    • Teenage Exorcist
    • Skinner
    • Dark Universe
    • Die Tollwütigen
    • Die Leichenmühle
    • Die Wurmfresser
VerpackungKleine Hartbox
 Zwar wieder mal ein heißes DVD-Cover, die Scheibe hat aber bis auf ein paar Trailer und eine Bildergalerie mit nur wenig interessantem Bildmaterial (möglicherweise Screenshots) nichts zu bieten.
 +-----

Fazit
"Eine Frau kennt keine Gnade" bringt uns ja wohl die volle Dröhnung der 80er Jahre mit - mit allem, was unweigerlich dazu gehört. Das auf TV-Niveau angesiedelte Action-Vehikel bietet nicht nur auf dem Cover die schlimmsten Modeerscheinungen des letzten Jahrtausends feil, auch im Film werden Geschmacksverirrungen und "hair crimes" präsentiert, als ob es keine Sittenpolizei gäbe. Der Schurke macht sich mit Tolle und Doppelzöpfchen ebenso zum Eimer wie sein bunter Haufen aufgepeppter Püppchen. Hernando Names Werk gehört nicht allein wegen der absolut hanebüchenen Geschichte um eine Frau, die ihre Familie während eines Raubmordes verliert und selbst schwerst verletzt wird, zum absoluten Bodensatz des Genres, sichert sich aber seine Fangemeinde durch seine ungemein billige, trashige Art und stümperhafte Umsetzung. Banaler, unpassender Musikeinsatz und eine ungeleitete Schnitttechnik, die offensichtliche Continuity-Fehler produziert, stehen auf der einen Seite, auf der anderen sind die wenig motivierten Darsteller, die in herrlich eindimensionale Rollen gepresst werden. Susana Dosamantes ist zwar äußerlich bestens für die Rolle der starken Frau geeignet, die sich gegen eine Gang zur Wehr setzt, aber auch sie muss sich eingestehen, dass sie während der manchmal nur so triefenden Szenen wenig Fingerspitzengefühl entwickelt. Zwischen all den Schießbudenfiguren, die nach und nach angenehm blutig für ihr fieses Spiel bezahlen dürfen, darf sich unsympathisch und ruppig wie immer Hugo Stiglitz (Interner Link"Großangriff der Zombies") als Reporter und Gelegenheitskommissar erweisen. Trotz Low Budget-Filmerei stehen am Ende auch noch die Tore für ein paar einfache Actioneinlagen offen, die natürlich gesäumt sind von schlechter, aber durchaus passender Musik und Gefühlsduseleien, die den Grat zur Lächerlichkeit dank grandioser Dialogkunst schon längst überschritten haben.
Wer die Billig-Variante von Interner Link"Ein Mann sieht rot" (darauf zielt auch der Alternativtitel ab) erfahren möchte, darf hier reinschauen, wobei mal wieder eine Leistung dargeboten wird, die vermutlich nur eine kleine Gruppe von Cineasten zu würdigen weiß. Am besten zu genießen als Double Feature mit Interner Link"Yako" ...



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im Dezember 05 / Januar 06
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