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UK, IE 2004
Originaltitel:Freeze Frame
Alternativtitel:Straight to Video
Länge:95:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Simpson
Buch:John Simpson
Kamera:Mark Garret
Musik:Debbie Wiseman
SFX:Paul McGuinness
Darsteller:Lee Evans, Sean McGinley, Ian McNeice, Colin Salmon, Rachael Stirling, Rachel O'Riordan, Andrew Wilson, Andrea Grimason, Martin McSharry, Gabriella Henriette, Emily Anthony
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Weil er vor gut einem Jahrzehnt fälschlich in den Verdacht geraten war, eine ganze Familie ausgelöscht zu haben, zeichnet der Vollzeitparanoiker Sean Veil sein komplettes Dasein auf Video auf, um nie wieder in die Verlegenheit zu kommen, ohne Alibi dazustehen. Als eines Tages die Polizei an seine Kellerpforte klopft, fehlen ausgerechnet jene Tapes, die diesmal gefragt wären. Veil ergreift die Flucht und versucht auf eigene Faust, Licht ins Dunkel des Falls zu bringen. Dabei erhält er Hilfe von gänzlicher unerwarteter Seite.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Obgleich "Freeze Frame" durch visuelle Verfremdungen und ein ständiges Wechseln zwischen Videokamera und normalen Aufnahmen auffällt, ist das Ergebnis durchaus erfreulicher Natur. Hier wird ein perfektes Zusammenspiel von Farben und Kontrast erreicht und man erzeugt durch kalte und blasse Farben, sowie einem sehr harten und mit einem satten Schwarz ausgestatten Kontrast eine düstere und beklemmende Atmosphäre. Zwar passiert es sehr oft, dass Details im dunklen einfach verschluckt werden, dies ist aber ebenso gewollt wie das extreme Aufleuchten heller Flächen. Durch das Auftreten von Kameraaufnahmen erscheint der Transfer zwar nicht gänzlich rauschfrei und auch "normale" Szenen enthalten hin und wieder ein leichtes Bildrauschen im Hintergrund, jedoch fällt dies im Bildersturm kaum störend auf. Überraschend ist ebenfalls die wirklich gute Schärfe ausgefallen, welche durch saubere Konturen und einer überwiegend guten Detailschärfe aufwarten kann und den Transfer somit sehr detailliert und plastisch erscheinen lässt. Jedoch lässt sich dieser Standard nicht durchweg erreichen und somit wird das Bild hin und wieder etwas weicher und feinere Details werden in den Totalen verschluckt, was aber auch mit der jeweiligen Aufnahme zu tun hat. Dafür ist der Transfer frei von Verschmutzungen und auch die Kompressionen arbeiten sauber und unauffällig im Hintergrund.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1 Track punktet vor allem im Bereich Sprachverständlichkeit und Räumlichkeit. Zwar in vielen Belangen sehr dominant im Fontbereich, sind die Rears meist ständig im Einsatz und dürfen Geräusche, Effekte und Stimmen wiedergeben, welche die düstere Atmosphäre und den abgefahrenen Look des Filmes untermauern. Direktional wird uns zwar nicht sonderlich viel geboten, aber gänzlich verdursten tun wir auch nicht. Das Ganze bleibt dann zwar alles recht verhalten und Brachialität bleibt weiterhin ein Fremdwort, aber trotz eines verhältnismäßig zurückhaltenden Subwoofers und einer nicht sonderlich ausgeprägten Dynamik, welche insgesamt noch zu harmlos wirkt, wird uns ein stimmungsvoller Mix geboten, welcher uns nicht enttäuschend wird. Der deutsche DTS 5.1 Track klingt im Ganzen etwas satter und wartet mit einem kräftigeren Bass auf. Die englische Dolby Digital-Spur überzeugt stattdessen mit einer natürlicheren Sprachwiedergabe und klingt deutlich frischer als die deutsche Fassung, unterscheidet sich im Effektbereich aber kaum vom deutschen Pendant. Optionale Untertitel lassen sich hinzuschalten und diesmal dürfen wir auch während des Filmes die Tonspuren wechseln.
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Extras
Extras
  • Behind the Scenes (5:06 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:16 Min.)
  • Englischer Trailer (2:16 Min.)
  • Biografien:
    • Lee Evans
    • Sean McGinley
    • Rachael Stirling
    • John Simpson
  • Weitere Trailer:
    • Crash Landing (1:45 Min.)
    • Wake of Death (1:00 Min.)
    • Parasite (1:10 Min.)
    • Pursued (2:24 Min.)
    • Jennifer's Shadow (1:02 Min.)
    • Lost (2:19 Min.)
 Die Extras sind leider recht mager ausgefallen und neben den obligatorischen Trailern zum Film und weiteren Titeln aus dem Koch Media-Programm, gibt es noch ein paar Biografien, sowie ein kurzes Behind the Scenes-Featurette, welches mit knapp 5 Minuten reichlich kurz ausgefallen ist.
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Fazit
"Freeze Frame" stellt John Simpsons Regiedebüt dar und ist ein gewaltiger Mix aus Psychothriller und Gesellschaftsdrama, welches die weltweit wachsende Überwachungsmentalität der Staaten zu kritisieren versucht und weiterhin aufzeigt, dass es im Grunde egal ist, ob man unschuldig oder schuldig ist, selbst wenn man seine Unschuld durch Bilder oder Videoaufnahmen beweisen könnte. Wenn du Pech hast, verschwinden ganz einfach die Beweise oder sie werden als Fälschung entlarvt. John Simpsons spielt gekonnt mit der Paranoia des Menschen und kostet dies in jeder Filmminute voll aus. Lee Evans ("Das fünfte Element"), welcher sich für seine Rolle als paranoider Einzelgänger eine Glatze scheren ließ, überzeugt durch eine grandiose Darstellung und der kühle und durch und durch deprimierende Look machen "Freeze Frame" zu einem ganz besonderen Leckerbissen im Thriller-Genre. Auch wenn die Geschichte nicht neu und die Motive hinter den Protagonisten nicht immer ganz schlüssig erscheinen, kann das Ganze aufgrund visueller Raffinessen und einem sich ständig steigernden Spannungsbogen bis zum tollen Finale zu fesseln wissen und so wird "Freeze Frame" das Publikum so schnell nicht mehr loslassen. Trotz der Sicherheit, dass Sean Veil über zehn Jahre lang all seine Bewegungen auf Video aufgenommen hat und er immer und immer wieder seine Unschuld beteuert, kommt der Punkt, an dem selbst der Zuschauer, welcher glaubt, den vollen Durchblick zu haben, zu zweifeln beginnt und man ist sich gar nicht mehr so sicher, ob der durchgeknallte Freak nicht doch ein psychopathischer Mörder ist und seine Aufnahmen nur gutgemachte Fälschungen. Bis zum überraschenden, obgleich nicht ganz so logischen Finale, werden wir aber immer wieder aufs Neue überrascht und neben dem üblichen Aufbau Thriller typischer Elemente durch eine straighte Umsetzung auf Trapp gehalten. Da macht es dann auch nichts mehr aus, dass hin und wieder Logiklöcher und kleinere Filmfehler den Handlungsfluss abbremsen. John Simpsons erfindet das Thriller-Genre nicht neu, aber er lenkt ihn in eine andere Richtung und verpasst ihm eine Frischezellenkur, welche das Genre bereits seit Jahren nötig hatte.

Die DVD erscheint in einem edlen Steelbook und hinterlässt somit nicht nur filmisch einen guten Eindruck. Technisch gesehen befindet sich die DVD ebenfalls auf einem recht hohen Niveau, vor allem wenn man bedenkt, dass "Freeze Frame" ein einzig großes Stilmittel ist. Lediglich die Extras sind enttäuschend ausgefallen. Dies sollte aber der letzte Grund sein, sich "Freeze Frame" nicht in die Vitrine zu stellen.



Bilder der DVD




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