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JP 2003
Originaltitel:Chakushin ari
Alternativtitel:You've Got a Call
aka. One Missed Call
Länge:107:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Miike
Buch:Yasushi Akimoto, Minako Daira
Kamera:Hideo Yamamoto
Musik:Kôji Endô
Darsteller:Kou Shibasaki, Shin'ichi Tsutsumi, Kazue Fukiishi, Renji Ishibashi, Goro Kishitani, Anna Nagata, Atsushi Ida, Yutaka Matsushige, Mariko Tsutsui
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Yumi glaubt zuerst an einen Scherz, als sie einen Anruf aus der vermeintlichen Zukunft mit einer mysteriösen Botschaft erhält. Doch zwei Tage später vergeht ihr das Lachen, als sie - diesmal quasi live - denselben Anruf noch einmal bekommt und die Anruferin, ihre Freundin Rina, daraufhin stirbt. Bald segnet auch Yumis Freund Kenji nach solch einem Anruf in ihrem Beisein das Zeitliche. Trotz ausgeschalteter Handys und gekündigter Mobilfunkverträge zeigt auch das Handy von Yumis Mitbewohnerin wenig später eine Bildmitteilung an. Was tun?

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier fällt zu allererst der äußerst schwache Kontrast auf, welcher zwar recht dunkel gewählt wurde, damit man in den dunklen Sequenzen aber noch etwas erkennen kann, wurde fast gänzlich auf einen ordentlichen Schwarzwert verzichtet, stattdessen herrscht hier Grau auf Grau. Das Bild erscheint zudem durchweg blass und farblos und lediglich Rottöne werden gut wiedergegeben. Weiterhin tragen die starken stehenden Rauschmuster nicht unbedingt zur allgemeinen Schärfe bei und setzen dem ohnehin etwas zu unscharf wirkenden Transfer nachträglich etwas zu. Da hilft schlussendlich nicht einmal die teilweise gute Kantenschärfe, welche aber auch hin und wieder Doppelkonturen zeigt und die Kompressionen machen mit Blockrauschen, sowie Blockbildung auf sich aufmerksam.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch wird uns schon deutlich mehr geboten. So überzeugt nicht nur der gut verständliche Frontbereich, sondern auch der ordentliche Tiefenbass, der in den passenden Sequenzen für reichlich Druck sorgt. Die Effektlautsprecher werden hierbei nicht nur für den Score, sondern auch für die Umgebungsgeräusche und nicht zuletzt für stimmige Surroundeffekte eingesetzt, welche gezielt die düstere Atmosphäre von "The Call" zu unterstreichen wissen. Dabei stört es kaum, dass es immer wieder Stellen gibt, bei denen der Effektbereich gänzlich vernachlässigt wird. Ruhige, dialoglastige Momente, welche zudem ohne Musik auskommen, spielen sich fast ausschließlich im Frontbereich ab, werden aber immer wieder gerne durch plötzliche Effekteinlagen aufgelockert und dürften den einen oder anderen Betrachter aufschrecken lassen. Der DTS 5.1 Track unterscheidet sich allerdings nicht von der 5.1-Variante und der japanische Originaltrack klingt insgesamt etwas dumpfer, was vor allem in den Dialogen auffällt.
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Extras
Extras
Film-DVD
  • Deutscher Trailer (1:13 Min.)
  • Bei den Dreharbeiten (8:15 Min.)
  • Bio- und Filmografie Takashi Miike
  • Weitere DVDs:
    • New Police Story (1:59 MIn.)
    • Dumplings (2:05 Min.)
    • A Tale of Two Sisters (1:59 Min.)
Bonus-DVD
  • Interviews:
    • Kou Shibasaki (6:10 Min.)
    • Shin'ichi Tsutsumi (3:23 Min.)
    • Kazue Fukiishi (1:50 Min.)
    • Takashi Miike (2:25 Min.)
  • Making of (54:46 Min.)
  • Premiere (5:53 Min.)
  • Originaltrailer (1:12 Min.)
  • TV-Spots (2:08 Mn.)
  • Teaser 1 (0:16 Min.)
  • Teaser 2 (0:32 Min.)
  • "Das Video" (2:39 Min.)
  • Bildergalerie (1:42 Min.)
  • Hidden Feature (19:57 Min.)
 Auf der ersten Disc finden wir neben einer obligatorischen "Trailershow", sowie den "deutschen Trailer" zum Film noch eine Bio- und Filmografie von Takashi Miike und ein 8minütiges "Featurette", bei dem wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen und die Dreharbeiten bekommen. Auf der beiliegenden Bonus-DVD finden sich dann vier kurze Interviews mit Cast & Crew, welche allesamt etwas verkrampft wirken und auf die Fragen über den Film nur sehr zögerlich antworten und nicht wirklich viele nützliche Informationen von sich geben. Da ist das knapp 55minütige Making of wirklich um einiges besser und man gewährt uns einen schönen Einblick in die Produktion von "The Call". Allerdings ist dies nur eine knapp 50 Minuten längere Variante vom "Featurette" der ersten Disc, was zur Folge hat, dass einige Dinge sich wiederholen. Sehenswert ist es aber dennoch. Nachfolgend dürfen wir uns sechs Minuten lang die Premierenfeier des Filmes in Tokio anschauen, bevor wir uns zwei Teaser-Trailer, diversen TV-Spots und dem Originaltrailer widmen können. Am Schluss dürfen wir uns noch eine Bildergalerie anschauen, sowie "Das Video", welches eine Schlüsselszene aus der Sicht der im Film versteckten Handkamera enthält. Leider etwas enttäuschend das Ganze und lediglich das "Making of" bot wirklich Informationen. Positiv sollte aber erwähnt werden, dass alles Extras Deutsch untertitelt vorliegen und das man sich auch hier wieder die Mühe machen sollte nach "Ostereiern" zu suchen, es wird sich lohnen.
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Fazit
Grundsätzlich möchte ich es ja vermeiden zu schreiben, dass "The Call" eine eher untypische und die wohl kommerziellste Arbeit Miikes geworden ist, da dies bestimmt schon hundert andere Rezensenten vor mir geschrieben haben. Doch es trifft den Nagel auf den Kopf, denn trotz all der schönen Atmosphäre, der düsteren Ausleuchtung, der guten Kameratechnik und den standardisierten Schockeffekten ist Miikes Handschrift in keiner Szene deutlich zu erkennen und wenn man es nicht wüsste, würde man "The Call" mit aller Wahrscheinlichkeit jedem zuordnen, nur nicht Miike. Dies ist natürlich nicht grundsätzlich schlecht, aber gerade bei einem weiteren Interner Link"Ringu"-, Interner Link"The Grudge"- und Interner Link"The Eye"-Ableger, hätte Takashi Miike einiges aus der Geschichte herausholen können, um uns zumindest visuell etwas anderes zu spendieren, als das x-te Auftreten des "Sadako"-Mädchens in einem Nippon-Horrorfilm.
Zwar schafft es Miike uns über die hundert Minuten hinweg solide zu unterhalten, hin und wieder ein paar nette Schocks einzustreuen und diese zumindest deutlich härter zu inszenieren, als in den anderen Genre-Vertretern, jedoch möchte die Geschichte mit dem Handy, welche durchaus als Seitenhieb auf die heutige Handy-verrückte Generation gedeutet werden kann, nicht so richtig funktionieren und so schleichen sich hin und wieder ein paar Ungereimtheiten ein, welche doch etwas störend sind. So z.B. dürfte man sich fragen, warum nach einer TV-Sendung, bei der der Geist für die Kamera sichtbar wird und sich sein nächstes Opfer auf einer recht brutalen Weise holt, das normale Leben einfach weiter geht, als wäre dieser Abend gar nicht geschehen und Miike bricht diesen Handlungsstrang genauso plötzlich wieder ab, wie er angefangen ist und lässt ihn nur als nettes Füllwerk verkommen. Zudem zieht sich der Schluss und der darauf folgende Plottwist etwas in die Länge und uns hätte einmal das alternative Ende interessiert, welches auf der DVD leider nicht enthalten ist.
Letzlich bleibt ein solider Genre-Beitrag, welcher keine neuen Maßstäbe setzen kann und für einen Miike recht zahm und zurückhaltend ausgefallen ist. Die DVD erscheint in einem schönen Schuber und überzeugt mit einem guten deutschen Dolby Digital Mix. Leider kann hierbei weder die Bildqualität noch das Bonusmaterial wirklich überzeugen und kann von daher wohl nur Takashi Miike-Fans ans Herz gelegt werden, welche ihre Erwartungen bei "The Call" aber etwas herunter schrauben sollten.



Bilder der DVD




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Call 2, The (2-DVD Special Edition)
Call 3 - Final, The
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