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FR, UK 1978
Originaltitel:Medusa Touch, The
Alternativtitel:Grande menace, La
Länge:104:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jack Gold
Buch:Peter Van Greenaway (Novel), John Briley
Kamera:Arthur Ibbetson
Musik:Michael J. Lewis
SFX:Brian Johnson
Darsteller:Richard Burton, Lino Ventura, Lee Remick, Harry Andrews, Alan Badel, Marie-Christine Barrault, Jeremy Brett, Michael Hordern, Gordon Jackson, Michael Byrne, Derek Jacobi, Robert Lang, Avril Elgar, John Normington, Robert Flemyng
Vertrieb:VCL / Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
John Morlar verfügt über eine erschreckende Kraft, die über Leben und Tod entscheidet. Schon seit seiner Kindheit richtet er Menschen, die seine Empfindungen verletzen. Sie kommen auf tragische Weise ums Leben. Verdacht schöpft niemand, bis der telekinetisch veranlagte Morlar brutal überfallen wird und Kommissar Brunel ermittelt. Auf der Suche nach dem Täter gerät Brunel in eine mysteriöse Welt von Horror und Katastrophen, die der klinisch tot Morlar von seinem Krankenbett aus heraufbeschwört.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der gesamte Vollbild-Transfer wirkt überwiegend matschig, weich, bis hin zu unscharf. Höchstens Nahaufnahmen der Gesichter erscheinen angenehm detailliert. Die Kantenschärfe zeugt von Nachschärfung und neigt mitunter zu leichten Überstrahlungen. Zudem fallen immer wieder Helligkeitsschwankungen auf und der eingesetzte Rauschfilter unterstützt das Schärfeverhalten des Bildes nicht sonderlich. Die Farben wirken meist etwas blass und verwaschen und auch der Kontrast ist recht wechselhaft ausgefallen. Meist etwas hart, überzeugt zwar der Schwarzwert, lässt jedoch etwas an den Details vermissen, was vor allem in dunklen Szenen auffällt.
Weiterhin arbeiten die Kompressionen nicht sonderlich sauber und zeigen stellenweise deutliche Artefaktebildung und Blockrauschen, wofür wir aber kaum Defekte und Verschmutzungen finden.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton liegt lediglich in deutsch und in Mono vor. Dialoge sind dabei gut zu verstehen und die Tonspur scheint frei von Rauschen oder anderen Störungen zu sein. Lediglich hin und wieder wirken Stimmen etwas spitz und kratzig.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Im Bann des Jade Scorpions (2:20 Min.)
    • Jeepers Creepers (1:47 Min.)
    • The 6th Sense (2:03 Min.)
  • Filmografien:
    • Richard Burton
    • Lino Ventura
    • Lee Remick
    • Gordon Jackson
    • Jack Gold
 Die Extras beschränken sich auf eine Trailershow und Filmografien. Bei der Trailershow finden wir den Ausschnitt zu Interner Link"Jeepers Creepers". Da dieser Trailer von der FSK ab 16 Jahren freigegeben wurde, musste der Verleih die komplette DVD ab 16 kennzeichnen, obgleich "Der Schrecken der Medusa" ungeschnitten ab 12 Jahren freigegeben wurde.
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Fazit
Was sich nicht selten als Krimi tarnt, ist manchmal Horror oder SF oder ein passabler Thriller. "Der Schrecken der Medusa" aber ist, wenngleich ein irgendwo dazwischen angesiedelter Bastard, alles auf einmal. Und funktioniert.
Das ist einer der Filme, die man immer und immer wieder sehen kann, weil in ihn trotz seiner über gewisse Strecken biederen Konstruktion, die eben einer polizeilichen Ermittlung gleicht, so viel Unheimliches reingepumpt wurde, dass es einem die Socken aussieht, während die Schuhe dran bleiben. Ausgerechnet Stone Face Lino Ventura spielt dabei einen Austauschpolizisten, der in London den Mordversuch an dem Schriftsteller Morlar untersucht, dem man aufs Übelste die Fontanelle eingedellt hat und der sich trotz extrem flacher Alphalinien weigert, abzutreten. Langsam aber sicher ermittelt der Franzose weiter, befragt Leute, die ihm mittels reichlicher Rückblenden nach und nach eine Skizze eben jener Person liefern, die da unter Mullbinden begraben liegt. Einer extrem unheimlichen Person, die von frühester Jugend an scheinbar den bösen Blick zu haben schien und per Gedankenkraft Katastrophen auslösen konnte, wie der Tod der Eltern, ein Schulbrand und einiges mehr beweisen. Morlar wird gespielt (wenn auch nur in Rückblenden) von Richard Burton, der zwar wie meistens in dieser Karrierephase (siehe Interner Link"Exorzist 2") recht schwermütig (oder gelangweilt) rüberkommt, aber damit genau das Richtige tut, um der schwer entschlüsselbaren Figur die nötigen Schatten zu verteilen. Die Inszenierung ist höchst effektiv und selbst wenn man ahnt, was kommt, werden stets die richtigen Bilder gewählt, passt das Timing, klirrt die Musik. Ebenso wie Ventura macht der Zuschauer eine aufklärende Reise mit, die den gewöhnlichen Unglauben nach und nach zerschmettert.
Höhepunkt des bösen Treibens ist eine meisterhaft montierte Sequenz, in der der Inspektor bemüht ist, diverse Royals, Adelige und andere Reiche davon abzuhalten, in der brüchigen Westminster-Kathedrale gesteinigt zu werden. Natürlich glaubt man nicht daran, dass uns bei so ehrwürdigen Denkmälern ein Katastrophenszenario bevorsteht, doch der Film liefert gnadenlos. Zwar sieht es einen Augenblick nach Happy End aus, dann aber geht der Horror aufs Ganze und zerlegt die ganze Kirche in mörderischen Bildern über allen Anwesenden. Jau, das kraucht unter die Epidermis. Nebenbei kriegt Ventura noch den Täter raus, den er inzwischen aber verflucht, dass er nicht bessere Arbeit geleistet hat, doch wir brauchen den Schriftsteller noch für einen Schlussgag, der alles an Gänsehaut motiviert, was Westminster gerade niedergeknüppelt hat. Interner Link"Das Omen" war gruslig? Probieren sie mal diesen hier, da vibriert der Kiefer aber richtig. Schwarz wie die Seele der Hauptfigur und wunderbar fatalistisch: ideal für einen Sonntagabend!

Leider ist die technische Umsetzung von "Der Schrecken der Medusa" nicht sonderlich überzeugend ausgefallen, was vor allem an matschigen und recht unscharfen Vollbild liegt. Auch das Fehlen der englischen Tonspur ist schade, ebenso dass die DVD mittlerweile "out of print" ist und bei Amazon und Ebay zu überteuerten Preisen angeboten wird. Hier heißt es lieber auf eine eventuell verbesserte Neuauflage warten oder in einen der vielen Onlinevideotheken ausleihen. Zum einmal Schauen reicht die DVD-Umsetzung allemal.



Bilder der DVD




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