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JP 1973
Originaltitel:Yasagure anego den: sôkatsu rinchi
Alternativtitel:Female Yakuza Tale: Inquisition and Torture
aka. Story Of A Wild Elder Sister - Widespread Lynch Law!
Länge:85:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not Rated
Regie:Teruo Ishii
Buch:Teruo Ishii, Masahiro Kakefuda, Ikuo Sekimoto
Darsteller:Reiko Ike, Makoto Aikawa, Jun Midorikawa, Tarô Bonten, Tatsuo Endo, Arumi Kuri, Meika Seri, Toru Abe, Kanjuro Arashi
Vertrieb:Panik House
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Kurz nach Oshos Ankunft in Tokyo wird die trainierte Diebin und Kämpferin entführt und misshandelt. Als sie wieder zu Bewusstsein kommt, hält sie ein blutiges Messer in der Hand und neben ihr liegt eine nackte Frauenleiche. Man will ihr einen Serienmord anhängen, doch der ehrbare Einzelgänger Joji verhilft ihr unter Einsatz seines Lebens zur Flucht. Osho hält Ausschau nach ihren Feinden und kommt bald einem Drogenschmugglerring auf die Spur, die junge Mädchen abhängig machen und als Kuriere missbrauchen. Gemeinsam mit den Mädchen und Joji holt Osho zum blutigen Schlag gegen die Organisation aus.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormNTSC
 Was Panik House hier wieder gezaubert haben, ist eine wahre Freude! Auch wenn man es einfach am Stil erkennt, so verrät die Bildqualität, natürlich im anamorphen 2.35:1, kaum etwas vom stolzen Alter, das mittlerweile über 30 Jahre zählt. Bis auf seltene Ausnahmen sind keine Verschmutzungen mehr erkennbar, und wenn doch, dann sind die punktuellen Störungen schnell verschwunden. Aber nicht nur hier ist der Eindruck hervorragend, denn was Farbdarstellung, Kontrast und Schwarzwert angehen, macht sich manch bedeutend jüngerer Film als DVD-Veröffentlichung aus dem asiatischen Raum schnell lächerlich. Hier wird uns stets ein farbprächtiges Bild geboten, das die schillernden Sets hervorragend herausarbeitet und keinerlei Anzeichen von Verblassung oder Farbauslaufen erkennen lässt. Zwar ist ein wenig Restrauschen erkennbar, die gute bis sehr gute Schärfe entschuldigt das aber sogleich. Natürlich ist der Detailgrad nur so hoch, wie es der damalige Stand der Technik zulässt, aber weder werden Unschärfen deutlich noch glaubt man eine zu starke Nachregelung zu erkennen. Nur seltenst wird das Bild ganzheitlich etwas weicher, was zum Teil noch erklärbar bleibt, beispielsweise wenn Ocho in einer Rückblende gezeigt wird. Rundum gelungen also.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheJapanisch
UntertitelEnglisch
 Wie es in der "Pinky Violence Collection" üblich ist, werden die Filme nur im Originalton mit englischen Untertiteln veröffentlicht. Die Untertitel sind ohnehin kurios genug und man kann sich stellenweise kaum vorstellen, dass der Originalton den Darstellern solche freizügigen Sätze in den Mund legen würde, da ist eine Synchronisation voller künstlerischer Freiheiten kaum noch nötig. Unter dem Monoton liegt ein leichtes Rauschen und in hohen Frequenzen sind Verzerrungen zu hören, bei den Dialogen u.a. als Zischeln, aber trotzdem würde ich das hier als angenehm bezeichnen. Durch den klaren Charakter kommt der Score letztlich gut zur Geltung, muss nur bei lauten Tönen mit bereits abgeschwächter Übersteuerung auskommen. Die Makel nimmt man also schon des Alters wegen in Kauf.
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Extras
Extras
  • Aufkleber
  • Audiokommentar
  • Original Theatrical Trailer (3:25 Min.)
  • Poster & Still Galleries:
    • Promotional Art (4 Bilder)
    • Production Stills (10 Bilder)
  • Director & Star Bios:
    • Teruo Ishii (16 Seiten)
    • Reiko Ike (5 Seiten)
  • Production Notes (4 Seiten)
  • Toei's Bad Girl Cinema (6 Seiten)
VerpackungKeepCase in halbtransparentem Schuber
 Hier hat man wieder viel daran gelegt, die DVD einmalig zu gestalten. Neben dem transparenten Schuber mit Titelmotiv und einem beiliegenden Sticker ist besonders der fundierte Audiokommentar des Japanfilm-Enthusiasten Chris D., der uns mit einer Menge Hintergrundinformationen über das Genre an sich und natürlich speziell "Female Yakuza Tale" versorgt. Er steuert auch den größten Teil der weiteren Extras bei, darunter ausführliche Bio- und Filmografien zum Regisseur und der Hauptdarstellerin, ein paar Bemerkungen zur Produktion und das Essay über das hier vertretene Genre, wobei man Letzteres schon von der "Sex & Fury"-DVD her kennt. Dazu gibt es noch zwei kurze Galerien mit originalem Bildmaterial, den Trailer in Hauptfilmqualität und ein sehr schön designtes Hauptmenu.
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Fazit
Die Fortsetzung zu Interner Link"Sex & Fury" brilliert vorerst mit dem selben Gespür zu zeigefreudige Sets wie auch weiblichen Darstellern, ein wenig Enttäuschung gegenüber dem stilistisch einwandfreien Acion- und Sexploitation-Feuerwerk macht sich hier aber doch breit. Auch wenn hohe Produktionsstandards für dieses eher kleine Genre ein gewisses Mindestmaß an Qualität halten können, setzt Regisseur Teruo Ishii hier deutlich verstärkt auf die nackten Tatsachen, tangiert dabei aber eher den Sleaze-Sektor, auch wenn garstige Verhaltensweisen gegenüber den stets sehr zeigefreudigen Darstellerinnen hin und wieder die Handlung aufmischen. Aber gerade von den spektakulären Kämpfen, die sowohl blutige als auch ästhetische Maßstäbe setzten, bekommt man hier viel zu wenig, abgesehen vom Endscharmützel, der das Blut nochmal richtig spritzen lässt, aber auch keine wirkliche Ordnung in die Kampfabfolgen bringen kann und daher etwas ungelenk aussieht. Dafür eine sehr halbgare Story um einen Drogenschmugglerring, der seine Botinnen die Ware an der privatesten Körperöffnung versteckt, sich mit ihnen vergnügt und sie missbraucht und natürlich der übliche Machtkampf um eine Organisation. "Female Yakuza Tale" schrammt dabei nicht selten an der Grenze zum Trash vorbei, weil, wenn auch wenige, Comedy-Szenen ihre gewöhnungsbedürftigen Spuren hinterlassen. Fürs Auge wird also wieder was geboten, in vielerlei Hinsicht, das Drehbuch verschenkt beim Getümmel aber so einiges und wäre ohne die optische Umsetzung wohl kaum erwähnenswert. Dass Christina Lindberg nicht dabei ist, kann man schade finden, ihr zum Ersatz wird jedoch eine asiatische Kämpferin gestellt, wobei hier ebenfalls zu wenig aus ihrer Rolle gemacht wurde. Zum unterhaltsamen Teil trägt neben dem fast ständig nackt anzutreffenden Cast der an westlichen Werken orientierte Score bei. Wenn man also "Sex & Fury" kurz vergessen kann, wird man sich auch hieran erfreuen.
Bei der US-DVD stimmt eigentlich alles, hier scheinen Fans am Werk gewesen zu sein, was für einen Film, der (leider) nicht grad die großen Verkaufszahlen von Blockbustern erbringen wird, lobenswert ist.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Sex & Fury (The Pinky Violence Collection)
IMDb.com OFDb.de



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