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UK 1970
Originaltitel:House that dripped Blood, The
Länge:97:09 Minuen (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Duffell
Buch:Robert Bloch, Russ Jones
Kamera:Ray Parslow
Musik:Michael Dress
Darsteller:John Bryans, John Bennett, John Malcolm, Denholm Elliott, Joanna Dunham, Robert Lang, Tom Adams, Peter Cushing, Joss Ackland, Wolfe Morris, Christopher Lee, Chloe Franks, Nyree Dawn Porter, Jon Pertwee, Ingrid Pitt, Geoffrey Bayldon, Richard Coe, Carleton Hobbs, Bernard Hopkins, Joanna Lumley, Jonathan Lynn, Hugh Manning, Winifred Sabine, Roy Evans
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Nachdem der berühmte Horrorfilmstar Paul Henderson spurlos verschwunden ist, führen die polizeilichen Ermittlungen zu dessen letztem Wohnsitz. Inspektor Holloway verhört den zuständigen Makler A. J. Stoker und erfährt, dass das abgelegene alte Haus berüchtigt für die seltsamen Todesfälle ist, die seinen bisherigen Bewohnern widerfahren sind. Skeptisch lauscht der Inspektor den Berichten des Maklers, die in den folgenden vier Episoden erzählt werden:
Eröffnet wird der Reigen mit "Method for Murder": Der Kriminalschriftsteller Charles Hillyer (Denholm Elliott) zieht mit seiner jungen Frau Alice (Joanna Dunham) in das Haus, um dort in Ruhe an seinem neuen Roman arbeiten zu können, in dessen Mittelpunkt der geisteskranke Killer Dominick steht. Doch es dauert nicht lang, bis Hillyer scheinbar an Wahnvorstellungen zu leiden beginnt und sich von Dominick verfolgt fühlt. Immer öfter begegnet ihm dieses Geschöpf seiner eigenen Phantasie, das außer ihm niemand wahrzunehmen scheint. Und schließlich beginnt Dominick zu töten ...
In der Episode "Waxworks" lernen wir den nächsten Bewohner des Hauses, den ehemaligen Immobilienmakler Philip Grayson (Peter Cushing) kennen, der hier in Ruhe seinen Lebensabend verbringen will. Bei einem Ausflug in eine nahegelegene Ortschaft besucht er ein Wachsfigurenkabinett und entdeckt dort eine Figur der Salome, die der Frau, in die er sich einst unsterblich verliebte wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Doch diese Frau ist schon seit langem tot ...
In "Sweets to the Sweet" bezieht der verwitwete Geschäftsmann John Reid (Christopher Lee) gemeinsam mit seiner kleinen Tochter Jane das Anwesen. Er engagiert die Privatlehrererin Ann Norton (Nyree Dawn Porter), die sich bald über die abweisende und feindselige Art zu wundern beginnt, die Reid seinem Kind gegenüber an den Tag legt. Jane darf nicht mit anderen Kindern spielen, darf kein Spielzeug besitzen und wird von ihrem Vater behandelt, als würde eine potentielle Bedrohung von ihr ausgehen. Und auch über Janes verstorbene Mutter macht Reid höchst seltsame Andeutungen ...
Mit der Geschichte "The Cloak" schließt sich der Kreis, hier bezieht nun der eingangs verschollene Horrorstar Paul Henderson (Jon Pertwee) das Haus. Der exzentrische Henderson hat seine besten Jahre bereits hinter sich und klagt über die lausigen Bedingungen, unter denen er an seinem neuesten Vampirfilm arbeiten muss. Vor allem die billigen Kulissen und Kostüme sind ihm ein Dorn im Auge, und so beschließt er, sich selbst nach einem passenden Vampircape umzusehen. In dem Laden eines skurrilen alten Mannes entdeckt er schließlich ein ihm optimal erscheinendes Exemplar und kauft dieses. Doch als er das Cape anlegt, gewinnt es eine eigenartige Macht über ihn - sein Spiegelbild verschwindet, ihm wachsen Reißzähne und bei den Dreharbeiten verbeißt er sich prompt in den Hals seiner Filmpartnerin Carla Lynde (Ingrid Pitt) ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwar macht dieser anamorphe Transfer einen guten Einruck, kann sein Alter aber nicht verbergen. Zum einen wäre da die Bewegungsunschärfe in Kameraschwenks und auch der Detailbereich hinterlässt meist nur ein befriedigendes Ergebnis, wirkt mitunter sehr weich und in einigen Bildteilen sogar unscharf. Grund dafür dürfte der eingesetzte Rauschfilter sein, welcher einen Großteil des Bildrauschens verringert, es aber nicht zu eliminieren vermag. So findet sich im Hintergrund immer noch ein dezentes Bildrauschen und die Kompressionen zeigen hin und wieder leichte Blockbildung. Defekte und Verschmutzungen huschen immer wieder durchs Bild, durften Nostalgiker aber nicht sonderlich stören. Die Farben sind leider oftmals eine Spur zu blass ausgefallen und der Kontrast recht wechselhaft. So wird uns auf der einen Seite ein guter Schwarzwert präsentiert, welcher aber oftmals dafür sorgt, dass feine Details in dunklen Szenen verschluckt werden, und auf der anderen Seite scheint der Kontrast dann plötzlich viel zu hell und lässt den Transfer recht blass und unschön erscheinen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Monotrack liegt einmal in der alten Kinosychronisation, sowie der neueren TV-Fassung vor. Beide sind gut zu verstehen und es ist eine reine Geschmacksache, welche einem besser gefällt. Die alte Fassung klingt in den Stimmen aber eine Spur dumpfer und gedrungener als die TV-Version. Die englische Spur bietet ebenfalls eine gute Sprachverständlichkeit, aber keine gute Dialogwiedergabe, da die Stimmen sehr kratzig wirken und sehr oft verzerren. Zudem rauscht die englische Tonspur sehr stark im Hintergrund. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar Peter Duffel
  • Bildergalerie (16 Bilder)
  • 8seitiges Booklet
 Hier lizenzierte Koch Media den sehr informativen und gut verständlichen Audiokommentar der englischen Anchor Bay DVD und spendiert uns noch eine Bildergalerie. Insgesamt leider recht wenig, da die UK-Edition noch ein Making of enthielt. Zudem ist der Kommentar nicht deutsch Untertitel worden, dafür gibt es aber ein 8seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen. Die DVD erscheint zudem in einem Mediabook mit Schuber. Leider orientierte man sich nicht am englischen Covermotiv, sondern kreierte etwas eigenständiges, was leider total aus dem Rahmen fällt und absolut unpassend ist.
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Fazit
Bei dem 1970 entstandenen "Totentanz der Vampire" (im Original "The House That Dripped Blood" betitelt) handelt es sich um eine Produktion der britischen Amicus-Studios, die nicht zuletzt mit ihren kurzweiligen Episodenfilmen in den 60er und 70er Jahren Horrorfilmgeschichte schrieben. Ebenso wie die zuvor entstandenen Amicus-Anthologien Interner Link"Die Todeskarten des Dr. Schreck" ("Dr. Terror's House of Horrors", ebenfalls bei Koch Media erschienen) und "Der Foltergarten des Dr. Diabolo" ("Torture Garden") basiert auch dieser Film auf Kurzgeschichten Robert Blochs. Bloch dürfte Horrorfans allein schon durch seine Romanvorlage zu Hitchcocks Klassiker Interner Link"Psycho" ein Begriff sein, lieferte darüber hinaus jedoch noch die Vorlagen für über 30 weitere Film- und Fernsehproduktionen.
Regisseur Peter Duffell gelang bei seinem Spielfilmdebüt ein solide inszenierter und hübsch ausgestatteter Gruselfilm, der - seinem plakativen Titel zum Trotz - auch ohne große Schockeffekte hervorragend funktioniert, mit einer exzellenten Besetzung aufwarten kann und auf vielseitige Art bestens unterhält. So bietet die erste Geschichte "Method für Murder", in der Denholm Elliott glaubwürdig einen nervenmaroden Autor mimt, der den Schrecken seiner eigenen Psyche ausgesetzt zu sein scheint, einen diabolischen Miniatur-Psychothriller mit böser Überraschung im Finale. In "Waxworks" weisen die eigentlichen Horror-Elemente im Vergleich zu den anderen Episoden zwar einige Schwächen auf, doch gewinnt diese Geschichte ihre Stärke vielmehr aus der gelungenen Schilderung des melancholischen, um seine verstorbene Liebe trauernden Philip Grayson, der von Peter Cushing (dessen eigene Frau während der Dreharbeiten schon unheilbar erkrankt war) anrührend und mit viel Feingefühl dargestellt wird. "Sweets to the Sweet" bietet eine Mixtur aus Hexenfluch und Voodoozauber, und lässt sich vielleicht als die gelungenste Episode des Films bezeichnen: Christopher Lee verkörpert darin einen unsympathisch und gefühlskalt erscheinenden Geschäftsmann, der seinem eigenen Kind eine anfangs unerklärliche Abneigung entgegenbringt und es sogar zu fürchten scheint. Doch bald offenbart sich, dass die kleine Jane (exzellent von der damals 10jährigen Chloe Franks dargestellt) durchaus nicht der Unschuldsengel ist, als der sie zunächst erscheint.
Gänzlich andere Wege geht die finale Episode "The Cloak": Hier werden die Genreelemente - und damit zugleich auch das gesamte Horrorfilmbusiness - auf eine überdreht komische Art verarbeitet. Jon Pertwee lässt seinen Part zur schrillen Parodie eines egozentrischen Horror-Altstars werden und erinnert mit seiner Darstellung durchaus an Vincent Price (der diese Rolle übrigens anfangs tatsächlich übernehmen sollte, jedoch anderweitig verpflichtet war); ihm zur Seite steht die Horrordiva Ingrid Pitt (Interner Link"The Vampire Lovers", Interner Link"Countess Dracula"), die hier ebenfalls die Chance bekommt, ihr komödiantisches Talent voll auszuleben. Der verschrobene Besitzer des alten Trödelladens wurde übrigens von Geoffrey Bayldon gespielt, der im gleichen Jahr noch in der Hauptrolle der TV-Serie Interner Link"Catweazle" berühmt werden sollte.

Technisch gesehen vielleicht nicht die beste Veröffentlichung aus dem Hause Koch Media, allein schon wegen dem recht wechselhaften anamorphen Transfer. Die Extras sind etwas mager, obgleich der Audiokommentar wieder einiges wett macht. Lediglich das langweilige DVD-Menü und das grausige Cover schrecken etwas ab, sollten aber niemand davon abhalten, sich diesen Klassiker ins Regal zu stellen.



Bilder der DVD




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