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USA 1974
Originaltitel:Doll Squad, The
Alternativtitel:Seduce And Destroy
Länge:87:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ted V. Mikels
Buch:Ted V. Mikels, Pam Eddy, Jack Richesin
Kamera:Anthony Salinas
Musik:Nicholas Carras, Buddy Kaye
SFX:Van der Veer Photo Effects
Darsteller:Judith McConnell, Tura Satana, Carol Terry, Bret Zeller, Sherri Vernon, Leigh Christian, Jean London, Francine York, Michael Ansara, Anthony Eisley, John Carter, Rafael Campos, William Bagdad, Lillian Garrett, Lisa Todd, Gustaf Unger, Bertil Unger, Curt Matson, Herb Robins
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:04.04.2005 (Kauf)



Inhalt
Wenn höchste Regierungskreise keinen Ausweg mehr wissen, schickt die CIA die Sondertruppe "Doll Suqad". Ein mutiges, intelligentes und außerordentlich hübsches Frauenkommando, bestehend aus acht jungen Girls, die weder Tod noch Teufel fürchten. Doch dieser Fall ist gefährlicher als alle bisherigen, die die Chefin Sabrina und ihre Mädchen je gelöst haben, weil ihre Gegner heimtückischer und skrupelloser sind als je zuvor. Deren Ziel ist die totale Vernichtung der USA - dabei nehmen sie auf nichts und niemanden Rücksicht. "Alarmstufe 1" heißt es deshalb nicht nur für die Regierung, sondern auch für das mutige "Kommando der Frauen" ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Verdammt guter Job, den CMV mit dieser DVD abliefern, auch wenn ich einige schon mutmaßen höre: 'Es könnte noch besser sein!' Filme, die den 70ern und der Trash-Ecke entstammen, sehen normalerweise nicht so gut aus. Die Farben sind schon der erste Punkt für einen guten Eindruck, denn trotz etwas zu sehr angezogenem Kontrast sind die Farben richtig knallig, so dass die rote Bluse der Hauptdarstellerin fast zu funkeln scheint. Zwar ist die anamorphe Abtastung nicht ganz scharf im Detail, besonders in den Randbereichen, sieht aber trotzdem angenehm aus. Sieht man vom deutlich rauschenden Archivmaterial (sämtliche Flugszenen) und wenigen Szenen im Film selbst ab, ist auch der Verschmutzungsgrad gering. Zwar konnten nicht alle Szenen richtig bereinigt werden, das Ergebnis ist über weite Strecken aber als "restauriert" zu erkennen. Eine schnelle Verbesserung des Bildes auf einfachem Wege hätte noch eine bessere Digitalisierung erbracht, denn auf fast jeder Wand ist Blockrauschen zu erkennen. Grad noch 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton ist von den Stimmen her ganz gut zu verstehen, wie es aber meist der Fall ist, auch ein wenig dumpf, was sich besonders im Score äußert, den man hier zwar hört, aber erst im Englischen ordentlich genießen kann, weil dort die Klarheit besser ist, auch wenn die Stimmen manchmal etwas grob rüberkommen. Bis auf eine kurze Stelle bleibt die originale deutsche Synchro fehlerfrei und auch Rauschen hört man kaum, auch wenn hin und wieder mal ein undefinierbarer Geräuschpegel mit einsteigt, der schlagartig wieder abfällt. Die Qualität ist insgesamt trotzdem zu niedrig für die nächsthöhere Wertung, ganz davon abgesehen, dass man nicht mehr als einen Monoton und keine Untertitel geboten bekommt.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar von Ted V. Mikels
  • Kinotrailer (3:09 Min.)
  • Vollbildfassung dt./engl. (87:32 Min.)
  • Bildergalerie (2:30 Min.)
  • Erinnerungen an den Film von Tura Satana (7:38 Min.)
  • Weitere Trailer:
    • Die Blutorgie der Satanstöchter (2:23 Min.)
    • Die Leichenmühle (2:10 Min.)
    • Die Wurmfressser (1:42 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Wie immer ist die Gestaltung der Extras besonders eins: bunt. Beispielsweise der Trailer ist ein Freudenfest nostalgischer Gefühle. Wie sich anhand der alternativen Vollbildfassung in guter Qualität herausfinden lässt, ist die Widescreen-Fassung der nur eine gemattete Version. Leider sind alle gesprochenen Extras nicht deutsch untertitelt, so dass man zum einen mit dem schwachen Audiokommentar als auch mit den etwas besseren Erinnerungen von Darstellerin Tura Satana nur in Englisch auskommen muss. Dafür enthält die Bildergalerie interessantes Aushangmaterial, die Verpackung ist wieder ansprechend gestaltet und es gibt noch drei weitere Filmtrailer.
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Fazit
Mikels watet mit seinem "The Doll Squad" in Gefilden, die in den 70ern irgendwann jeder Thriller oder Krimi auch betrat, nur übergibt er die Kontrolle ähnlich "Drei Engel für Charlie", für den er laut Werbezeile wohl als Vorlage gilt, an das hübsche Geschlecht. Auch wenn die Darstellerinnen einem Russ Meyer-Film noch nicht ganz zur Ehre reichen, fürs Auge ist das definitiv was, denn der ganz in James Bond-Manier inszenierte Einsatz gegen den noblen Superschurken mit schwer bewachten Sitz in Südsee und sinistrem Massenvernichtungsplan (Beulenpest infizierte Ratten) bietet genug Möglichkeiten, um die typisch langmähnigen Bikini-Schönheiten - unterschiedlich stark gealterte Bond-Girls, könnte man meinen - ins rechte Licht zu rücken. Zwar werden die Verteidiger der Festung reihenweise gemetzelt, manchmal mit dramatischem 10-Sekunden-Abgang, manchmal sogar unter Einsatz von dick suppenden Blutbeuteln, und es kann auch keine Rede davon sein, dass das taffe Einsatzkommando zimperlich zu Werke gehen würde, ein wenig ungelenk ist die Action aber doch, besonders während der sichtlich einfachen Kämpfe Marke "Supergirl mit MP gegen anrückende Hundertschaften" oder dem guten alten Ellenbogen-und-Handkanten-Trick. Für die Effekte, z.B. Explosionen, nutzt Mikels die bewährte Technik von aufs Bildmaterial aufgespielten Minifilmchen und um die Geschichte interessant zu gestalten, gibt er seinen Puppen giftige Tränke und anderes tödliches Spielzeug mit auf den Weg. So ergeben sich wundervoll schlechte Szenen, die fast schon an Stop-Motion-Qualitäten heranreichen, beispielsweise wenn der besänftigte Statist mit Explosionswasser ruhig gestellt wird und nach kurzer Verpuffung nichts von ihm übrig bleibt. Der gute Wille ist in der ziemlich gradlinigen Geschichte und ihrer Low-Budget-Umsetzung durchweg erkennbar, so richtig will bei mir der Funke trotzdem überspringen. Für Agenten-Action und Trash ist das hier fast schon zu "massenkompatibel" bzw. nicht auffallend genug, auch wenn der Film gern mit mittlerweile antiquierten Hightech-Spielereien protzt, um zu zeigen, dass "Das Kommando der Frauen" auch ohne einen Mr. Q nicht in der Ausstattung zurückstecken muss und beispielsweise wieder Kinderschreck William Bagdad gecastet wurde, der so manche finstere Miene aufsetzen darf. Es fehlt ein wenig der Mut zur überzogenen Exploitation, mit der sich die Billigfilmer sonst abzusetzen versuchten. Daher würde ich auch mal davon ausgehen, dass die FSK hier ohne Probleme das 16er Siegel rausrücken würde.
Zumindest Cover und die schnieke Buchbox dürfte dann noch die letzteren Unsicherheiten beseitigen.



Bilder der DVD




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