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USA 2004
Originaltitel:Lost
Länge:81:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Darren Lemke
Buch:Darren Lemke
Kamera:Paul Emami
Musik:Russ Landau, Boris Elkis
SFX:Digital Dimension
Darsteller:Dean Cain, Ashley Scott, Danny Trejo, Irina Björklund, Justin Henry, Griffin Armstorff, Steven Lee Allen
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Jeremy Stanton (Dean Cain) hat sich in der Einöde Nevadas hoffnungslos verfahren. Flirrende Hitze, Straßen ins Nichts und ein orientierungsloser Autobahnnotdienst entpuppen sich dabei als sein geringstes Problem. Ein mysteriöser Bankräuber (Danny Trejo) ist dem smarten Geschäftsmann dicht auf den Fersen - und er scheint alle Fäden in der Hand zu halten. Lediglich über Handy und Radio mit der Außenwelt verbunden, verstrickt sich Jeremy immer tiefer in ein brillant gesponnenes Netz aus Flashbacks und Fehlentscheidungen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die DVD bewegt sich mit dem anamorphen Bild im guten bis sehr guten Bereich. Wenn bewusst verwackelte Kameraaufnahmen die jeweilige Szene etwas spannender gestalten, bleibt das Bild trotzdem genauso gut und detailliert wie zuvor. Einige Aufnahmen sind dabei wirklich hervorragend strukturiert bis in die letzte Pore, andere wiederum verlieren im Detailbereich etwas von dieser angenehmen Natürlichkeit. Für eine kleinere Produktion ist das Bild aber trotz geringem Rauschen und ein paar punktuellen Verschmutzungen sehr angenehm. Der Kontrast kann sich sowohl in den sonnigen, sepiafarbenen Tagszenen als auch im düsteren Abschluss voll entfalten und die Kompression arbeitet weitgehend hintergründig. Fast 5 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS ES 6.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der gute Eindruck setzt sich auch beim Ton fort, der sich lebendig gestaltet und trotz weniger echter Effekte ausgefüllt scheint, später aber immer wieder mal etwas frontlastig agiert. Gewöhnungsbedürftig könnte die Synchronstimme von Dean Cain sein, die man sonst eher in B- oder C-Movies zu hören bekommt und die im Vergleich zum Originalton manchmal gar nicht recht zur Person zu passen scheint. Besonders sie und natürlich Fahrgeräusche machen den Klang aus, der weitestgehend klar ist und auch ein wenig Bassgrummeln beinhaltet, das aber nie zu weit ausschlägt. Die Akustik scheint dem Innenleben eines Fahrzeugs zu entstammen, was aber nicht heißt, dass es dumpf klingen würde. Trotzdem scheint mir ohne das Röhren des Motors kaum wirklicher Surround-Ton erzeugt zu werden. Auch die DTS-Spur, sogar mit zusätzlichem, hinteren Center-Kanal hebt sich nicht sonderlich ab, außer dass sie, wie fast immer, etwas dicker klingt. Natürlich gibt es auch deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Trailer (2:19 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Crash Landing (1:46 Min.)
    • Blessed (2:21 Min.)
    • Deal (2:09 Min.)
    • Parasite (1:11 Min.)
    • Mortuary (2:34 Min.)
    • Premonition (1:31 Min.)
    • Freeze Frame (2:17 Min.)
 Nur der Originaltrailer und eine Vorschau auf 7 weitere Filme.
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Fazit
Dürfte sicherlich jedem schon mal passiert sein: Man fährt in eine fremde Gegend, biegt einmal falsch ab und fährt plötzlich durch Ortschaften, die weder der Routenplaner ausgespuckt hat noch die (unbrauchbare) Karte enthält. Das Szenario von "Lost" klingt nach einem ganz normalen Thriller und der Trailer davon gibt auch nicht viel her, weil man glaubt, hier wäre das simple Verfolgungsspielchen herangezogen wurden, um es in einer TV-mäßigen Umsetzung aufzuarbeiten. Weit gefehlt! "Lost" besitzt sogar Züge von "Hitcher", denn nach etwa einer halben Stunde werden wir langsam mit Jeremy Stantons Hintergründen konfrontiert, warum er, seine Frau und ihr Sohn umgezogen sind und welchen Zweck seine Dienstreise im schicken Benz erfüllen soll. Seine Krawatte und ein telefonischer Routendienst, bei dem er ständig mit einer sympathischen Dame verbunden ist, helfen ihm in dieser Einöde nur sehr wenig und auch sein silbergrau glänzendes Gefährt wird bald gegen einen alten Ford Pickup getauscht, natürlich aus Gründen, die ich hier noch nicht so recht verraten darf. Bis auf eins: Natürlich wird er verfolgt, natürlich ist derjenige ein Psychopath, der die Spur seines Opfers 10 Meilen gegen den trockenen Wind wittert und natürlich ist in dieser Einöde kein Mensch weit und breit, der Jeremy in seiner misslichen Lage helfen könnte. Verwunderlich ist es da wenig, dass außer dem gut agierenden Dean Cain niemand eine größere Rolle spielt, denn selbst die Nebenrollen sind nur in kurzen, sich meist wiederholenden Rückblenden zu sehen. So fokussiert sich der Film auf die nervlich strapazierenden Geschehnisse auf der Landstraße, welche ebenso abrupt beginnen, wie sie später enden werden. Als netter Aufhänger werden Fahrschulzitate in den Film eingeblendet und auch Jeremys Entspannungskassetten sorgen unterschwellig für bittere Stimmung, denn besser als sie kann wohl niemand die aussichtslose Situation Jeremys beschreiben. So geht das Konzept, mit minimalen Mitteln einen Film spannend und interessant zu gestalten, mit "Lost" 100%ig auf, falls man ein paar kleinere Skriptfehler bzw. -brücken verzeihen kann und sich statt auf Action auf eine gelungene Einmannunterhaltung im wahrsten Sinne einstellt.



Bilder der DVD




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