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USA 2003
Originaltitel:Nemesis Game
Alternativtitel:Paper, Scissors, Stone
Länge:88:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jesse Warn
Buch:Jesse Warn
Kamera:Aaron Morton
Musik:Matt Fletcher
SFX:Paul Jones, Dave Fulton
Darsteller:Carly Pope, Adrian Paul, Rena Owen, Ian McShane, Brendan Fehr, Jay Baruchel, Vanessa Guy, Eve Crawford, Richard Fitzpatrick
Vertrieb:MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Wie so viele Menschen sucht auch die attraktive Studentin Sara Novak (Carly Pope) nach Antworten auf Fragen nach dem Sinn im Leben. Erst recht, nachdem ein persönliches Unheil ihr Leben aus der Bahn warf und ihre Beziehung zur Umwelt trübte. Da entdeckt Sara zufällig in der nächtlichen U-Bahn ein an die Wand geschmiertes Rätsel, offenbar Teil eines geheimnisvollen Rätselspiels. Kryptische Botschaften, scheinbar wahllos über die ganze Stadt verteilt, führen zu jeweils neuen Botschaften und ermöglichen angeblich, wenn man fleißig genug weitersucht, irgendwann den Blick auf den "Plan". Unterstützt vom etwas undurchsichtigen Musikshopbesitzer Vern (Adrian Paul) geht Sara der Sache auf den Grund - ohne zu ahnen, dass schon mancher Spieler teuer für seine Neugier bezahlte ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der gesamte Film wurde mit einem Farbfilter überzogen, der den Farben ihre Ausstrahlungskraft nimmt und das Geschehen matt rendert, auch wegen des teils etwas zu hellen Kontrastes, so dass ein Look ähnlich eines verregneten Herbsttages entsteht. Das ist weniger tragisch anzusehen (und mit Sicherheit auch vom Regisseur so angestrebt worden) als die nicht immer überzeugende Schärfe, die zwar oft gute Arbeit leistet, aber durch einen Rauschfilter, der nicht ganz erfolgreich arbeitet, nachträglich etwas von ihrer Plastizität verloren hat. Denn auf hellen Flächen lassen sich immer wieder leichte, stehende Rauschmuster entdecken und ein Restrauschen ist oft präsent. Die Kompression arbeitet trotzdem auf gutem Niveau und deutliche Nachzieher auf Grund des Rauschfilters gibt es nicht. 4 Punkte sind daher noch gerechtfertigt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Headphone Surround
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (nur engl. Ton, nicht ausschaltbar), Deutsch für Hörgeschädigte (nur dt. Ton)
 Beim Ton zuerst eine Bitte an den Hersteller der DVD: Bitte sorgt doch demnächst wieder dafür, dass man den Ton direkt im Film umschalten kann, denn für den Zuschauer ist es ungemein nervig, wenn man jedes Mal ins Hauptmenu wechseln muss, nur um mal schnell auf den O-Ton umzuschalten oder einen Eindruck vom Headphone Surround-Ton zu bekommen. Letzterer erzeugt speziell für Stereo-Kopfhörer einen tieferen Raumklang, bei dem man einige Soundinformationen aus dem hinteren Bereich zu vernehmen glaubt. Das erzeugt zwar nicht gänzlich den klaren Raumklang einer echten 5.1-Spur, einige Vorteile liegen aber auf der Hand: Mit einem halbwegs ordentlichen Kopfhörer bekommt man ein sehr klares, je nach Film auch bassstarkes Klangbild geboten, wenn grad kein Dolby Digital-Decoder zur Verfügung steht. Da man sozusagen direkt an der Soundquelle sitzt, kann man damit sehr gut Informationen aufnehmen, die sonst erst mit einem recht teuren Heimkino-Set möglich werden.
Und der Film bietet ein wirklich gutes Klangbild, welches sich ein breites Dynamikband zu Nutze macht. Der Bass bubbert schön, beispielsweise während des Titelstücks, und wird auch später angemessen stark eingesetzt. Die Musik setzt sich auf den hinteren Lautsprechern ab und produziert ein leichtes räumliches Gefühl, ansonsten muss man aber die Frontlastigkeit der Dialogsequenzen bemerken, die ein wenig stören. Für den deutschen Ton lassen sich deutsche Untertitel für Hörgeschädigte zuschalten, beim englischen, dem deutschen etwa gleichwertigen Ton sind die deutschen Untertitel auf lizenzrechtlichen Gründen fest.
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Extras
Extras
  • Making Of (21:59 Min.)
  • Trailer dt./engl. (jeweils 1:28 Min.)
  • Biografien:
    • Adrian Paul (7 Seiten)
    • Carly Pope (6 Seiten)
    • Ian McShane (12 Seiten)
    • Brendan Fehr (5 Seiten)
    • Jesse Warn (3 Seiten)
  • Trailer:
    • Happy Tree Friends (1:43 Min.)
    • Infernal Affairs (2:28 Min.)
    • Berserker (1:42 Min.)
    • Momentum (1:35 Min.)
    • Donnie Darko (2:27 Min.)
    • Cypher (2:00 Min.)
    • May (1:42 Min.)
    • Naked Weapon (3:06 Min.)
    • Nirgendwo in Afrika (3:06 Min.)
    • Bella Martha (1:41 Min.)
    • The Musketeer (2:07 Min.)
    • Grabgeflüster (2:04 Min.)
    • Das Duell in der verbotenen Stadt (2:26 Min.)
    • Nichts bereuen (2:04 Min.)
    • Good Advice (2:07 Min.)
    • Wendigo (1:46 Min.)
  • Headphone Surround-Info
  • DVD-Credits
 Verkehrte Welt: Während das Making Of (Englisch mit dt. Untertiteln) ganz interessant beginnt und man anfangs etwas über die Interpretation der Geschichte erfährt, werden immer mehr lange Filmszenen eingebettet und der Schluss bietet kaum noch mehr als "Wir haben uns alle so lieb, der Dreh war so supidupi!"-Geklecker. Auch wenn’s so gewesen sein soll, das ist nicht grad das, was ich in einem Making Of sehen möchte. Viel besser sind da die Biografien mit mehreren Seiten Text zur Person und ausführlicher Filmografie. Weiterhin gibt es eine Unmenge an Trailern, ein lustiges Klangbeispiel zum Headphone Surround-Modus und kurze DVD-Credits. Die Menuführung bietet natürlich den gewohnt hohen Standard von McOne mit animierten Übergängen und einer tonalen Untermalung.
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Fazit
"Nemesis Game" ist im Grunde ein durchweg guter, düsterer Thriller, da die Darsteller sich natürlich geben und das Wort "independent" nicht nur Einfluss auf die Ausstattung von Verns Laden mit jeder Menge Troma-Poster hat sondern auch das Skript definiert, in welchem unwichtige Nebenhandlungsstränge, die die Stimmung erheitern oder verwässern würden, weggelassen wurden - was Nebendarsteller Brendan Fehr im Making Of wahrscheinlich meinte, als er die Verwandtschaft des Films zum Teenie-Horror verneinte. Man darf die Erwartungen aber auch nicht zu hoch schrauben. Es bleibt ein "Mainstream-Independent-Thriller" (Zitat des Produzenten Metcalfe), der sich wenig darum kümmert, eine komplexe Erklärung zum Schluss abzugeben oder möglichst vertrackt einen Täter zu suchen. Das wird nicht passieren, leider, für einen Mystery-Beitrag aus dem B-Bereich geht das Gezeigte aber völlig in Ordnung, auch ohne logischen, dafür aber mit offenem Schluss, der den Zuschauer eben mit der Frage zurücklässt, die der Film die gesamte Zeit über zu beantworten vorgaukelt: Wo liegt der Sinn in den Vorgängen des Lebens, wer ist dafür verantwortlich und in wie weit steckt dahinter ein System?
Der deutschen DVD von McOne sei meine Empfehlung ausgesprochen, denn die technische Wertung geht völlig in Ordnung. Ob man den Titel nun unbedingt kaufen muss, müsst ihr selbst entscheiden, er ist aber definitiv ausleihwürdig beim nächsten Ritt in eure Videothek.



Bilder der DVD




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