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USA 1988-1994
Originaltitel:Autopsy - Dark Crusaders
Länge:110:34 Minuten (4 Shows)
Freigabe:ungeprüft
Regie:
Musik:Autopsy
Darsteller:Chris Reifert, Eric Cutler, Ken Sorvari, Freeway Migliore
Vertrieb:Peaceville
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
"Ladies and gentleman, welcome to this Autopsy "Home Movies" collection. BE WARNED - that's exactly what this is: Warts n' all home video recordings and hand held audience footage from way back when. There are drop outs, tape stretches, pixelation, distortion and stuff. But this is also history! The legend that were Autopsy need seeing and appreciating and this is what this DVD is all about. Real honest music from a real honest band who are genuinely missed today!"

Disc 1
  • Rehearsal (Antioch, März 1988, 23:56 Min.)
  • Hong Kong Cafe (Los Angeles, 12.06.1993, 39:39 Min.)
Disc 2
  • The Stone (San Francisco, 13.06.1993, 12:59 Min.)
  • Ruthless Inn (San Francisco, 29.07.1994, 33:49 Min.)

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormNTSC
 Dass die 1988 per Videokamera im Keller aufgenommene Rehearsal-Session schon ein wenig gelitten hat, dürfte klar sein, oder? Die Farben sind einem gelblich-rötlichen, verschwommenen Etwas gewichen, dass eben noch genug Schärfe besitzt, damit es gut erkennbar bleibt. Der Gig im dunklen Club-Keller des Hong Kong Cafe ist da sogar noch ein wenig schlechter, aber nicht viel. Bei beiden und auch allem Folgenden stellt sich gar nicht erst die Frage nach Remastering-Methoden oder digitalen Bildverbesserern, hier wurde so auf DVD gepresst, wie es vom Tape kam. Eigentlich auch keine große Sache, das Material ist schließlich alt, kaum professionell aufgenommen, krieslig und damit authentisch, reicht das nicht? Die Sachen auf Disc 2 verhalten sich ähnlich, sind also nicht zu graupelig, aber kaum vergleichbar, mit dem, was Bands heute alles so rausbringen. Besonders beim Bonusmaterial wird die Kompression dann ziemlich pixelig.
 ++----

Ton
FormateLPCM 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Beginnend bei den Kelleraufnahmen ist der ziemlich verschwenderische LPCM (unkomprimierter Ton - haben manche Labels einfach keine Ahnung oder keine Lust?) ziemlich dünn und wie erwartet unsauber, die Übersteuerungen sind verwunderlicherweise aber nicht so groß, dass die Boxen nur noch kratzen würden. Während der Rehearsals sind die Songs sogar ziemlich gut erkennbar, beim Gig im Hong Kong Cafe scherbelt der Klang dann zu sehr, als ob man selbst direkt vor den Boxen stehen würde. Besser wird's mit den Gigs auf DVD 2, die nun etwas klarere und vor allem dickere Töne verlauten lassen, die dem gewünschten Autopsy-Sound näher kommen, aber den Durchschnitt des Tons nicht über 2 Punkte anheben.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
Disc 2
  • The Footage Behind The Scenes (14:33 Min.)
  • Pestilence (2:49 Min.)
  • Doomed (6:09 Min.)
  • Credits (0:21 Min.)
 Zum Bonusteil der zweiten DVD gehören neben lustigen Aufnahmen der Band auf Tour, die übrigens zeigt, was man mit Schnee und einer Bong so alles Lustiges anstellen kann, noch zwei kurze Konzertmitschnitte von Pestilence und Doomed, bei denen Chris Reifert jeweils an der Gitarre zu sehen ist. Bei Letzterem veranstalten die Fans ein Rasierschaummassaker auf der Bühne, was in einer herrlichen Sauerei endet und für ne Extraportion guter Laune sorgt. Dazu gibt es noch ein 4seitiges Booklet mit Fotos und ner Biografie von Joel McIver, der die "Extreme Metal"-Bücher verfasst hat. Irgendwie schade, dass man hier nix Neues mehr gemacht hat, vielleicht die alten Bandmitglieder ranzuziehen und ihnen ein paar Worte zur damaligen Bandgeschichte abzuluchsen. Auch sonst die Ausstattung eher bescheiden, denn neben kargen Standbild-Menus missfällt mir vor allem, dass man die Songs nicht einzeln auswählen kann, weil keine Kapitelmarken gesetzt wurden.
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Fazit
Muss man zu Autopsy, Death Metal-Urvätern und Wegweisern des Gore Grinds, noch viel sagen? Im Falle dieser US-Legende, die leider schon 1995 ihre Segel strich, wohl kaum. Beim nachvollziehbaren Kult, der um Autopsy gesponnen wird, den CD-Rereleases und Best Of-Veröffentlichungen wurde es nun auch langsam Zeit, den Fans mit dieser Doppel-DVD "neues", blutiges Futter vorzuwerfen.
Von den ursprünglich angekündigten fünf Stunden Material kann aber nicht wirklich die Rede sein, insgesamt ist es wohl nichtmal die Hälfte, weswegen die man die Sache eigentlich auch auf eine einzige DVD hätte pressen können. Auf Disc 1 geht's zuerst mal ab in den Proberaum zusammen mit Reifert, Cutler und dem damaligen Bassisten Ken Sorvari, dessen Kinder übrigens munter zwischen plärrenden Amps rumspielen. Gezockt werden natürlich die Nummern der ersten beiden Demos und man kann den Jungs ziemlich gut beim Spiel beobachten, besonders Chris Drumming und sein gleichzeitiges Gekeife sind eindrucksvoll, obwohl alles nur mit ner Heimvideokamera gefilmt wurde und demnach auch so aussieht und klingt. Qualitätsfetischisten, die bei den Worten "DTS" und "anamorphes Breitbild" in Ekstase geraten, müssen leider draußen bleiben, denn sämtliche Mitschnitte auf den DVDs sind in Qualität Marke "Underground" gehalten - also durchaus passend für eine Band wie Autopsy. Den ersten Live-Auftritt dieser DVD bestreitet der Gig im Hong Kong Cafe im 4er Line-Up, bei dem man bereits auf die Songs der dritten LP "Acts Of The Unspeakable" zurückgreifen konnte. Unglücklicherweise kommen gerade die Slow-Mo-Passagen wegen des einfach nur klirrenden Sounds ziemlich schwach rüber, die Songs kann man aber noch gut erkennen. Dafür fängt die Kamera, seitlich zwischen Bühne und Moshpit platziert, sowohl die Band als auch das Publikum gut ein, obwohl es wieder nur ein Amateur-Mitschnitt zu sein scheint.
Scheibe Nr. 2 steigt mit zwei weiteren Live-Mitschnitten ein, die insgesamt einen etwas besseren, vor allem basslastigeren Sound bieten. Beide sind nicht so gut gefüllt, wie es sein sollte, aber das Publikum geht gut ab, was besonders der von weiter hinten gefilmte Gig aus dem "The Stone" zeigt. Auch der letzte Liveauftritt in San Francisco befindet sich darunter, der die Band mit ihrem kratzigen Sound zwischen Prügelattacken und schleifendem Zwischenteilen noch mal in ganzer Stärke zeigt.

Wer nie die Möglichkeit geboten bekommt, die Band live zu sehen (wie ich), kann hier mal aus der ersten Reihe mitrocken. Für Neueinsteiger sind die Songs und damit die Qualitäten von Autopsy zwar erkennbar, "Dark Crusaders" richtet sich aber sicherlich mehr an die alten Fans. Die DVD sieht sicherlich nicht so toll aus und klingt leider auch nicht, aber darauf ist man gefasst und spätestens wenn man auf der Hüllenrückseite die Ankündigung "A High Point in Low Fidelity" liest, weiß man Bescheid. Trotzdem klingt das alles für mich nach dem Versuch unter dem Deckmantel "old school" schnell noch mal ne schnelle Mark mit der Legende machen zu können.



Bilder der DVD




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