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DK 2004
Originaltitel:Brødre
Länge:112:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Susanne Bier
Buch:Susanne Bier, Anders Thomas Jensen
Kamera:Morten Søborg
Musik:Johan Söderqvist
SFX:Reyes Abades
Darsteller:Connie Nielsen, Ulrich Thomsen, Nikolaj Lie Kaas, Sarah Juel Werner, Rebecca Løgstrup, Bent Mejding, Solbjørg Højfeldt, Niels Olsen, Paw Henriksen, Lars Hjortshøj, Lars Ranthe, Lene Maria Christensen, Tom Mannion
Vertrieb:Alive
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Michael (Ulrich Thomsen) ist einer dieser Männer, die das Glück gepachtet zu haben scheinen - eine glänzende Karriere in der Armee, eine Bilderbuchehe mit seiner schönen Frau Sarah (Connie Nielsen), zwei aufgeweckte Kinder. Sein jüngerer Bruder Jannik (Nikolaj Lie Kaas) ist das schwarze Schaf der Familie, ein eher erfolgloser Typ, der wegen eines Banküberfalls im Gefängnis saß und nach der Entlassung seinen Platz im Leben sucht. Als Michael bei einem Afghanistan-Einsatz vermisst und für tot erklärt wird, hilft Jannik der trauernden Sarah über die schlimme Zeit hinweg und übernimmt erstmals so etwas wie Verantwortung, für sich und für die Familie. Langsam spüren sie, dass es mehr sein könnte als simple Sympathie, die sie verbindet. Und dann kommt der von afghanischen Aufständischen in Gefangenschaft gehaltene und von einer Eingreiftruppe befreite Michael zurück, ein fremder und traumatisierter Mann ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier erinnert alles etwas an die Dogma-Filme. Das beginnt bei der Ausleuchtung, die sich sehr an realen Lichtverhältnisse orientiert. Deswegen ist auch das Gefängnis, in dem Michael untergebracht ist, bewusst dunkel, das einstrahlende Licht sehr grell und ein Zimmer bei Nacht richtig düster. Das sind natürlich nicht die besten Voraussetzungen für die DVD, letztlich kann man hier aber doch sehr zufrieden sein. Zwar ist der Kontrast, wie angesprochen, etwas hart, die Schärfeeinstellung gelingt aber gut bis sehr gut. Bewegungen verwischen ein wenig, der Detailgrad ist aber trotz leichtem Rauschen gut ausgefallen. Die an den Außenrändern dunkler werdenden Stellen sind ein Stilmittel, die vielleicht so versucht, das menschliche Auge nachzuempfinden, das mit größer werdender Ablenkung vom fokussierten Punkt auch unschärfer sieht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Dän)
SpracheDeutsch, Dänisch
UntertitelDeutsch
 Viel mehr als Stereo, also die originale Abmischung, ist der deutsche Ton auch nicht, selbst wenn es Dolby Digital 5.1 sein soll. Davon bemerkt man innerhalb der spartanisch abgemischten Dialoge kaum etwas, die wirklich nur den Center nutzen und dabei schwach und etwas entfernt ertönen. Wäre der Score in wenigen Szenen nicht etwas verteilt, könnte man fast von einem Monoton sprechen, denn viel wird hier nicht geboten, selbst für ein Drama, wie "Brothers" es ist, nicht. Zwar ist das Klangbild angenehm sauber, aber selbst deutsche Seifenopern wirken da lebendiger. Das Original kann wegen der frischeren, weitaus natürlicheren Dialoge da etwas mehr reißen und hat wahlweise deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer dt. (2:10 Min.)
  • Trailer dän. (2:04 Min.)
  • TV Spot 1 (0:20 Min.)
  • TV Spot 2 (0:29 Min.)
  • Hinter der Kamera (8:56 Min.)
  • Interview mit Susanne Bier (10:41 Min.)
 Die Aufnahmen hinter den Kulissen besitzen trotz fehlender Eindeutschung schon interessante Einblicke in die Filmentstehung, am meisten kommt aber beim Interview mit der Regisseurin rum, die in ihren Ausführungen etwas mehr in die Tiefe geht und erzählt, was aus ihrer Sicht hinter der Geschichte steckt.
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Fazit
Ohne lange Kampfhandlung zu zeigen, gelingt es dem vielfach ausgezeichneten "Brothers", die Auswirkungen des Krieges auf die involvierten Menschen zu zeigen. Natürlich sind gerade die sehr realistisch anmutenden Szenen im afghanische Rebellenlager diejenigen, die uns am meisten mitreißen werden, aber es gibt weder lautstarkes Geballer, noch Schlachtfelder oder gar Helden. Vielmehr liegt der Fokus auf Michaels zurückgelassener Familie, die in Zeiten der Trauer zu Michaels Bruder Jannik findet, eigentlich ein Verlierertyp, der nun das erste Mal in seinem Leben wieder zurück in die Spur findet und versucht, Normalität einkehren zu lassen. Mit durchweg hervorragenden Darstellern besetzt spielt sich hier eine Tragödie sondergleichen ab, denn Jannik war hinter seinem vorbildlichen Bruder stets nur der verstoßene Sohn, was ihn sein Vater bei jeder Gelegenheit bitter spüren lässt. Prekär wird die ohnehin angespannte Lage so richtig nach Michaels Rückkehr, denn seine Reintegration in seine Familie wird durch das, was er erleben musste, kaum mehr möglich sein. Seine Persönlichkeit hat sich zu stark gewandelt und die enorme Anspannung entlädt sich nun auch öfters gegenüber seiner Frau, der er Untreue vorwirft, und natürlich an seinem Bruder Jannik, der in diesen Situationen die bodenständigste Haltung vermittelt. Letztlich, so das Resultat des Protagonisten, gibt es kein Gut und kein Böse, nur die jeweilige Situation, die die Menschen verändern kann. Und diese Veränderungen machen sowohl das einfühlsame Skript als auch die sehr starken Darsteller zu einer glaubwürdigen Angelegenheit, die die zwei Stunden von der ersten bis zur letzten Minute spannend macht. Sowas erlebt man selten ...



Bilder der DVD




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