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RO, UK 2004
Originaltitel:Blessed
Länge:90:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Simon Fellows
Buch:Robert Mearns, Jayson Rothwell
Kamera:Gabriel Kosuth
Musik:Stephen Jones
SFX:Ionel Popa
Darsteller:Heather Graham, James Purefoy, Fionnula Flanagan, Alan Mckenna, Michael J. Reynolds, Debora Weston, Stella Stevens, William Hootkins, Andy Serkis, David Hemmings, Michele Gentille, Star Lynden-Bell, Tess Lynden-Bell
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Seit einem Unfall kann die junge Samantha Howard nicht mehr schwanger werden. Doch als ihr Ehemann Chris während eines Urlaubsaufenthaltes in New Jersey von dem reichen Earl Sidney einen ungewöhnlich hohen Vorschuss auf sein neues Buch bekommt, können sie sich die künstliche Befruchtung durch den prominenten Dr. Leeds leisten. Samantha erwartet ein Zwillingspaar, aber die Freude währt nicht lange. Nur kurze Zeit später erfährt sie vom ominösen Verschwinden einer anderen von Dr. Leeds behandelten Schwangeren, Chris’ Agentin wird nach einem Treffen mit Sidney ermordet aufgefunden - und ein vermeintlich paranoider katholischer Priester, Father Carlo, behauptet, dass sie mit der DNS des Satans befruchtet worden sei und die Ungeborenen getötet werden müssen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Grundlegend ein gutes Bild mit einer guten Detailzeichnung, die durch leichtes Grundrauschen und ein paar schummrige Szenen aber wieder abnimmt. Die Schärfe kann sich dabei seltsamerweise selten mit Toptiteln messen, etwas mehr hätte ich mir hier erwartet, weswegen wirklich nicht mehr als 4 Punkte möglich sind. Vor zu deutlichen Unschärfen, Verschmutzungen, einer schlechten Kompression oder einer generell unreinen Vorlage muss man aber keine Angst haben, insofern ist bei der DVD von "Blessed" alles im grünen Bereich. Der Kontrast neigt zu dezenter Aufweichung des Bildes, passt aber irgendwie zum Film. Auch die Farben werden manchmal etwas zurückgehalten und sind insgesamt kühl.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Zwei Dinge: Die Tonmodi sind jeweils viel zu leise, als ob die Darsteller flüstern würden und der Score ist dabei ebenfalls sehr vorsichtig, um nicht zu sagen zurückhaltend. So ergeben sich kaum Chancen, den Klang wirklich raumfüllend zu gestalten, denn sogar die aufschreckenden Momente sind nicht kräftig genug, um die hinteren Lautsprecher ausreichend anzusteuern. Dabei überweist sich der Klang vorerst als überaus klar und insgesamt wohltuend, da man die Anlage aber stärker als sonst aufdreht, hört man dann auch das Hintergrundrauschen leise mit. Wie bereits erwähnt, tut sich an Effekten kaum was. Das andere Übel ist die Nutzereinschränkung bei der Tonwahl innerhalb des laufenden Films - kann man das denn nicht angenehmer gestalten? Die Surround-Spuren sind eigentlich überflüssig und eigentlich sind alle vier Spuren sehr ähnlich. Die deutsche Synchro wurde gut angefertigt und es gibt natürlich auch Untertitel.
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Extras
Extras
  • Filmografien:
    • Heather Graham
    • David Hemmings
    • Fionnula Flanagan
    • Andy Serkis
    • James Purefoy
  • Slideshow (2:34 Min.)
  • Original Trailer (2:21 Min.)
  • Interviews:
    • James Purefoy (1:42 Min.)
    • Heather Graham (1:35 Min.)
    • Andy Serkis (2:23 Min.)
    • William Hootkins (0:46 Min.)
    • Debora Weston (0:53 Min.)
    • Simon Fellows (2:08 Min.)
  • Behind The Scenes (2:23 Min.)
  • Stunts (4:26 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Mortuary (2:34 Min.)
    • Premonition (1:31 Min.)
    • The Process (1:56 Min.)
 Der Bonusteil ist nicht ganz so umfangreich, wie es scheinen mag, da bis auf die Biografien nichts eingedeutscht wurde und die meisten Specials sehr kurz wegkommen. So beispielsweise die Interviews mit einer Höchstspieldauer von grad mal 2 Minuten. Diese finden später im ebenso kurzen Behind The Scenes-Material auszugsweise noch einmal Verwendung, was die Extras dann auf ein paar Aufnahmen von der Stunt-Arbeit mit einer nicht im Film befindlichen Szene und einigen Textinformationen zu den Darstellern reduziert, in die man aber nicht selbst per Fernbedienung eingreifen kann. Außerdem ist natürlich der Trailer mit an Bord und wir können uns eine Slideshow mit Fotomaterial anschauen.
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Fazit
Um es kurz zu machen: Unsere Protagonistin, die zartbesaitete Grundschullehrerin Samantha (Heather Graham, niedlich wie immer), arbeitet an der "St. Rosemary's Catholic School" - na, dämmert's? Um die Idee nicht als gestohlen dastehen zu lassen, wird das junge Pärchen in eine wilde Satanssekte eingesponnen, die das ahnungs- und kinderlose, junge Glück in eine Klinik für Schwangerschaftshilfe locken, um sie dort mit der Saat des Bösen zu infizieren; natürlich mit gentechnischer Hilfe und dem Klonvorgang, worauf glücklicherweise nicht großartig eingegangen wird. So richtig kommt das Skript dabei aber nicht in die Puschen - ein paar unheilvolle Stimmen der dunklen Macht, ein Kapuzenträger, die Nachbarn, die des Nachts überstürzt abreisen und ihr Leben im Waldgebiet aushauchen und natürlich die reichlich seltsamen Bewohner der kleinen Gemeinde, die ihre besten Jahre allesamt überschritten haben und sich freuen, "frisches Blut" (Filmzitat) in ihren Reihen begrüßen zu dürfen - mehr als zum seichten Thriller reicht das aber alles nicht. Die Geschichte dürfte für jeden, der nicht zum ersten Mal einen Film über dunkle Verschwörungstheorien oder gar Polanskis unnachahmliches Original gesehen hat, ziemlich vorhersehbar sein, zumal auch Unvorbelastete beim Anblick der höchst unheilvollen Chefärztin oder spätestens mit Erscheinen des einflussreichen und schwerreichen Verlegers Earl Sidney, der Samanthas Mann ein unschlagbares Angebot für dessen nächste Bücher macht, wissen werden, was Sache ist. Mit "Blessed" bekommt man übrigens die letzte Gelegenheit, David Hemmings in einem Film zu sehen, der kurz darauf an Herzversagen starb. Sein ruhiger Charakter, sein persönliches Interesse an religiöse Reliquien aller Art und natürlich die struppig aufgebürsteten Augenbrauen wollen uns jeden Moment vermitteln, dass der Teufel zurück auf die Erde kam, um seine Wiedergeburt zu feiern und endgültig die Apokalypse einzuleiten. Schlimm nur, dass die atmosphärische Komponente - im Grunde das, worauf man die ganze Zeit wartet - beschämend niedrig ausfällt, denn viel zu lange werden wir hingehalten mit dem idyllischen Neubeginn und der herzallerliebsten Beziehungskiste zwischen der schwangeren Samantha und ihres nun auch erfolgreichen Ehemanns, bis unverhofft kurz vor Schluss der Nebenstrang des unbekannten Kapuzenträgers wieder aufgenommen wird und endlich ein wenig Bewegung in die Sache kommt, weil schließlich die gute Seite nicht tatenlos ihr Zepter abgeben wird. Das ist aber bereits so schnell wieder vorbei, dass man kaum die Möglichkeit hat, sich einzufühlen und der kurze Höhepunkt zum Schluss, bei dem nun endlich die erhoffte Auflösung mit einem schönen Effekt garniert wird, soll uns wohl vergessen lassen, dass wir hier nur einer schwachen Kopie gegenüberstehen, die grad die Leistung der Darsteller hervorhebt, dem Genre-Fan aber zu wenig Nervenkitzel bietet.



Bilder der DVD




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