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D 1986
Originaltitel:Oliver Maass
Länge:309 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahren
Regie:Gero Erhardt
Buch:Justus Pfaue
Kamera:Henning Zick, Horst Peters
Musik:Christian Bruhn
SFX:Hans Jürgen Schmelzle, Ruth Philipp
Darsteller:Robert Atzorn, Hans Clarin, Josef Gröbmayr, Andreas Mannkopff, Anja Schüte, Jane Tilden, Horst Kummeth, Karl Lieffen, Udo Thomer, Thomas Gottschalk
Vertrieb:Universum Film / UFA
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Eigentlich ist Oliver Maass ein ganz gewöhnlicher Junge. Seit dem Tode der Mutter vor 3 Monaten, lebt er bei seiner Großmutter. Die schrullige alte Dame ist aber alles andere als normal. So trifft sie sich bei Vollmond mit anderen Leuten in ihrem Haus um Geister zu beschwören. Dies war zufiel für Olivers Schwester Julia, daher zog sie aus und nahm sich eine kleine Kellerwohnung. Vater Michael arbeitet als Archäologe in Italien um das Grab des blauen Ritters zu finden. Diese vermutet er auf dem Anwesen des mysteriösen Grafen Estaban. Dieser schenkt Oliver eine Geige, die Geige des Teufelsgeigers Paganini. Wenn der Junge auf ihr eine bestimmte Melodie spielt, kann er einen Tag in die Zukunft sehen. Natürlich findet Oliver dies sehr nützlich schließlich kann man schon sehen was z.B. am nächsten Tag in der Mathearbeit vorkommt oder man kann vermisste Personen wieder finden. Doch merkt er schnell dass jede gute Sache die er mit Hilfe der Geige erfährt, auch negative Ereignisse mit sich ziehen. Aber scheint es hier schon zu spät, da Oliver immer mehr in den Bann der Teufelgeige gerät und sein Vater auch schon den Tod vor Augen hat.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Vom Bild der DVD hätte man wirklich mehr erwartet, da Filme und Serien, die deutlich älter sind, besser aussehen. Durch die gesamte Serie zieht sich ein Rauschen, sowie Laufstreifen durch das Bild. Von Hintergrundrauschen brauch man erst gar nicht zu reden, da dies immer deutlich sichtbar ist. Stellenweise stört es schon deutlich und man denkt, man würde sich gerade eine alte VHS-Aufnahme ansehen. Auch ist die Qualität der Farben ist nicht mehr überzeugend, wirken diese doch recht ausgewaschen. Was zudem den Sehgenuss schmälert sind die bunten Farbpunkte in hellen Szenen um dunkle Hintergründe, dies sieht aus als ob alles eine bunte Aura hätte.
 +-----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton klingt bis auf leichtes Rauschen recht sauber und ist gut verständlich. Im Gegensatz zur Bildqualität kann man mit dem Ton zufrieden sein.
 ++----

Extras
Extras
  • Inhaltsangabe zu jeder Folge
  • Trailershow:
    • Patrick Pacard (0:58 Minuten / deutsch)
    • Anna (1:17 Minuten / deutsch)
    • La Boum (2:33 Minuten / französisch)
    • La Boum II (2:38 Minuten / franzosisch)
 Leider können die Extras dieser DVD nicht überzeugen. Ob man beim Dreh einer TV-Serie überhaupt noch irgendwelche Reste vom Dreh übrig gelassen hat, sei ohnehin fraglich. Jedoch wären Infos über die Darsteller und was sie heute machen doch recht interessant gewesen.
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Fazit
Das waren noch Zeiten als man TV-Serien drehte, die noch zu überzeugen wussten und wo man sich noch Mühe gab, um interessante Geschichten zu erzählen. Der Höhepunkt eines jeden Fernsehjahres in den 80ern waren zweifelsohne die bekannten Weihnachtsserien, die das ZDF im Dezember über den Bildschirm flimmern ließ. 1986 war es "Oliver Maass", eine Serie in 6 Teilen mit einer Laufzeit von knapp 50 Minuten pro Folge, nach einem Buch von Justus Pfaue. Schöne Kulissen und tolle Darsteller konnten von der ersten bis zur letzten Episode überzeugen. Allen voran natürlich der große Hans Clarin (Interner Link"Hui Buh", "Meister Eder und sein Pumuckl") in der Rolle des Grafen Esteban. Clarin vermochte es den Zuschauer mit seiner Darstellung in den Bann zu ziehen und seiner Rolle eine mystische Aura zu verleihen, jedoch auch gleichzeitig herzensgut zu wirken. Auch Robert Atzorn, den meisten sicher aus den "Tatort"-Filmen bekannt, kann als Vater von Oliver und Jane Tilden als dessen Oma können ihr unter Beweis stellen. Leider ist Josef Gröbmayr in der Titelrolle nicht sehr überzeugend. Er spielt zwar nicht schlecht, wirkt zum Teil aber etwas fehlbesetzt und man möchte ihm seine Darstellung nicht wirklich abkaufen, allerdings spielt er sämtliche Stücke auf der Geige selbst, was ein Grund war, weshalb er die Rolle angeboten bekommen hat. Die Geigenmusik bzw. das Thema, das Oliver auf seiner Geige spielt ist auch gleichzeitig ein richtiger Ohrwurm und klingt selbst in der Titelmusik, gesungen von Lady Lilly, einwandfrei. Der Komponist des ganzen ist auch Christian Bruhn ("Captain Future", "Patrick Pacard"), der einen tollen Soundtrack komponierte.
Gero Erhardt, der Regisseur, hat hier ebenfalls eine zwar ruhige, dennoch tolle Atmosphäre geschaffen. Aus heutiger Sicht im Fernsehen anscheinend überhaupt nicht mehr machbar. Es ist nur schade, dass die DVD von der qualitativen Seite her leider nicht überzeugen kann, hier hätte der Anbieter etwas an den Mastern arbeiten können. Andererseits sollte man froh sein, wenn solche Klassiker das Licht der DVD-Welt erblicken.
Wer also gerne in Erinnerungen seiner Kindheit wühlt und sich an Paganinis Teufelsgeige und den Jungen mit dem Blick in die Zukunft erinnert, hat hier die Gelegenheit ein Stück Vergangenheit zu erwerben, wenn auch nicht in seiner besten Umsetzung - aber vielleicht besser als gar nicht.



Bilder der DVD




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