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USA 2002
Originaltitel:Glow, The
Länge:84:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Craig R. Baxley
Buch:Gary Sherman, Brooks Stanwood (Buchvorlage)
Kamera:Joao Fernandes
Musik:Gary Chang
SFX:John MacGillivray, Mario Antognetti
Darsteller:Portia de Rossi, Dean Cain, Hal Linden, Dina Merrill, Joseph Campanella, Grace Zabriskie, John Gilbert, Corrine Connely, Ian Downie, Sabrina Grdevich, Kari Matchett, Jason Blicker
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Das junge New Yorker Ehepaar Matt (Dean Cain) und Jackie (Portia de Rossi) Lawrence ist schon lange auf der Suche nach einer finanzierbaren Mietwohnung. Aber sie haben Glück im Unglück: Als Matt eines morgens überfallen wird, kommen ihm einige rüstige Senioren zu Hilfe, in deren Mietshaus noch eine passende Wohnung leer steht. Doch als schon kurz nach ihrem Einzug ein anderes junges Paar spurlos verschwindet, erkennt Jackie, dass die Freundlichkeit der Alten nur Fassade ist, hinter der sie ein dunkles Geheimnis verbergen. Je tiefer Jackie bei ihren Nachforschungen in die Vergangenheit ihrer mysteriösen Nachbarn eindringt, desto grausamer scheint die Wahrheit ... oder verliert sie nur langsam den Verstand?

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Man wird positiv überrascht bei der Betrachtung des Bildes, welches stark Farbtöne bietet und mit einem hervorragenden Kontrast angereichert wurde. Selbst in dunklen Szenen sind die Farben überaus kräftig. Ein Filter sorgt dafür, dass das Geschehen trotzdem einen leicht trostlosen Look verpasst bekommt, der aber durchaus passend gewählt wurde. Einzig die Schärfe verwehrt dem störungsfreien Bild das Prädikat "sehr gut", denn sie zeichnet das Bild doch ein ganzes Stück zu weich. Schade, denn es gibt nur sehr selten ein Rauschen zu sehen (einige wenige Außenaufnahmen im Hintergrund) und die Kompression arbeitet fehlerfrei.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der Dolby Digital 5.1-Ton gefällt mir gar nicht, denn hier ist das ohnehin effektlose Geschehen zu sehr auf den Center fixiert. Der Vorteil des 5.1-Tons, den es nur in Deutsch gibt, liegt in dem verstärkten Bass, der sich beispielsweise während des ersten Auftretens von de Rossis Charakter gut äußert. Ansonsten gibt es kaum etwas, was die Dolby Surround-Variante nicht auch bringen würde. Die Dialoge sind bestens verständlich, die Qualität des Tones lässt eigentlich auch keine Wünsche übrig, nur die Synchronisation wird dem Film zu keiner Zeit gerecht. Teilweise ist die Intonation derart nervig ausgefallen, dass ich auf den englischen Originalton umgeschaltet habe. Hier sind die Dialoge auch etwas besser ins Klanggeschehen integriert.
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Extras
Extras
  • Bio- und Filmografien:
    • Dean Cain (4 Seiten)
    • Portia de Rossi (6 Seiten)
  • Originaltrailer (2:31 Min.)
  • Trailer:
    • Ratten (1:42 Min.)
    • Dark Descent (1:43 Min.)
    • Beyond Re-Animator (1:49 Min.)
    • Hypersonic (2:06 Min.)
    • Shark Hunter (1:37 Min.)
    • Lost Voyage (1:31 Min.)
    • Impulse (1:23 Min.)
    • Urban Killer (0:44 Min.)
 Ein paar Trailer neben dem Originaltrailer (mit 2:31 min Länge kaum zu glauben) und zwei gute Biografien sind nicht viel, eine eher unbekannte TV-Produktion hat aber selten mehr zu bieten.
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Fazit
"The Glow" darf gern als Anlehnung an den Psycho-Klassiker "Rosemary's Baby" gesehen werden, denn die Handlung bewegt sich in ähnlichen Regionen (damit ist nicht nur die geografische Gemeinsamkeit gemeint), nur eben in einem um etwa 30 Jahre späteren Setting. Zwar wird die bedrohliche Stimmung der immer unheimlicher und befremdender werdenden Nachbarn, die sich immer mehr in die Privatsphäre des jungen Ehepaars mischen, nicht zu jedem Zeitpunkt passend eingefangen und der Höhepunkt spitzt sich nicht so weit zu wie gewünscht, die Schauspieler bemühen sich aber allesamt, möglichst realistische Beziehungen aufzubauen. Das gelingt vor allem Hauptdarstellerin Portia De Rossi ("Scream 2", "Ally McBeal") und den alten Herrschaften des Hauses, denen der Zuschauer von Anfang an mit gemischten, letztlich aber misstrauischen Gefühlen gegenüberstehen wird. Nur der aus der TV-Serie "Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark" bekannte Dean Cain weiß nicht so recht seine Person umzusetzen, wird aber glücklicherweise gegen Ende hin vom Drehbuch immer mehr vernachlässigt. In der ersten Hälfte wird ein wenig zu viel Kennenlernen- und Schickimicki-Gehabe betrieben, hier hätten einige Kürzungen der Story gut getan. Diese ist zumindest interessant, überwirft sich gegen Ende mit einer vampirhaften Auflösung und stellt mit Distanz betrachtet eine herrlich bösartige Parodie auf den gängigen Fitness- und Schönheitswahn dar.
Die deutsche DVD bietet ein bis auf die Schärfe makelloses Bild und einen dem Möglichkeiten entsprechenden Ton, der ein wenig an der deutschen Synchronisation und der selten vorhandenen Raumverteilung kränkelt. Vielleicht schafft es "The Glow" nicht unbedingt in die eigene Sammlung, wenn der TV aber mal wieder nur den hundertsten Aufguss von Rosamunde Pilcher-Verfilmungen, Reality-Shows und schwülstigen deutschen Comedies ausspuckt, dann ist man mit diesem empfehlenswerten Thriller wohl bedient. Zu erwartende Folgeschäden: Alten Menschen wird man danach nicht mehr über die Straße helfen ...



Bilder der DVD




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