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USA, UK 1985
Originaltitel:Witchboard
Alternativtitel:Witchboard - Die Hexenfalle
Länge:98:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:BBFC 15
Regie:Kevin S. Tenney
Buch:Kevin S. Tenney
Kamera:Roy H. Wagner
Musik:Lee Haxal
SFX:Bruce Scivally
Darsteller:Todd Allen, Stephen Nichols, Tawny Kitaen, Gloria Hayes, Kathleen Wilhoite, J.P. Luebsen, Rose Marie, Burke Byrnes, Clare Bristol
Vertrieb:Anchor Bay
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Jim und Linda, ein jungverliebtes Paar ziehen zusammen in eine alte viktorianische Villa. Bei ihrer Einweihungsparty unterhält Brandon, ein ehemals guter Freund von Jim, die Gäste mit einem magischen Spiel, dem Witchboard. Einem Brett welches Kontakt mit Verstorbenen herstellen kann. Brandon nimmt mit David Kontakt auf, einem kleinen Jungen der bei einem Unfall sein leben ließ. Die Party endet sehr abrupt als ohne ersichtlichen Grund ein Reifen an Brandons Auto explodiert. Linda, von der Vorführung des Witchboards sichtlich beeindruckt, fühlt sich immer stärker zu dem Brett hingezogen, das Brandon in der Aufregung im Haus vergessen hat. Was als Spaß begann, wird zum tödlichen Ernst. Zusehends verfällt Linda dem Bann des Witchboard und wird total besessen. Irgendetwas scheint von Linda besitz zu ergreifen und so geschehen die ersten Todesfälle und unerklärbare Vorgänge.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Neben der recht natürlichen Farbgebung, welche in einigen Sequenzen vielleicht eine Spur kräftiger hätte ausfallen dürfen, macht der Kontrast einen recht guten Eindruck und überzeugt selbst in dunklen Szenen mit einem sehr detaillierten Bild und einem sauberen Schwarzwert. Sequenzen mit viel Licht wirken mitunter etwas milchig und es scheint, als ob sich hin und wieder ein Schleier über das Bild legt. Dies hat zufolge, dass die Schärfe sehr wechselhaft erscheint. So wirkt das Bild in punkto Kanten und Konturen meist recht ordentlich, vermissen wir hier aber die nötige Detailschärfe im Bild. Der Gesamte Transfer wirkt überwiegend sehr weich und unscharf. Schuld daran sind unter anderem die auftretenden stehenden Rauschmuster und der Einsatz von Filtern gegen Hintergrundrauschen. Die Kompressionen arbeiten ebenfalls nicht ganz sauber und so zeigt sich im Hintergrund immer wieder leichtes Blockrauschen. Außerdem macht sich bei Kameraschwenks ein nicht übersehbares Nachziehen bemerkbar und der Bildstand ist hin und wieder etwas unruhig ausgefallen. Dafür ist der anamorphe Transfer nahezu frei von Defekte und Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Upmix), DTS 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheEnglisch
UntertitelEnglisch
 Ob wir neben einem Dolby Digital 5.1-Upmix noch unbedingt einen Platz raubenden DTS-Ton gebraucht hätten, bleibt anzuzweifeln, denn weder die Dolby Digital noch die DTS-Variante ergibt wirklich Sinn. Beide spielen sich überwiegend im Frontbereich ab, bieten dabei eine gute Sprachverständlichkeit und ein weitgehend sauberes Klangbild. Die Rears werden hierbei lediglich für den Score genutzt, welcher dezent auf die hinteren Kanäle gelegt wurde. Richtig Räumlich erscheint das ganz aber noch lange nicht und es fehlt beiden Tracks deutlich an Dynamik und Druck. Überwiegend plätschern beide Tonspuren nur so vor sich hin und wirken teilweise ein wenig dumpf und gedrungen. Surroundeffekte gibt es kaum und wenn, können sie nicht wirklich überzeugen und bleiben förmlich an der Front kleben. Der einzige nennenswerte Unterschied beider Tonspuren scheint zu sein, dass der DTS-Track eine Spur lauter abgemischt wurde. Wer beide Spuren aber nicht nutzen möchte, kann sich auch den Stereotrack hinzuschalten, welcher in punkto Dialoge und Klangqualität keine großen Unterschiede zu den Upmixen mit sich bringt. Positiv sollte man es jedoch anmerken, dass Anchor Bay hier nicht einfach einen schnöden splitted Upmix vorgenommen und die Stimmen mit in die Effektlautsprecher gelegt hat. So können wir doch noch recht zufrieden sein, wobei Anchor Bay auf die DTS-Spur hätte verzichten sollen. Optional lassen sich noch englische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Kevin S.Tenney, Walter Josten und Jeff Geoffray
  • Kinotrailer 1 (0:30 Min.)
  • Kinotrailer 2 (0:30 Min.)
  • Kinotrailer 3 (2:37 Min.)
  • The Making of Witchboard (23:02 Min.)
  • Film Notes
  • Biografien:
    • Tawny Kitaen
    • Stephen Nichols
    • Kathleen Wilhoite
 Das Herzstück der Extras ist der Audiokommentar mit dem Drehbuchautor und Regisseur Kevin S.Tenney, sowie dem Produzenten Team Walter Josten und Jeff Geoffray, welcher sehr informativ und unterhaltsam ausgefallen ist. Weiter geht es mit dem knapp 23minütige Making of WITCHBOARD, das neben Filmausschnitten und Statements der Darsteller und Macher auch ein paar nette Einblicke hinter die Kulissen bietet. Aus heutiger Sicht mit Sicherheit zu werbelastig, für damalige Verhältnisse aber noch gut, vor allem weil damals im Bereich "Making of" nicht wirklich viel produziert wurde. Der Rest der Extras beschränkt sich auf Biografien, Liner Notes und drei Kinotrailer.
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Fazit
Die mittlerweile auf drei Teile angewachsene "Witchboard"-Reihe wurde 1985 von Kevin S.Tenney (Interner Link"Night of the Demons", "Witchboard 2" ) ins Leben gerufen. Vom Grundprinzip ist "Witchboard" zwar eine gut Umgesetzte Mischung aus Spukhausfilm und besessenen Mythos, bei dem der Zuschauer jedoch vergeblich nach etwas neuem suchen wird. Teilweise sehr ruhig und langsam inszeniert, schafft es Kevin S.Tenney auch ohne großartigen Ekeleffekten den Publikum das Gruseln zu lernen und baut nach und nach einen soliden aber effektiven Spannungsbogen auf, so dass sich zumindest Genre unerfahrene im heimischen Kino die Fingernägel in die Couch wetzen dürften. Die Idee mit dem Witchboard war zwar zum damaligen Zeitpunkt noch neu und unverbraucht, jedoch hat auch dieser Film nun knapp 20 Jahre auf dem Buckel, was "Witchboard" nicht mehr so "frisch" erscheinen lässt wie noch im Erscheinungsjahr 1985. Wer sich aber nicht scheut 20 Jahre zurück in die Zeit zu reisen, um in einem verdunkelten Wohnzimmer Spaß an diesen 80er Jahre Gruseler zu haben, wird mit "Witchboard" gut bedient werden. Der Charme der 80er ist durchweg präsent und auch wenn die Dialoge und Darsteller nicht immer überzeugen können, so sitzt wenigstens die Frisur von Hauptdarstellerin Gloria Hayes stets perfekt und man darf sich auf 90 Minuten feinsten B-Movie Spaß freuen.

Leider gibt es bis heute noch keine deutsche DVD und so muss man mit der englischen DVD von Anchor Bay begnügen, welche zwar in punkto Bildqualität nicht ganz so zufrieden stellend ist, aber immer noch die beste Wahl ist, "Witchboard" in seine Gruselfilmsammlung anzureihen. Die alte deutsche Videokassette war übrigens um knapp eine Sekunde gekürzt (siehe Schnittbericht).



Bilder der DVD




Druckbare Version
Witchboard - Die Hexenfalle
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