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TH 2003
Originaltitel:Angulimala
Länge:101:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sutape Tunnirut
Buch:Sutape Tunnirut
Darsteller:Jayanama Nopachai, Stella Malucchi, John Rattanaveroj, Kamron Gunatilaka, Alisa Kajornchaiyakul, Caterina Grosse
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Nachdem Ahimsaka (Noppachai Chaiyanam) unter schlechten Vorzeichen geboren wurde, wächst er im Kloster des Gurus Brahim Sati (Kamron Gunatilaka) auf. Sati sagt Ahimsaka voraus, dass er als mordende Bestie durchs Land ziehen wird. Die Prophezeiung scheint sich zu erfüllen, als der Gott des Berges Ahimsaka, befiehlt, auf dem Weg zur endgültigen Weisheit alle Ungläubigen zu töten. Ahimsaka tötet fortan alle Menschen, die ihm begegnen. Den Opfern schneidet er einen Finger ab. Wenn er den 1000. getötet hat, so glaubt er, sei er am Ziel ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier wäre mehr drin gewesen! Den Grund erkennt man ansatzweise anhand immer wieder auftretender, schwarzer Kratzer bereits ab der ersten Filmminute. "Angulimala" sieht dadurch nicht alt aus, zu den hohen Standards dieses Jahrtausends mag das aber nicht ganz passen. Das etwas deutlichere Problem liegt im rauschenden Ausgangsmaterial. Sieht man in Szenenübergängen genau hin, erkennt man die vormals starke Partikelbewegung auf dem Bild, die nun einem immer noch groben, dafür aber sehr zäh stehenbleibenden Muster weicht. Bestes Beispiel ist die blaugefilterte Szene in der Höhle, in der der Protagonist erstmalig zum Ort der Prophezeiung aufsteigt. Daher kann man auch nur selten von einer guten Detailschärfe sprechen und besonders in dunklen Szenen nimmt das Rauschen wieder zu, was zu einem milchigen Effekt führt. Die DVD von "Angulimala" sieht zwar nach wie vor frisch aus, ist dabei aber durch Nachbearbeitung verunglimpft worden. Auch das von erdigen, kühlen Tönen geprägte Farbschema ist anfangs gewöhnungsbedürftig und mag manchmal nicht ganz zum fast schon fantasyartigen Geschehen passen. Es kann aber durchaus als Stilmittel gewählt sein, weil sich die etwas tristen Farben durch den gesamten Film ziehen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Thai), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Thai
UntertitelDeutsch
 Im Sound überbietet die DVD das Bild ganz klar. Der Klang kann man durchaus als wuchtig und präzise bezeichnen. Gerade wegen des thailändischen O-Tons merkt man aber schnell, dass es noch klarer geht, was dem Bass noch mehr Druck verleihen könnte. Die DTS-Spur ist Dolby Digital sehr ähnlich und besonders die Filmmusik darf als herausragend dynamische, Raumklang erzeugende Komponente angesehen werden. Hier bekommt man stets einen prächtigen Klang geboten. 5 Punkte möchte ich aber trotzdem noch nicht vergeben, da der Effektbereich schwach ausfällt und eine bessere Abmischung verdient hätte.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./thai (2:45 Min.)
 Den Trailer auf dieser DVD gibt's im Original als auch in der deutschen Übersetzung. Sonst ist nur noch das gut designte Menu erwähnenswert.
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Fazit
"Angulimala" spielt in einer Welt und zu einer Zeit, in der das spirituelle Bewusstsein das Leben der Menschen stark bestimmte. So ist die aufwendige, thailändische Produktion auch eher ein religiöses oder auch philosophisches Drama um den bereits unter schlechten Vorzeichen geborenen Ahimsaka als ein furioses Blutbad voller Action und reißerischer Kämpfe, was meines Erachtens der Trailer etwas mehr herausbrachte. Der monumentale, eingängige Score und die landschaftlichen Aufnahmen sind oft von atemberaubender Schönheit, so dass es uns nicht sehr schwer fällt, uns in die einsame Welt des jungen Akishama einzuleben, der das Leben der verstoßenen Frau seines Meisters rettet und dafür gemeinsam mit ihr in die Verbannung gerät. Dort hat er eine Vision, die ihm mitteilt, dass er als Meister der Waffen geboren wurde und nun 1000 Kriminelle von ihren Leid erlösen soll, um auf den Pfad der rechten Tugend zu gelangen. Ebenso wie sich das anhört, stellt sich der Film dar: Zwar stellenweise langsam inszeniert, aber immer mit Nachdruck und nie verlegen, uns den starken Götterglauben dieser Gesellschaft vorzustellen und das mit gut passenden, aber nicht zu stark genutzten CGIs zu untermauern. Selten sehen wir, wie Akishama sich in Kämpfe stürzt, umso mehr aber die Folgen seines Metzelns, um seine Veränderung vom Menschen zum prophezeiten Bringer des Unheils zu dokumentieren. Während er zu Beginn seine Opfer noch unter den Fehlgeleiteten sucht, greift er bald zivile Bevölkerung und Anhänger fremder Götter an, um sein Ziel zu erreichen. So wird der bald als Angulimal Bekannte und Gefürchtete, dem eingetrichtert wird, dass ein Mensch zu sein gleichfalls immer bedeutet, zu leiden, gar nicht erst zum Helden stilisiert, sondern zur tragischen, vielschichtigen Schlüsselfigur für die Symboliken des Hinduismus, der Wiedergeburt, dem Klassensystem, der Vorbestimmung und dem Streben nach Erleuchtung. Dass es so abläuft und dass "Angulimala" letztlich ein schlüssiges, bewegendes Ende besitzt, statt einen Helden zu erschaffen, der wie wild durch die Lüfte fegt, seinem Gegner kunstvoll die Rübe runterhaut und am Ende die Braut seiner Träume abschleppt, mag manchem nicht gefallen, aber so besitzt der Film eine von der eigenen Kultur stark geprägte Note, die man selten im Sektor der asiatischen Action-Fantasy finden wird.



Bilder der DVD




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