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USA, CAN 1987
Originaltitel:Gate, The
Alternativtitel:Gate - Die Unterirdischen
Länge:82:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tibor Takács
Buch:Michael Nankin
Kamera:Thomas Vámos
Musik:Michael Hoenig, J. Peter Robinson, Vincent Carlucci, John Paul Young
SFX:Illusion Arts Inc.
Darsteller:Stephen Dorff, Christa Denton, Louis Tripp, Kelly Rowan, Jennifer Irwin, Deborah Grover, Scot Denton, Ingrid Veninger, Sean Fagan, Linda Goranson, Carl Kraines
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ausgerechnet im Garten einer braven Durchschnittsfamilie hat sich das Böse eingenistet. Durch eine zufällig ausgesprochene Zauberformel öffnet sich ein Tor zur Hölle und dämonische Wesen aus der Unterwelt terrorisieren die Kinder der Familie. Doch die bedrohten Freunde nehmen all ihren Mut zusammen und stellen sich den Mächten der Finsternis.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Bei der Bildwertung bin ich mir uneins: Grundsätzlich kann man gut mit der anamorphen Abtastung auskommen, da die Schärfe für ihr Alter keine großen Probleme bereitet, objektiv betrachtet aber nur durchschnittlich ausfällt. Es liegt wie so oft an der etwas schwachen Detaildarstellung, teils hervorgerufen durch das feine Grundrauschen, in Bewegungen aber auch wegen des Rauschfilters, der dann auch etwas schleppende Effekte im Bildaufbau entstehen lässt. Die Farbdarstellung ist ebenfalls aus dem Ruder, wenn auch nur in wenigen Szenen. Hier scheint man etwas nachgeholfen zu haben, was rötliche und grünliche Anteile durch Übersteuerung gegenüber den blassen Gesichtern an der Natürlichkeit einbüßen lässt. Der Kontrast geht soweit auch in Ordnung, um das Bild aber noch gestochener aussehen zu lassen, hätte es noch ein paar Nuancen mehr bedurft. Somit insgesamt mehr 3 als 4 Punkte, auch wenn es schade ist, dass es nicht mehr wurde.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Wie unsinnig es ist, zu jedem Film auf Teufel komm raus eine DTS-Spur anzubieten, zeigt "The Gate" anschaulich: Die deutsche Spur ist über die Jahre stumpf geworden, besitzt ein hörbar dumpfes Rauschen, immer wieder mal Knistern, natürlich auch Rascheln und kommt nur wenig aus sich heraus. Stereo hätte hier gereicht, denn das ist das Einzige, was man in Sachen Kanaltrennung wirklich deutlich vernimmt. Für die Ansteuerung der Rear Speaker gibt das schwache Ausgangsmaterial zu wenig her. Ganz anders dann der deutsch untertitelbare, englische Originalton: Um den meist sehr großen Unterschied zwischen diesen beiden Sprachen zu bemerken, muss man nicht erst bis zur Party-Szene warten, die mit Musik unterlegt wird. Zwar klingt es immer noch ein wenig dünn im Englischen, dafür hört man kaum noch Verzerrungen, der Klang ist wesentlich lebendiger und der Upmix kann immer wieder mit einigen schönen Effekten aufwarten, die von einem guten Upmix stammen. Nicht diese Art von halbherzigem Kanal-Split, wie sie im Deutschen vorzufinden ist und schon auf der Marketing-DVD angewandt wurde. Der DTS-Ton scheint übrigens nur ein wenig lauter.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:34 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Stephen Dorff (6 Seiten)
    • Kelly Rowan (3 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Interceptor (1:54 Min.)
    • Dead Meat (1:45 Min.)
    • Zero Tolerance (1:04 Min.)
 Nicht viel enthält die DVD, die Gestaltung von Cover und Menu sind aber gelungen und auf der Scheibe hat man die Möglichkeit, sich den deutschen Originaltrailer anzuschauen, der schon mal eine Vorschau auf alle Effekte gibt, und Bio- und Filmografien zu den zwei Hauptdarstellern durchzulesen. Weiterhin hat Sunfilm noch drei Trailer aus dem Horror-Bereich mit draufgepackt.
 +-----

Fazit
Es beginnt fast wie ein Interner Link"A Nightmare On Elm Street" mit einer nicht ganz so surrealen, aber befremdenden Sequenz, die sowohl den Hauptdarsteller vorstellt als auch die tolle Atmosphäre des Filmes vorgibt. Trotz B-Niveau ist "The Gate" liebevoll bis ins letzte Detail ausgestaltet und mag vielleicht deswegen nur nicht der große Hit geworden sein, weil die Geschichte an sich nicht allzu viel hergibt als kurzweilige, berechenbare Unterhaltung. Trotz ausschließlich junger Darsteller zielt der "sanfte" Aufstand der Hölle nicht auf ein ebensolches Publikum ab, denn die Grundstimmung ist durchaus so finster, wie man es von einem ernsten Horror-Film erwartet und nur die Effekte möchten nicht allzu streng genommen werden. So sind die kleinen Monster aus der Hölle, etwa 20 Zentimeter große, grimmige Figuren, die im Rudel zur Invasion des Hauses stürmen, fast schon ein wenig niedlich. Hoch anzurechnen ist sowohl der Einfallsreichtum der Effektkunst als auch die klassische, handgemachte Umsetzung, die von sehr guten Stop-Motion-Animationen über Fotoeffekte bis hin zu bewährten Aufbauten bzw. Puppe (u.a. bestreitet ein Zombie mehrere Cameos) reicht und dem Geschehen einen wohligen Charme verleiht. Selbst das herrschende, haushohe Monstrum aus der Hölle lässt im entscheidenden Moment von Glen ab. Ob er wusste, dass Stephen Dorff, hier in seiner ersten Rolle, später als Vampirfürst in Interner Link"Blade" zu Höherem bestimmt war? So wird aus "The Gate" ein handwerklich sicherer, leicht goutierbarer Beinahe-Familien-Film, der seine Protagonisten wohlig vom hohlen Teenie-Geplapper in den Nebenrollen abgrenzt, die man wohl absichtlich als Kontrast setzte und die deswegen auch nicht durchweg nervig wirken. Die zusätzlichen okkulten Themen, die man sicherlich bewusst so setzte und die heutzutage schon die Grenze des Trashigen erreichen, beziehen ihren Nährstoff aus volkstümlichen Aberglauben um satanische Hard Rock-Bands und Bibelstandards, wobei besonders die Szene hervorzuheben ist, als man die Bibel mit dem Kommentar in den Schlund der Hölle wirft, sie solle sich das Ding doch selbst durchlesen. Ist jedem zu empfehlen, dem Interner Link"Poltergeist" zu viel Schauder über den Rücken jagte und Interner Link"House" noch zu harmlos war. "The Gate" schließt diese Lücke, brilliert mit jeder Menge versteckter Referenzen und einem sich bei näherer Betrachtung erschließenden, selbstreflektiven Ablauf.
Die DVD trägt den Untertitel "Das Tor zur Hölle", welcher eigentlich zum zweiten Teil passt. Möglicherweise nur ein Flüchtigkeitsfehler, vielleicht auch der Versuch, sich von der Marketing-DVD abzuheben. Auf den ersten Blick scheint sich die DVD technisch auch nicht sonderlich von der Erstauflage von Marketing zu unterscheiden, aber das wird erst ein Bildvergleich mit Gewissheit sagen können.



Bilder der DVD




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Gate - Die Unterirdischen
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Gate - Die Unterirdischen
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