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NL 2004
Originaltitel:Dominee, De
Alternativtitel:Preacher, The
Länge:110:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Gerrard Verhage
Buch:Hans Galesloot, Bart Middelburg, Gerrard Verhage
Kamera:Theo Bierkens
Musik:Fons Merkies
SFX:Roland Goddijn, Harrie Wiessenhaan, Rick Wiessenhaan
Darsteller:Peter Paul Muller, Chantal Janzen, Frank Lammers, Mike Reus, Roeland Fernhout, Keith Davis, Marcel Musters, Christian Kmiotek, Christian Kmiotek, Tygo Gernandt, Rick Nicolet, Huub Stapel, Jeroen Spitzenberger, Frans de Wit, Kees Boot, Pleuni Touw, Leon Voorberg, Dragan Bakema
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Zusammen mit seinem Freund Arie beginnt Klaas Donkers seine Karriere als Haschisch-Dealer in Holland. In nur wenigen Jahren steigen beide in der Hierarchie der niederländischen Drogen-Mafia zu Schlüsselfiguren auf. Doch schon bald wird der Schwarzmarkt heiß umkämpft und immer öfter schlagen die Konflikte innerhalb der kriminellen Gruppen in gewalttätige Auseinandersetzungen um. Klaas muss erkennen, dass er nur noch wenigen Menschen in seiner Umgebung trauen kann. Denn sein Untergang scheint schon beschlossene Sache zu sein ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Von Beginn an scheinen dem Bild die Farben künstlich entzogen zu sein, als ob alles ein ewiger Rückblick auf eine sehr ferne Vergangenheit ist. Das Seltsame ist, dass selbst zu Beginn eher triste und leicht abgekühlte Farbtöne vorherrschen, obwohl dies dort noch nicht so recht zur Stimmung passen mag. Etwas saftigere Farben hätten es also gern sein dürfen. Das anamorphe Bild ist eigentlich ordentlich gelungen, scheint nur etwas zu hart unter den Weichzeichner geraten zu sein. Deswegen schwankt die Darstellung auch zwischen einem stellenweise guten und einem unscharfen Eindruck. Das Problem liegt klar in der Detailzeichnung, die eigentlich nie mit Produktionen gleichen Baujahrs mithalten kann. Deswegen eher 3 statt 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Holl), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Holländisch
UntertitelDeutsch
 Der Ton mag auf jede Weise nicht ganz das Surround-Erlebnis sein, dass man stellenweise erwartet, der warme, mit angenehmen Bass versetzte Klang entschädigt dafür aber und zumindest die Musik sorgt für etwas Lebendigkeit und Bewegung auf den hinteren Lautsprechern. Einige richtige Effekte bietet der Stoff auch, er ist aber nicht auf wirklich ausgefeilte Raumklangspirenzchen ausgerichtet. Hier steht mehr die klare Front und Fehlerfreiheit im Vordergrund. Der DTS-Modus ist keine spürbare Veränderung im Klang und auch der O-Ton bietet ähnlich gute Eigenschaften. Natürlich besitzt die DVD auch deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • Making Of (23:30 Min.)
  • Deleted Scenes (10:20 Min.)
  • Musikvideo "Cruel Man" (3:18 Min.)
  • Interviews:
    • Peter R. de Vries (8:42 Min.)
    • Bart Middelburg (9:49 Min.)
    • Regisseur Gerrard Verhage und Schauspieler (16:03 Min.)
  • Über Klaas Bruinsma (7 Seiten)
  • Hollands Drogenpolitik (9 Seiten)
  • Trailer (1:50 Min.)
 Für einen eher unbekannten Film bietet die DVD ansprechendes Bonusmaterial neben dem wie immer guten Menu und dem Pappschuber. Das Making Of ist ziemlich interessant mit Interviews, Schlüsselszenen und natürlich Behind-The-Scenes-Material gefüllt und gibt bereits ein paar Einblicke in den Mythos rund um die Person Klaas Bruinsma. Über ihn ist ebenfalls ein längerer Text im Bonusteil zu finden. Die Deleted Scenes müssen leider ohne Untertitel auskommen, aber zumindest die erste Szene dürfte jeder von euch dabei verstehen. Am gelungensten finde ich die die Interviews, die man teilweise schon kennt, die aber auch neues Material enthalten. Unter anderem wird der Journalist Bart Middelburg befragt, der einige Zeit mit Klaas Bruinsma in Kontakt war. Zuletzt wird noch ein Überblick über die Drogenproblematik in Holland anhand einiger Texttafeln und Zahlenbeispiele eingegangen und der Trailer zum Film gezeigt. Das Geräusch der Wasserpfeife im Hauptmenu ist übrigens etwas überzogen, da im Film selbst kaum Drogenkonsum dargestellt wird.
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Fazit
Der Regisseur bezeichnet "De Dominee" als sehr holländisch und hat auf gewisse Weise recht, denn es fällt dem Film nicht wirklich schwer, die durchweg kriminellen Charaktere als Menschen erscheinen zu lassen, die nicht mit der Pistole in der Hand geboren sind, sondern ins Milieu gerieten und von diesem geprägt wurden. Den Protagonisten Klaas Donkers, basierend auf dem Leben des holländischen Drogenmoguls Klaas Bruisma, gerät mit seinem Aufstieg im Drogenhandel und seinem Reichtum nach und nach von seinem Vorhaben ab, Probleme stets ohne Gewalt zu lösen und muss feststellen, dass der Verrat in den eigenen Reihen ihn beinahe sein Leben kostet. Durch die ersten Szenen (Ermordung von Klaas auf einem Parkplatz) wird die Stimmung des Films vorweggenommen, doch "Preacher" ist besonders wegen seiner Charakterisierung und den immer wieder erfolgreichen Action-Einschüben ein Genuss. Die charismatischen, lebensnahen Personen sind weder Godfather-Kopien, noch typische Killer-Schablonen und auch sonst wirkt die Geschichte nicht überheblich, sondern setzt sich mit den Personen, ihren Problemen innerhalb der Familie, ihren Existenzen und natürlich dem Drogenproblem in Holland auseinander. Daher entwickelt sich der Film im authentisch erscheinenden Amsterdam der 80er Jahre durchaus spannend und man nimmt die sehr gut inszenierten Situation jederzeit an, schließlich wird man selten so gut mit den Figuren bekannt gemacht, bevor der dramatische Umbruch alles einzureißen beginnt. Übrigens werden im Film keine Drogen konsumiert, sondern nur damit gehandelt - falls das jemanden gestört hätte. Kann man sich also gut anschauen und wird in vielen Einzelszenen, aber auch im Gesamten in Erinnerung bleiben.



Bilder der DVD




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