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USA 1957
Originaltitel:Incredible shrinking Man, The
Alternativtitel:Krimpende man, De
Länge:77:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jack Arnold
Buch:Richard Matheson, Richard Alan Simmons
Kamera:Ellis W. Carter
Musik:Foster Carling, Earl E. Lawrence
SFX:Charles Baker, Everett H. Broussard, Roswell A. Hoffmann, Fred Knoth
Darsteller:Grant Williams, Randy Stuart, April Kent, Paul Langton, Raymond Bailey, William Schallert, Frank J. Scannell, Helene Marshall, Diana Darrin, Billy Curtis, Luce Potter, John Hiestand, Joe La Barba, Orangey, Regis Parton
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5



Inhalt
Während eines Booturlaubes gerät Scott Carey in radioaktiven Nebel. Plötzlich beginnt er zu schrumpfen: seine Kleider werden ihm zu groß und eine Puppenstube wird sein neuer Wohnsitz. Auf die Größe eines Streichholzes zusammengeschrumpft flieht er vor der Hauskatze in den Keller. Während die Welt denkt, Scott wäre tot, beginnt für ihn in seinem Mikrokosmos der Überlebenskampf gegen Wassertropfen, Abwasserströme und Ungeziefer.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwar in 16:9 und anamorph codiert, dafür aber auch ein sehr stark verrauschter Transfer, der zudem noch mit einigen Defekten in Form von Kratzern und Verschmutzungen aufwartet. Dafür arbeitet der Kontrast überwiegend gut und vermittelt eine recht ausgewogene Mischung aus hellen und dunklen Flächen und wartet zudem mit einem recht kräftigen Schwarzwert auf. Hin und wieder werden jedoch kleinere Details verschluckt und helle Flächen wirken etwas steil und neigen zur Überstrahlung. Die Schärfe befindet sich hierbei auf einem angenehmen Level und kann dank Nachschärfung mit einer ordentlichen Kantenschärfe aufwarten. Lediglich das Bildrauschen geht zu Lasten der Detailschärfe und hin und wieder tauchen ein paar Doppelkonturen auf. Die Kompressionen arbeiten sauber und Blockrauschen oder Artefaktebildung sucht man hier vergebens. Für einen über 40 Jahre alten Film also ein rundum gelungener Transfer, dem etwas weniger Rauschen gut getan hätte.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono), Dolby Digital 2.0 (Stereo) [nur Rus. Voice Over]
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch
UntertitelDeutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch
 Der deutsche Monton wartet mit einer hervorragenden Sprachverständlichkeit und einer sauberen und kräftigen Musikwiedergabe auf und lässt keinen Grund zur Klage aufkommen. Lediglich im Hochtonbereich wirken die Stimmen hin und wieder etwas spitz und verzerren derweilen, was aber nie wirklich störend zur Geltung kommt. Der englische Track wartet ebenfalls mit einer guten Sprachverständlichkeit auf, offenbart aber auch ein hörbares Rauschen und Knistern. Optional lassen sich Untertitel hinzuschalten, doch leider kann man nur über das Menü die Sprachfassungen wechseln.
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Extras
Extras-
 Bis auf einen Haufen verschiedener Sprachfassungen und Untertitel finden sich keinerlei Extras auf der Disc wieder.
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Fazit
Ein kleines Meisterwerk aus dem Zeitalter des Paranoia-Kinos der USA aus der Feder von Richard Matheson, funktioniert dieser Jack Arnold-Klassiker immer noch auf vielerlei Ebenen. Natürlich generell als gut getrickster SF-Film. Scott Careys unausweichliches Schicksal, immer weiter zu schrumpfen, bietet Platz für ein paar optische Leckerbissen. Die kommen natürlich erst nach und nach in Fahrt, wenn Grant Williams klein genug ist, um nur noch in einem Puppenhaus zu leben oder später aus Versehen in den Keller gerät und sich außerstande sieht, wieder zurückzukehren.
Arnold inszeniert Scotts nimmermüden Kampf gegen die Widrigkeiten des Schicksals in all der Pracht extrem vergrößerter Kulissen. Da wird eine Stecknadel zum Schwert und sein Gegner (ein schönes Sinnbild) wird eine große schwarze Spinne, die ihm ein Stück alten Käse streitig macht. Doch schon zuvor hatte er ein Wettrennen gegen eine Katze austragen müssen, die in ihm eine leckere Maus sieht. Vordergründig plakativ ist der Film trotz dieser erinnerungswerten Szenen jedoch nicht. Er ist und bleibt ein Human Drama; ein Film, der trotz Zeitweiser menschlicher Schwäche ein Niemals-Aufgeben propagiert und das Individuum in den Mittelpunkt stellt. Selbst als Scott am Schluss so klein ist, dass er in die Mikrowelt eintritt, erklärt er lautstark, dass er für Gott immer noch existent ist und noch immer lebt. So gerät die Akzeptanz des Schicksals zu einer zentralen Aussage, als Gleichnis für unheilbar Kranke und als tapferer Widerstand gegen äußere Umstände.
Gleichzeitig ist es natürlich auch ein Film der Kommunismusangst-Phase. Scotts Schrumpfen entfremdet ihn seiner Umwelt, seiner Frau, macht seine Ehe nach und nach unmöglich und seine mangelnde Größe lässt seinen Einfluss auf seine Frau schrumpfen, die Möglichkeit des Trostes, das Gewicht seines Wortes und, nicht zu vergessen, seine komplette Sexualität wird negiert. Zwar gibt es ein Zwischenspiel mit einer Liliputanerin, doch auch das ist nur eine kurze Phase, da der Prozess sich fortsetzt. Der Einfluss der seltsamen Wolke, die das Phänomen auslöst (im Film ist von einer chemischen Reaktion die Rede), ist ebenfalls symptomatisch für die Zeitphase. Das Einwirken einer unbekannten Macht, ein nicht zu kontrollierender Einfluss, eine übermenschliche Bedrohung. Ja, die Russen müssen schon echt schrecklich gewesen sein.
Zwar sind auf technischer Ebene inzwischen ein paar Abstriche zu machen, wenn Scott auf der Flucht recht überdeutlich in den Katzenfilm hineinversetzt wird, bzw. der Hintergrund überdeutlich als (sorgfältige) Rückprojektion erkennbar wird (Puppenhaus). Trotzdem bleibt es der von Arnolds berühmten SF-Filmen, über den am meisten diskutiert werden kann, gerade weil er nicht nach typischen Unterhaltung schmeckt.



Bilder der DVD




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NewsJack Arnold-Klassiker ab April auf DVD
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